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Neue Räume im Berufsschulzentrum Wasserburg

"Fachräume, die es kein zweites Mal in Deutschland gibt"

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Landrat Wolfgang Berthaler, Bezirksrat Sebastian Friesinger, der Fachlehrer Modellbau Josef Bodmaier, Wasserburgs zweiter Bürgermeister Werner Gartner und Schulleiter Gerhard Heindl.

Wasserburg - Gut 2,3 Millionen Euro hat der Landkreis in den letzten Schritt der Umstrukturierung der Berufsschulen investiert. Ein Vorhaben, das laut allen Beteiligten sämtliche Kosten wert ist.

Gut 2,3 Millionen Euro hat der Landkreis Rosenheim in neue Fachräume in den Bereichen Modellbau und Kraftfahrzeugtechnik am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum in Wasserburg investiert. Die neuen Räumlichkeiten wurden am Donnerstag feierlich eingeweiht. Die Umstrukturierung der Berufsschulen im Landkreis Rosenheim ist damit abgeschlossen.

Landrat Wolfgang Berthaler erinnerte an die Neugestaltung der Berufsschullandschaft, die unter seinem Vorvorgänger Dr. Max Gimple ihren Anfang nahm. Wir haben uns neu aufgestellt, damit wir keine der vier Berufsschulen verlieren. Auch Schulleiter Gerhard Heindl beschäftigte sich damit: Vor zehn Jahren, am 1. August 2006 wurde die Aufteilung der Berufe an den Berufsschulen neu geordnet. Der Landkreis Rosenheim hat wirklich viel Geld ausgegeben. Heindl bedankte sich ganz herzlich für das Geleistete.

Fachräume bieten ausgezeichnete Bedingungen

Letzter Schritt der Neugestaltung war der Umzug der Schreiner im August 2014 von Wasserburg in die Berufsschule I nach Rosenheim. Aus der damaligen Schreinerei wurde die Ausbildungswerkstatt der Kfz-Mechatroniker. Sichtlich stolz war Heindl auch auf die neugestalteten Räume der Technischen Modellbauer: Hier wurden Fachräume geschaffen, die es, glaube ich, kein zweites Mal in Deutschland gibt. Es sind wirklich ausgezeichnete Bedingungen, die wir hier vorfinden.

Landrat Berthaler betonte die hohe Bedeutung von Wissen: Wir haben nicht viele Bodenschätze, wir sind das Land der Dichter und Denker. Wasserburgs zweiter Bürgermeister Werner Gartner beschäftigte sich in seiner Ansprache mit den technischen Veränderungen: Ich bin mit dem VW Käfer aufgewachsen. Mit einem Schraubendreher und einem Schraubenschlüssel hatten wir das Fahrzeug im Griff. Heute ist alles so kompliziert geworden, dass ich nicht einmal mehr eine Glühbirne an meinem Auto tauschen kann.

Technische Herausforderungen

Gartner sagte, auf die Schule werden weiterhin technische Herausforderungen wie E-Mobile oder Hybridfahrzeuge  zukommen. Das sah auch Schulleiter Heindl so: Alle Berufe sind geprägt von starkem technischen Wandel und stetiger Innovation. Im Anschluss daran erteilten Pfarrerin Cordula Zellfelder von der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Wasserburg und Schwester Dr. Christophera Eckl, Ordensfrau von den Schwestern vom Guten Hirten und Leiterin der Jugendhilfeeinrichtung Schloss Zinneberg, den kirchlichen Segen für die neuen Ausbildungsräume.

Wegen der Neuordnung des Ausbildungsberufs „Technische Modellbauer und Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik“ waren verschiedene Umbauarbeiten notwendig. Die Grundausstattung in den Fachräumen mit Kreissäge, Bandsäge sowie Bohr- und Hobelmaschinen wurde ergänzt mit Koordinaten-Messgeräten, einem 3D- Scannsystem und einem 3D-Drucker, einem Kunststoff-Laser- Sinter-System sowie einer Vakuumrühr- und Gießanlage.

Zudem wurde die bestehende Späne Absaugung erweitert, eine Abluftanlage mit Absaugarmen für gesundheitsschädliche Dämpfe installiert, Kleinspritzstände und Farbnebelabsaugung eingebaut sowie Verdunklungsmöglichkeiten für eine bessere Beamerpräsentation installiert. Erforderlich waren auch noch eine elektrische Neuinstallation sowie eine Ergänzung der Beleuchtung.

Freistaat steuert Gelder bei

Die Gesamtkosten von 910.000 Euro förderte der Freistaat zu einem Drittel. Die nach dem Umzug der Schreiner von Wasserburg in die Berufsschule I nach Rosenheim freigewordenen Räume wurden zur Erweiterung des Fachbereichs Mechatronik genutzt. Im Erdgeschoss entstanden ein Werkraum mit Hebebühne, ein Klassenraum und ein Elektrolabor für die Beschulung in System- und Hochvolttechnik. Im Geschoss darüber wurden ein Klassenraum, ein Lehrervorbereitungsraum, Sanitärräume, eine Hausmeisterwerkstatt und Lagerräume für Mechatroniker und Modellbauer verwirklicht.

Der Umbau und die Ausstattung für die Kfz-Mechatroniker kosteten gut 1,4 Millionen Euro. 550.000 Euro steuerte der Freistaat Bayern bei. Am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum in Wasserburg werden derzeit rund 2.100 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. An allen vier Berufsschulen sind es etwa 7.000.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

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