„Multikulti-Treffpunkt für jedermann" geplant

Diese Jungs wollen den Wasserburger Skatepark auf Vordermann bringen

Chris Brauner und Karl Bayerl auf dem Wasserburger Skatepark am Badriaparkplatz
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Chris Brauner (links) und Karl Bayerl auf dem Areal des Wasserburger Skateparks am Badria-Parkplatz. Sie wollen den Park umfassend sanieren und zu einem neuem Treffpunkt in der Innstadt machen.

Wasserburg - Grobkörniger Beton, Risse in den Rampen, abgefahrener Asphalt: Der Skatepark am Badriaparkplatz ist in die Jahre gekommen. Nun soll er einen ganz neuen Schliff bekommen, wenn es nach Chris Brauner und Karl Bayerl geht.

Ein ��Multikulti-Treffpunkt für jedermann - egal welchen Alters, welcher Herkunft oder Hautfarbe“. Dieses Ziel verfolgt Chris Brauner mit seinem Konzept, den Skatepark am Badria zu sanieren und schon bald in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Unterstützung bekommt er dabei unter anderem von Karl Bayerl. Auf einer eigenen Homepage haben die beiden Wasserburger bereits erste Informationen zu dem Projekt „Movinn forward - Wasserburg“ zusammengetragen.


Sanierung des Wasserburger Skateparks: Auch Boulderflächen soll es geben

Als der Park 2002 eröffnet wurde, war Chris noch ein Teenager, aber von Anfang an Feuer und Flamme für das Areal. Inzwischen ist er 34 und möchte alles dran setzen, dem Skatepark wieder neues Leben einzuhauchen. Dafür schweben ihm schon einige konkrete Punkte vor, um das 18 Jahre alte Areal wieder auf Vordermann zu bringen. Er hat sich Anregungen geholt von anderen Parks, gemeinsam mit Bekannten und Freunden getüftelt und einen ersten groben Plan entwickelt.


Der Skatepark in Wasserburg am Badria-Parkplatz ist in die Jahre gekommen. Nun soll er saniert werden.

Die Ideen sprudeln nur so aus dem 34-Jährigen: So soll das gesamte Areal von Grund auf erneuert werden, mit neuen Rampen und und Einzäunungen. „Um eine größere Zielgruppe anzusprechen möchten wir auch gerne eine Boulderfläche integrieren. Am Abend könnten in regelmäßigen Abständen Konzerte stattfinden. Möglich wäre auch einen Container aufzustellen, an dem beispielsweise gegrillt wird - in Form eines kleinen Biergartens. Freilich ganz ohne Profit - wir wollen einfach, dass sich die Leute treffen und gemeinsam Spaß haben", erläutert er mit einem Blick auf die in die Jahre gekommenen Kanten, Geländer und Skaterrampen, die über und über mit bunten Graffitis übersät sind.

Besonders am Herzen liegt ihm die Integration: „Ich finde, hier wird noch immer zu wenig getan. Integration funktioniert am Besten mit Sport. Das vereint die Menschen - egal wo sie herkommen oder welche Hautfarbe sie haben.“

An der Hand haben Chris und Karl bereits einige fachkundige Leute, darunter viele Handwerker wie Maurer, einen Bauleiter, der sich mit Skateparks auskennt und sogar einen TÜV-Mitarbeiter, der den Park vor der Eröffnung abnehmen könnte. Sie sind aber noch auf finanzielle Hilfe angewiesen und erhoffen sich Unterstützung von hiesigen Firmen und womöglich der Stadt, der sie das Konzept noch genauer vorstellen wollen. Chris rechnet mit einem Betrag bis zu 100.000 Euro, den sie wohl für die gesamte Sanierung der 450 Quadratmeter großen Fläche brauchen werden - „Pi mal Daumen".

Um letztendlich diesen Treffpunkt am Badriaparkplatz auch verwirklichen zu können, soll der Verein „Movinn forward - Wasserburg“ helfen. Am 19. September findet in der Paulanerstuben am Wasserburger Marienplatz die Gründungsversammlung statt. Wegen der unsicheren Coronalage wird die Veranstaltung auch online gestreamt. Chris und Karl hoffen auf rege Beteiligung und freuen sich auf viel interessierte Skater und solche die es werden wollen. „Um mit dem Skaten anzufangen, dafür ist man nie zu alt“, bekräftigt der 30-jährige Karl und unterstreicht damit den Tenor des Anliegens, dass der neue Park die Menschen zusammenbringen soll: „Wir haben 12-Jährige, die genauso gut fahren wie 40-Jährige. Und wir freuen uns über jeden, der mitmachen möchte.“

mb

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