Am 27. Dezember in der Herrengasse geplant 

"Wäre alles hinfällig": Unklarheit über Speedway-Rennen auf Eisbahn 

Darf der Verein "Inn-Isar-Racing" am 27. Dezember seine Motorsportart Eisspeedway auf der Eislaufbahn in der Herrengasse präsentieren oder nicht? 
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Darf der Verein "Inn-Isar-Racing" am 27. Dezember seine Motorsportart Eisspeedway auf der Eislaufbahn in der Herrengasse präsentieren oder nicht? 

Wasserburg - Unklarheit herrscht aktuell über das anstehende Event auf der Wasserburger Eislaufbahn: Zwischen Weihnachten und Silvester möchte der Wasserburger Verein "Inn-Isar-Racing" die Sportart Eisspeedway präsentieren - doch sieben Minuten lang lärmender Motorsport auf dem Eis stößt anscheinend auf geteilte Meinungen. 

Auf Freitag, 27. Dezember, 14 Uhr ist die Veranstaltung datiert: An diesem Tag möchten die Nachwuchs-Rennfahrer um Celina Liebmann ihre Sportart, das Eisspeedway, auf der Wasserburger Eisbahn präsentieren - etwa sieben Minuten lang auf 130 Quadratmeter Eis


Die Stadt aber legt wohl ein Veto ein was die Genehmigung betrifft. Dies wurde anscheinend in der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses im nichtöffentlichen Teil entschieden. 

Rainer Dachs, 2. Präsident des Vereins, kann das nicht nachvollziehen: "Leider haben wir erfahren, dass die Vereins-Präsentation für unseren in Wasserburg ansässigen gemeinnützigen Verein "Inn-Isar-Racing" auf der Kippe steht. Für den bereits genehmigten Tag haben wir viel Geld und Zeit in Werbung investiert und nicht nur regional sondern auch international geworben. Die längst geladenen Sponsoren-Unterstützer - es wäre alles hinfällig."


"Werden keine Rennen gestartet" 

Bei der geplanten Aktion wolle man in erster Linie das Team, den Verein und die Jugend fördern und vorstellen. Auf der Eisbahn wolle man viele Nachwuchs-Talente vorstellen, darunter der deutsche Meister Markus Jell, der wegen seiner hervorragenden Jugendarbeit zum DMV-Sportler des Jahres 2019 gewählt wurde und ein paar Runden im Standgas auf dem Eis ablegen möchte. Ein weiterer Nachwuchs-Fahrer sei Dachs zufolge der Niederländer Bart Schaap. Und freilich darf auch die 18-jährige Celina Liebman, Vize-Weltmeisterin aus Kalteneck und ebenfalls DMV-Sportlerin des Jahres 2017, nicht fehlen. Sie ist im Vorstand Jugendleiterin des "Inn-Isar Racing-Teams". 

Dachs betont: "Es werden weder Rennen noch irgendwelche gefährlichen Aktionen gestartet. Der Tag ist bereits bei der Continentale versichert, sodass hier auch alles sicher über die Bühne gehen kann." Es gehe vielmehr um die Präsentation der Maschinen und deren Fahrer. Dass hierbei Motoren kurzzeitig gestartet werden, sei logisch im Motorsport. Günther Korn, Moderator der Veranstaltungen, wird Verein und Fahrer einzeln vorstellen.

Termin gezielt nach Weihnachten gelegt

"Unsere Planung war es, dass unsere Fahrer einzeln ein paar Runden mit geringem Tempo auf der Eisfläche drehen. Der wichtigste Punkt war uns nicht in der vorweihnachtlichen Stimmung Lärm zu machen, deswegen haben wir den Termin bewusst nach Weihnachten gewählt. Einen Tag später findet die Vorsilvesterparty statt, sodass wir davon ausgehen, niemanden zu belästigen oder zu verärgern. Außerdem findet das Ganze an einem Freitagnachmittag statt und nicht abends." 

Die Fahrzeit aller geplanten Maschinen und Runden, Kart, Cross und Eisspeedway bleibe unter zehn Minuten. "Wir werden live in den sozialen Netzwerken berichten und einige regionale und überregionale Berichte in ganz Deutschland veröffentlichen. Ziel ist es vor allem, den Sport in allen Facetten zu präsentieren und das Interesse zum Motorsport jungen Menschen nahe zu bringen", erläutert Dachs weiter. Auch einige Fernsehsender hätten bereits Bereitschaft signalisiert. 

Hoffnung auf positive Entscheidung 

"Wir hoffen auf positive Resonanz der Verantwortlichen und stellen uns offenen Fragen. Uns ist es bewusst, dass nicht alle Parteien dafür sein werden, jedoch appellieren wir an dieser Stelle an alle Kritiker, zu bedenken, dass wir hier hauptsächlich den Sport in der Region und die Jugendförderung in den Fokus stellen wollen. Wir hoffen doch sehr auf eine positive Entscheidung zugunsten des Vereins und unserer Jugendförderung", betont der zweite Präsident abschließend.

mb

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