Verwaltungsgericht spricht Urteil 

Altstadtbahn Wasserburg: Rückt die Wiederbelebung nun in weite Ferne? 

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Ein Archiv-Bild zeigt den Filzenexpress auf der Stadtstrecke am Inn-Ufer von Wasserburg.
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Wasserburg/München - Ist die ehemalige Altstadtbahn nun endgültig Geschichte? Das Verwaltungsgericht hat das Urteil zur Klage von ProBahn gegen die Stilllegung verkündet. 

Am 18. Juli wurde vor dem Verwaltungsgerichtshof in München die Klage in zweiter Instanz von Seiten der  Wasserburger Altstadtbahn GbR gegen den Freistaat Bayern zur stillgelegten Altstadtbahn behandelt, nachdem die Berufung des Konsortiums zugelassen wurde. 

Nun hat das Gericht ein Urteil gefällt: Die Berufung wurde zurückgewiesen, wie Norbert Moy, Vorsitzender des Vereins ProBahn, am Mittwochabend mitgeteilt wurde. "Diese Entscheidung war auch für unseren Rechtsbeistand eine Überraschung", erklärt Moy im Gespräch mit wasserburg24.de und zeigt sich dennoch kämpferisch. "Wir hatten zwar schon ein bisserl damit gerechnet, dass wir nicht weit kommen aber wir geben so schnell natürlich nicht auf." 

Bereits im Interview mit der Redaktion erklärte Moy, dass ProBahn den Kampf für die Reaktivierung der seit mehr als 30 Jahren stillgelegte Altstadtbahn auf jeden Fall fortführen wolle. 

Nächste Instanz: Bundesverwaltungsgericht? 

ProBahn-Vorstand Norbert Moy kämpft für die Wiederbelebung der stillgelegten Wasserburger Altstadtbahn. 

Die ausführliche Begründung des Gerichts zum Urteil wird etwa in 14 Tagen vorliegen. Bis dahin gilt es abzuwarten - auch für ProBahn. Der ProBahn-Vorstand betont: "Sobald die Begründung da ist, können wir die Gründe genau analysieren und sehen, woran es gescheitert ist. Dann gilt es, die Karten zu zu mischen und abzuwägen, welche Möglichkeiten uns noch bleiben."  

Die nächste Instanz steht den Klägern offen: Moy schließt nicht aus, dass die Debatte ihren Weg möglicherweise bis vor das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig gehen könnte. 

Hintergrund: 

Seit der Stilllegung der Bahn vor mehr als 30 Jahren und vor allem seit des Stadtrats-Beschlusses 2012, eine Reaktivierung nicht mehr weiterverfolgen zu wollen, setzen sich die Befürworter des ProBahn-Arbeitskreises Ebersberg/Wasserburg dafür ein, dass die Strecke entlang des Inn-Ufers wieder in Betrieb genommen wird und der Filzenexpress von München bis zum ehemaligen Wasserburger Stadtbahnhof erneut zum Leben erwacht. Auslöser für die Stilllegung der Strecke des Filzenexpresses war ein Dammrutsch am Landschaftsweg im Jahr 1987. 

Die Argumente des Konsortium der Altstadtbahn GbR, bestehend aus den Firmen BayernBahn GmbH, Rhein-Sieg-Eisenbahn GmbH, Innrail und dem Fahrgastverband Pro Bahn für eine Wiederbelebung der Bahnlinie sind zusammengefasst auf der Internetseite der Ortsgruppe nachzulesen.

mb

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