Autos oben, Zug unten

Brücke für Reitmehring kommt

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Bald fahren die Autos oben und die Bahn unten - doch wann kommt die Brücke am Bahnübergang Reitmehring?
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Wasserburg - Die Situation am Bahnübergang in Reitmehring ist alles andere als ideal. Eine Lösung muss her. Fest steht derzeit nur: Eine Brücke wird kommen.

Herbeisehnen würde man sich auf schnellstem Wege eine Lösung im Bereich des Bahnübergangs an der B 304 in Reitmehring.

Die Autofahrer, die oft lange Warteschlangen an der Schranke auszuhalten haben, sind nicht mehr bei Laune zu halten. Bald findet das Planfeststellungsverfahren statt. Alle wichtigen Unterlagen werden derzeit gesammelt, heißt es vom Straßenbauamt.

Mit einem schnellen Beginn der Baumaßnahmen dürfe jedoch nicht gerechnet werden, bremst Christian Reichl. Er ist unter anderem für die Planungsunterlagen zuständig und erklärt, welch kompliziertes Verfahren noch vor der Verwirklichung an den Start geht: „Bis Ende des Jahres 2014 möchten wir alle Unterlagen beisammen haben, die für das Planfeststellungsverfahren wichtig sind. Die gesammelten Fakten legen wir dann der Regierung von Oberbayern vor. Nach Prüfung der Informationen und der öffentlichen Auslegung, heißt es zunächst „auf mögliche Einwände warten“. Danach findet ein Erörterungstermin statt, um vor Ort mit allen Beteiligten über die Möglichkeiten zu sprechen“.

Reichl weist darauf hin, dass im Anschluss ein Beschluss zu erwarten sei, dem jedoch nicht unmittelbar der Baubeginn folgen werde.

Werden alle drei Gleise in Betrieb sein?

Es sei immer noch nicht absehbar, wie sich die Eigentumsverhältnisse für das dritte Gleis  in Richtung Altstadt ergeben werden. Ursprünglich war vorgesehen, dass das Altstadt-Gleis durch die Stadt entwidmet werde.

Doch nun ergibt sich eine neue Situation: Zwei Bewerber wollen das Gleis für eine Verbindung zur Wasserburger Innenstadt nutzen. Ein Betreiber werde sich also zukünftig eventuell aktiv um das dritte Gleis kümmern, eine Entwidmung wäre dann nicht mehr möglich. Somit ergebe sich eine völlig neue Situation, die in die Planungsunterlagen mit aufgenommen werden müssen, heißt es auch von Amtsseite. Es ist auch eine Kostenfrage, ob die Brücke über zwei oder drei Gleise kommen werde.

Die aktuelle Sachlage sieht ein 3-Feld-Bauwerk  vor, das die Kosten in die Höhe treiben wird.

Bis zur Betreiberfindung für das „Altstadtgleis“ und der nötigen Rechtssicherheit könne sich der Planungsabschluss in die Länge ziehen.

Die Brücke befürworten alle

Die Meinungen rund um das Projekt des Bahnübergangs an der B 304 sind unterschiedlich. In einem sind sich jedoch alle einig: Eine Brücke muss her. Die Autos werden zukünftig oben fahren, die Bahn unten. Auch der Bundesrechnungshof ist damit grundsätzlich einverstanden, heißt es. Unstrittig ist also die geplante höhenfreie Lösung.

Alles noch Zukunftsmusik

Die Verkehrsbelastung bleibt noch einige Zeit erhalten. Doch die Ideen rund um die Baumaßnahme gehen in die Vollen.

Bei einem Termin mit der Stadt Wasserburg haben Verantwortliche des Straßenbauamts weitere Informationen und neue Anregungen gesammelt, die in die Planungsunterlagen mit integriert werden.

Welche Autofahrer-Generation letztendlich eine Erleichterung am Bahnübergang in Reitmehring vorfinden wird, bleibt ungewiss.

Quelle: rosenheim24.de

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