Viel zu tun für die Wasserburger Feuerwehr

Von Sturmschäden bis Schweinswürstl-Brand

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Viele Einsätze im Jahr 2015: Die FFW Wasserburg blickt zurück
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Wasserburg –Das Jahr 2015 ist bald rum, und bevor es in das Jubiläumsjahr für die Feuerwehr Wasserburg geht, zeigt ein Rückblick - es war kein langweiliges Jahr für die Wasserburger Feuerwehr.

Zahlreiche Einsätze standen an. Viele Einsätze wurden unterstützt. Sowohl Sturmschäden in der ersten Jahreshälfte, aber auch besonders zahlreiche technische Hilfeleistungen und Hilfe in Brandfällen – nicht nur im Stadtgebiet Wasserburg, sondern auch im Umland. Die Feuerwehr Wasserburg ist mit speziellem Gerät ausgerüstet, unter anderem mit einer Drehleiter, die bei zahlreichen Einsätzen auch außerhalb des Stadtgebiets, gut gebraucht werden kann.

Darum dehnen sich die Einsatzgebiete aufs Umland aus. Thomas Rothmaier erklärt im Gespräch mit wasserburg24.de, dass beispielsweise bei einem Garagenbrand in Rott die Wasserburger Feuerwehr ebenfalls mit ausrückte, um die örtliche Feuerwehrleute zu unterstützen.

Das Wetter als Herausforderung

„Besonders nachhaltig waren die Sturmschäden in diesem Jahr“, betont Thomas Rothmaier weiter. Um den 31. März 2015 kam es zu starkem Sturm, der mehr als 20 Einsätze der Wasserburger Feuerwehr zur Folge hatte.

Viele Einsätze kosten Kraft, schön zu sehen sei aber, wie groß die Gemeinschaft ist und dass die aktiven Feuerwehrmitglieder sehr gut ausgebildet seien, zeigt sich Rothmaier zufrieden. Bei der Feuerwehr gibt es keinen Feiertag, keine Sonntagsruhe oder kein „jetzt passt es gerade nicht“, die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr sind stets in Bereitschaft und im Ernstfall umgehend zur Stelle. So auch am Karfreitag diesen Jahres. Es war der 3. April, die Feuerwehr Wasserburg wurde in die Heilingbrunnerstraße gerufen.

Laut Einsatzbericht entzündete eine Herdplatte eine Tischdecke sowie eine Kerze, es kam zu einem Schwelbrand, der Wintergarten war stark verraucht, ein Feuerwehreinsatz unverzichtbar. Wie gut sich die unterschiedlichen Feuerwehren der Gemeinden untereinander unterstützen, zeigte auch die Mithilfe der Wasserburger Feuerwehr bei einem Einsatz in Bergham im Gemeindegebiet Eiselfing.

Unter Einsatz von schweren Atemschutzgeräten wurden die Kollegen der örtlichen Feuerwehr bei dem Brand in einem Keller unterstützt.

Am 20. April 2015 kam es auf der B15 auf Höhe Gabersee zu einem Einsatz, weil eine Person abgestürzt war.

Ebenfalls am 20. April hat es in der Dr. Fritz-Huber-Straße auf einem Balkon gebrannt. „Ein umgestürzter Grill entzündete eine Holzbank“, erinnert sich Thomas Rothmaier. Mit einem Kleinlöschgerät eingesetzt und im Nachgang zur Kontrolle mit einer Wärmebildkamera blieben die Feuerwehrler aus Wasserburg auch an diesem Tag nicht unaktiv.

Am Abend des 10. Mai kam es im Stadtgebiet Wasserburg zu einer Personensuche. Ein Hubschrauber sowie die Wärmebildkamera der Wasserburger Feuerwehr kamen zum Einsatz. Eine ältere Dame aus einem Altenheim konnte nahe des Innwerks gefunden werden.

Im Zuge des Frühlingsfestes kam es zu einzelnen Containerbränden, die schnell durch die Feuerwehrler aus Wasserburg gelöscht werden konnten. Besonders regelmäßig sei der Fall, dass die Feuerwehr den Rettungsdienst bei Personenrettungen unterstütze, erklärt Rothmaier gegenüber wasserburg24.de

„Die Unterstützung des Rettungsdienstes wird immer mehr, unter anderem als Tragehilfe, wenn die Verletzten nicht über die schmalen Treppenhäuser nach draußen gebracht werden können, oder liegend mit der Tragenhalterung der Drehleiter aus den oberen Stockwerken geholt werden müssen“, erläutern die Vertreter der Feuerwehr Wasserburg.

Im gesamten Jahr 2015 waren es besonders vielfältige Einsätze. So kam es unter anderem zu Unterstützungen der weiteren Kräfte bei einem Wohnhausbrand in Pfaffing sowie einem Werkstattbrand in Ramerberg, auch bei dem Unfall im Gemeindegebiet Soyen, in Seeburg, wurde die Feuerwehr Wasserburg angefordert. Ein PkW stieß damals mit einer Regionalbahn zusammen.

Am 23. Juni kam es zu einem Gasaustritt bei einem großen Unternehmen, die Feuerwehr Wasserburg wurde gerufen, rückte mit Messgeräten an.

Von der Altstadtbrücke in den Inn gesprungen war eine Person am 21. Juli 2015. Die Person wurde bis Zell getrieben, von dort aus gelang es den Einsatzkräften, sie ans Ufer zu bringen, von der Feuerwehr Wasserburg wurde die gerettete Person mit einer Schleifkorbtrage bis zum Steilufer transportiert und dem Rettungsdienst übergeben. „Das war eine wirklich schweißtreibende Angelegenheit“, erinnern sich die Feuerwehrler.

Nicht immer waren es spektakuläre Einsätze, doch darauf sei man als aktives Feuerwehrmitglied eh nicht aus.

„Es ist nur gut zu wissen, dass wir durch gute Ausbildung und regelmäßige Übungen auf die unterschiedlichsten Situationen und Einsatzarten vorbereitet wären und jederzeit helfen können“, heißt es von vielen Wehrlern gleichermaßen.

Im Sommer brannte in einer Wohnung am Marienplatz Milch an, Tage darauf gab es einen Einsatz auf einem brennenden Stoppelfeld im Gemeindegebiet von Babensham. Am 13. September brannte es in einer Küche in Neudeck. Auslöser dafür scheinen vergessene Schweinswürstl  gewesen zu sein.

Der 5. Oktober wird vielen Feuerwehren aus der Region in Erinnerung bleiben. Hier brannte in der Stiftung Attl die Stallung des Attler Hofs komplett nieder, ein Übergreifen auf eine weitere Halle konnte verhindert werden.

Ebenfalls im Oktober kam es zum Ausrücken der Wasserburger Feuerwehr wegen eines vermeintlichen Brands in einem Triebwagen im Gemeindegebiet von Edling.

Regelmäßiges Geschäft der Wasserburger Feuerwehr ist auch das Ausleuchten bei Hubschrauberlandungen in der Nacht am RoMed-Klinikum. Erst vor wenigen Wochen, Ende November, kam es zu einem Sturz eines Arbeiters auf der Burg in Wasserburg, die Feuerwehr war umgehend vor Ort.

Aktuell stehen bereits mehr als 160 Einsätze für das Jahr 2015 im Berichtsbuch der Wasserburger Feuerwehr. Vermutlich kommen auch in den restlichen Wochen des Jahres noch einige hinzu, so dass mit der stolzen Summe von möglicherweise mehr als 180 Einsätzen das Jahr abgeschlossen werden kann. Im Schnitt alle drei Tage gehe der Alarm, erzählen die Aktiven.

Man helfe gerne und fühle sich gut ausgebildet, betonen erfahrene Feuerwehrler aus Wasserburg gleichermaßen.

Dass die Einsätze auch auf das Umland ausgeweitet werden, liegt an der Tatsache, dass die Feuerwehr Wasserburg mit optimalen Sondergeräten ausgestattet ist. Rüstwagen, Drehleiter, spezielle Messgeräte seien zur Unterstützung der umliegenden Feuerwehren oft im Gebrauch.

Außerdem sei die Wasserburger Feuerwehr für Höhenrettungen gut ausgebildet. „Es macht großen Spaß, wir sind alle sehr motiviert und das Team ist zusammengeschweißt“, zeigen sich zahlreiche Vertreter der Wasserburger Feuerwehr zufrieden.

Glücklich äußerte sich Thomas Rothmaier zudem, dass auch neue Einsatzkräfte zu den Aktiven aus den eigenen Nachwuchsreihen hinzukommen würden. „Aus der Jugendfeuerwehr kommen immer wieder überzeugte Feuerwehrler nach, die unsere Mannschaft komplettieren, das ist großartig“.

Präsentation des neuen Fahrzeugs als Highlight

„Anfang Mai konnte das neue Feuerwehrfahrzeug, ein Löschgruppenfahrzeug LF20, in Dienst gestellt werden. Moderne Ausrüstung und eine gute Ausbildung der Frauen und Männer ermöglicht unserer Feuerwehr ein effektives Löschen von Bränden bzw. technische Hilfeleistung bei Unfällen“, zeigt sich der erste Kommandant, Georg Schmaderer zufrieden. „Für die geleistete Arbeit im vergangen Jahr möchte ich meinem Stellvertreter Rudi Göpfert und allen Aktiven, vom Gerätewart bis zum Jugendfeuerwehrler, auf das Herzlichste danken“, so Schmaderer weiter.

Fotos von der Fahrzeugweihe

Segnung des Löschfahrzeugs der Feuerwehr

Der beste Brand sei der, der erst gar nicht entsteht, besonders in der Weihnachtszeit. „Kommt es trotzdem dazu, dann kann man sich auf die beiden Feuerwehren der Stadt Wasserburg und auf die Wehren des Landkreises verlassen“, betont Schmaderer abschließend.

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