Verkehrszählung offenbart Autoverkehr in Oberer Innstraße *Mit Voting* 

Komplettumbau für verkehrsberuhigte Zone an Realschule - braucht's das? 

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Die Stadt plant Umbaumaßnahmen rund um die Realschule

Wasserburg - Ist an der Realschule eine verkehrsberuhigte Zone notwendig? Wenn es nach den Grünen geht schon, die Stadt allerdings hält dagegen - und beruft sich auf eine Verkehrszählung im September. 

Bisher hat das Stadtbauamt mit verkehrsberuhigenden Maßnahmen rund um die Realschule an der Oberen Innstraße geplant. Vor allem das "Wildparken" in der Einbahnstraße wolle man eindämmen. 


Diese Pläne aber genügen Christian Stadler von der Grünen Stadtratsfraktion nicht: Er spricht sich eindeutig für eine verkehrsberuhigte Zone an der zweitgrößten Realschule Bayerns sowie an der Kinderkrippe und am Kindergarten aus: "Wenn ich hier keine verkehrsberuhigte Zone errichte, dann weiß ich nicht wo sonst - völlig unabhängig davon wie viele Autos dort fahren, denn mir geht es nicht um die Anzahl der Autos, sondern um die Anzahl der Fußgänger und Kinder, die da unterwegs sind und deren Sicherheit. Rein vom Fußgängerverkehr in dem Bereich ist eine verkehrsberuhigte Zone angebracht."

Eine verkehrsberuhigte Zone zu erlassen würde die Kosten von aktuell gerechneten 15.000 Euro wohl nach oben treiben. Helmut Schmid vom Wasserburger Bauamt warf als Argument ein, dass in dem Fall der Belag von Beginn bis Ende der verkehrsberuhigten Zone optisch umgestaltet werden müsse, damit sich ein einheitlicher niveaugleicher Straßenraum ergebe. 


"Jedem Verkehrsteilnehmer muss sofort klar sein, dass er sich dann nicht mehr auf einer normalen Straße befindet", ergänzte Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann. 

313 Autos an einem Tag an der Realschule

Des Weiteren berief sie sich auf die Verkehrszählung im September 2019, bei der über 24 Stunden die Autoanzahl an der Realschule festgehalten wurde: 313 Autos passierten an diesem Tag die Obere Innstraße. Die Spitze lag zwischen 7 Uhr und 7.45 Uhr - wegen der "Eltern-Taxis" und Lehrkräfte. 

"Am restlichen Tag ist in dem Bereich nicht viel los", konstatierte die Stadtbaumeisterin in der Sitzung des Bauausschusses Anfang Dezember. 

Weil die Kosten für eine verkehrsberuhigende Zone, die Stadler notgedrungen auch mit einem Antrag fordern wolle, auf die Schnelle nicht absehbar waren für die Stadtbaumeisterin, entschlossen sich die Ausschussmitglieder, das Verkehrsplanungsbüro "Schlothauer + Wauer" zu beauftragen, mit einer "einfachen Lösung für einen verkehrsberuhigten Bereich" zu beauftragen. Zudem soll die Debatte mitgenommen werden in die Verkehrsklausur im Februar 2020, in der die Verkehrsberuhigung der Altstadt auf der Agenda steht.

Die Stadtbaumeisterin ließ am Ende noch verlauten, dass damit die Chance auf Ausschreibung in diesem Jahr vom Tisch sei und es möglicherweise im kommenden Jahr teurer werden könnte, bauliche Maßnahmen an der Oberen Innstraße zu verwirklichen. 

mb

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