TSV-Unterschriftenlisten wurden an Landrat übergeben

Zaghafter Versuch, die Turnhalle zu retten?

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1866 Unterschriften gegen eine Zweckentfremdung der Turnhalle am Gymnasium.
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Wasserburg - Im Beisein von Bürgermeister Michael Kölbl erklärte TSV-Vorstand Dr. Martin Niehues, dass die insgesamt 1866 Unterschriften ein Zeichen sein sollen, dass den Menschen in Wasserburg der Schul- und Vereinssport wichtig bleibe.

Landrat Wolfgang Berthaler zeigte Verständnis dafür, dass Wasserburg die zweite landkreiseigene Turnhalle am Gymnasium nicht ebenfalls belegt haben möchte. "Soweit ich es hinausschieben kann, werde ich es tun", so Berthaler.

Aktuell sind in der Stadt Wasserburg mehr als 400 Asylbewerber untergebracht. Viele in Container-Module, in der Realschulturnhalle - aber auch in Wohnungen. 

Man habe die Herausforderungen bisher gut geschafft, auch wegen des unermüdlichen Einsatzes des Helferkreises, hieß es von Bürgermeister Michael Kölbl.

Den Schulsport sowie den Vereinssport konnte man nach der Belegung der Realschulturnhalle auf die anderen Hallen im Stadtgebiet umverteilen, doch wenn die Gymnasiumsturnhalle ebenfalls wegfalle, hätte man nicht mehr so gute Chancen, alles auf die Reihe zu bekommen, so Kölbl weiter.

"Wir haben vom TSV Wasserburg aus diese Unterschriftenlisten organisiert, weil wir zeigen wollen, dass der Vereinssport wichtig ist für alle, und auch eine Leistung in der Integrationsarbeit tut", so Dr. Niehues während der Übergabe.

Echte Alternativen im Bedarfsfall konnte jedoch weder Niehues, Kölbl und erst Recht nicht Wolfgang Berthaler nennen. Bereits vor Wochen zeigte der Landrat zwar Verständnis für die Aktion des TSV Wasserburg, warb jedoch dafür, dass alle Bürger auch die Verantwortlichen des Landratsamtes verstehen müssten. Innerhalb weniger Wochen haben 1866 Menschen gegen eine Zweckentfremdung unterschrieben. "Nehmt und nicht jede Chance auf den wichtigen Vereinssport", so Niehues. Auch die bekannte Basketballabteilung sei von einer möglichen Belegung der Gymnasiumturnhalle durch Flüchtlinge betroffen. Das Treffen im Wasserburger Rathaus am Dienstagabend wurde von allen Seiten als positiv und wichtiges Zeichen gewertet. Völlig unklar bleibt weiterhin, ob die Halle in einiger Zeit als Unterbringung für Asylbewerber genutzt werden muss, weil der Landkreis Rosenheim die eigenen Hallen zunächst für diesen Zweck verwenden muss. 

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