Erfolge zeichnen sich ab

Braucht Wasserburg mehr Videoüberwachung?

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Vor 6 Monaten wurden erstmals an einem Anwesen Videokameras installiert. Ist dies ein erster Schritt in die richtige Richtung?
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Wasserburg - Alle Blicke richten sich auf das Nachtleben in der Altstadt. Während Bewohner der Innenstadt mehr Nachtruhe einfordern, nimmt die Stadt Eigentümergemeinschaften und Verpächter in die Pflicht.

Klare Worte gab es vor einigen Wochen von Bürgermeister Michael Kölbl. Man habe sich mit den Gastronomen und Eigentümern zusammengesetzt und derzeit noch freiwillige Richtlinien besprochen. Nun blicken viele mit Adleraugen auf die letzten Versuche "selbstbeschränkender Maßnahmen" vor eventuell neuen Beschlüssen.

Hat sich die Lage schon gebessert?

Laut Polizeiinspektion Wasserburg wäre es nach dem kürzlich geführten Sicherheitsgespräch noch verfrüht, sich ein neues Urteil über mögliche Verbesserungen der Situation zu erlauben. Doch die Kneipenbesitzer wüssten durchaus den Ernst der Lage und dass sie reagieren müssen, heißt es von offizieller Seite.

Eigentümer bringen Ideen auf den Weg

Braucht Wasserburg an weiteren Stellen Videoüberwachung?

Eine Eigentümergemeinschaft eines Anwesens im Bereich Marienplatz und Herrengasse hat sich bereits um mögliche Verbesserungen bemüht. Teileigentümer Harald Thürstein sieht durchaus Fortschritte, die mit der eingeführten Videoüberwachung einhergehen. Seit sechs Monaten hängen in den Arkaden am Marienplatz und auch im Rückgebäude an der Herrengasse Kameras, die alle Bewegungen und Situationen aufzeichnen.

Thürstein erkennt vor allem in Bezug auf die Sauberkeit deutliche Verbesserungen: „In der Früh ist es durchaus sauberer als noch vor der Installation der Videoüberwachungsanlage. Ob es allein wegen den Kameras ist, weiß ich nicht. Denn ein Kneipenbesitzer hat sich dazu bereit erklärt, eine Putzfrau einzusetzen, die sowohl unter den Arkaden am Marienplatz als auch im Bereich des Rückgebäudes in der Herrengasse früh morgens Verschmutzungen beseitigt“. Thürstein sieht nach wie vor den Bedarf von weiteren Aktionen.

Es müsse von allen Seiten dafür gesorgt werden, das hoch gelobte Stadtbild zu verbessern. Alle sollten sich daran beteiligen.

Die Diskussionen reißen nicht ab. Stellt sich gar die Frage, ob in der historischen Altstadt noch mehr auf Videoüberwachung gesetzt werden solle?

Automaten raus aus der Innenstadt?

Viele sehen ein großes Problem in den angebrachten Spielautomaten einiger Gastrobetriebe. Ein langjähriger Bewohner klagt an, dass es nicht besonders ansehnlich sei, um acht Uhr morgens bereits regelmäßige Spieler vor den Kneipen anzutreffen, die sich gleich wieder an die Spielautomaten setzen wollen. Eine Mitarbeiterin eines Ladens am Marienplatz regt an, eine Auslagerung von Automatenbetrieben außerhalb der Innenstadt zu initiieren. „Natürlich ist es nur eine Verlagerung, aber es trägt mit Sicherheit zur Verbesserung des Altstadtlebens bei“, ist sich die Wasserburgerin sicher.

Grundsätzlich fordern einige Bewohner in unmittelbarer Nähe zu den zwei „Brandherden“, die schon seit Monaten im besonderen Blick der Behörden sind, mehr Standort-Alternativen für spezielle Gastronomie in Außengebieten auszuweisen.

Noch muss abgewartet werden

Ob sich die Situation verbessert und die Selbstbeschränkungen für eine Entspannung in dem umstrittenen Thema sorgen, bleibt abzuwarten. Laut Polizei Wasserburg müsse die mildere Jahreszeit noch in den Blick fallen: Hier gebe es eventuell verstärkte Verstöße der Ruhestörung und Verschmutzung, weil sich mehr Gäste zunehmend im Freien aufhalten wollen. Dennoch schön zu bemerken, wenn Aktionen wie die eingeführte Videoüberwachung zunehmend Erfolge verbuchen lassen.  

Quelle: rosenheim24.de

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