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Verkehrssicherheit, Barrierefreiheit, Preise

Gutes Feedback - doch an diesen Stellen hakt es auf dem Christkindlmarkt in Wasserburg

Kritikpunkte Christkindlmarkt Wasserburg am Inn
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Stellschrauben, an denen noch gedreht werden muss: „Leitungsbrücken“ in der Hofstatt gefährden die Barrierefreiheit und der Standort des Kinderkarussells in der Herrengasse direkt neben passierenden Autos ist ebenfalls ungünstig.

Die Wasserburger Altstadt ist getaucht in ein besinnliches Lichtermeer, die Besucher genießen das weihnachtliche Flair auf dem Christkindlmarkt. Doch es gibt auch kritische Stimmen. Die Veranstalter geloben Besserung.

Wasserburg am Inn - „Im Großen und Ganzen sind wir zufrieden mit dem Ablauf“, sagt Wolfgang Helmdach vom Wirtschafts-Förderungs-Verband (WFV). Dennoch sei es wie bei jeder Veranstaltung, in punkto Organisation könne man immer noch an der ein oder anderen Stellschraube der Verbesserung drehen.

So sei dem ein oder anderen Besucher das kulinarische Angebot zu teuer. Eine Bratwurstsemmel gibt‘s für fünf Euro, ein Glühwein liegt bei vier Euro, der Kinderpunsch bei 3,50 Euro und ein „Hot Aperol“ kostet sechs Euro. Lediglich der Feuerzangenbowle-Stand der Stadtgarde hält seit Jahren den festen Preis von fünf Euro.

Aufbau beeinflusst von Corona-Pandemie

Zudem würden Ess- und Trinkstände überwiegen. Es fehlen handwerkliche Angebote unter den Standl. „Dieser Aufbau ist immer noch der Corona-Pandemie geschuldet“, erklärt Helmdach gegenüber wasserburg24.de und bestätigt damit die Bilanz des WFV zum Christkindlmarkt nach dem ersten Wochenende.

In der Hofstatt reihen sich Ess- und Trinkstände aneinander.

„Der Christkindlmarkt war schwieriger zu organisieren als das Frühlingfest. Als wir im August mit der Planung anfingen, war wegen der steigenden Inzidenzen nicht abzusehen, ob nach der Wiesn im Oktober nicht wieder verschärfte Auflagen gelten. Im Falle einer Verschärfung sind Ess- und Trinkstände einfach schneller abgebaut.“ Aus diesem Grund fehle heuer auch das Basarzelt in der Hofstatt.

„Leitungsbrücken“ in der Altstadt nicht behindertengerecht

Ein weiterer Punkt, der bereits bekannt ist und bei dem Helmdach Besserung gelobt: Die „Brücken“ für Wasser- und Abwasserleitungen zu den Hütten. Für gehbehinderte Menschen, Eltern mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer sind diese Erhebungen auf der Straße schwierig zu überwinden.

„Uns fehlt dazu die Infrastruktur. Wir haben nur einen Wasseranschluss im Bereich Herrengasse/Frauenplatz, darum müssen wir die Leitungen so legen. Wir hoffen hier auf Unterstützung der Stadt, sodass wir die ‚Brücken‘ ab dem nächsten Jahr nicht mehr brauchen.“

Nicht ideal für alle Christkindlmarkt-Besucher: Die schwarz-gelben „Leitungsbrücken“ für Wasser und Abwasser wie hier am Frauenplatz.

„Für die Kinder ist das Karussell total schön“, sagt Janin Spötzl, deren kleine Tochter schon einige Runden gedreht hat. Allerdings empfindet sie - wie wohl viele Eltern auch - den Standort in der Herrengasse vor dem Raumausstatter „Kern“ als „nicht ideal“.

Denn die Herrengasse ist für den Verkehr in der Zeit des Christkindlmarkts nicht gesperrt, Autos fahren zwar häufig mit Schrittgeschwindigkeit in der Zone-20, allerdings gefährlich nahe am Karussell, den wartenden Eltern und Geschwisterkindern vorbei.

Kinderkarussell am falschen Standort?

Ursprünglich sollte das Kinderkarussell ganz woanders stehen: Nämlich fernab vom Verkehr in der Salzsenderzeile gegenüber des indischen Restaurants und der Eisdiele neben der Eisenbahn für die Kleinen. Doch genau an dem Standort befand sich zum Zeitpunkt des Aufbaus eine Baustelle - und das Kinderkarussell zog den Kürzeren.

Eigentlich sei dem WFV auch ein kleineres Karussell vorgeschwebt, doch als der Betreiber kurzfristig absagte, habe Helmdach rasch einen Ersatz gebraucht, schließlich dürften die kleinsten Besucher nicht zu kurz kommen auf dem Christkindlmarkt.

Mit dem kleineren Karussell sei der Standort kein Problem gewesen. Doch für das größere habe der WFV auf die Schnelle keinen alternativen Standort gefunden. Zu der Zeit habe Helmdach darüber hinaus auch schon mit dem Bauamt ausgemacht, dass heuer keine gesonderte Verkehrsregelung nötig sei. An den Wochenenden sei der Bereich zwischen Hofstatt, Färber- und Herrengasse ohnehin nur für Anlieger.

In der Salzsenderzeile direkt neben der Eisenbahn sollte das Kinderkarussell eigentlich stehen. Eine Baustelle - hier rechts ist noch ein Bauzaun zu sehen - hat den Stand jedoch blockiert.

Das Feedback sei dennoch „hervorragend“. „Es handelt sich um jenes Karussell, das auch immer am Festplatz an der Alkorstraße steht. Die Eltern können 10er-Chips günstiger erwerben und übrig gebliebene Wertmarken auf dem Frühlingsfest einlösen“, betont Helmdach.

Wird es wieder einmal eine Eisbahn geben?

Barrierefreiheit, Preise, Verkehrssicherheit - die Kritikpunkte werden im Vorstand besprochen, um die Situation für die nächsten Christkindlmärkte in Wasserburg zu verbessern. Das Basarzelt ist in den Planungen für das kommende Jahr mit aufgenommen. Ob es dann auch wieder eine Eisbahn geben wird? Dazu hielt sich Helmdach mit den Worten „Wer weiß...“ zum jetzigen Zeitpunkt bedeckt.

mb

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