Warnstreik auch bei MEGGLE

Warnstreik: "Personalkosten sind wie Fliegenschiss"

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Warnstreik auch bei der Firma MEGGLE. Es geht um mehr Geld und mehr in die Pensionskasse
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Wasserburg - In zahlreichen Unternehmen der Region wurde bereits ein Warnstreik abgehalten. Am Montagnachmittag war es auch vor den Toren der Firma MEGGLE soweit. Die Gewerkschaft hatte dazu aufgerufen.

Rund 200 Mitarbeiter der Firma MEGGLE kamen, um auf dem Freigelände auf sich aufmerksam zu machen. "Wir wollen dem Unternehmen hier mit unserem Warnstreik nicht schaden, doch wir wollen auf unser Anliegen aufmerksam machen und klarstellen, dass es uns wirklich ernst ist", hieß es vom Landesvertreter der Gewerkschaft NGG, Freddy Adjan.

Warnstreik bei MEGGLE

Der Branche gehe es wirtschaftlich sehr gut, daher seien die Forderungen definitiv nicht übertrieben, betonte Adjan im Gespräch mit wasserburg24.de.

Die Milchwirtschaft seit mit einem Jahresumsatz von über 10 Milliarden Euro und 14.000 Beschäftigten eine der größten Branchen in der bayrischen Ernährungsindustrie, erläuterte der Landesvorsitzende weiter. "Wir wollen eine Einigung am Donnerstag, sonst rufen wir zu unbefristeten Streiks auf".

Der Betriebsratsvorsitzende der Firma MEGGLE, Robert Janjanin, erklärte vor Ort, dass ein wichtiger Schritt die bessere Altersvorsorge sei, zahlreiche Mitarbeiter jedoch noch nicht an die späteren Rentenjahre denken würden.

Zudem müsse es eine realistische Lohnerhöhung geben. "Das letzte Angebot der Unternehmen ist viel zu wenig, es wären um die 30 Euro brutto, das klingt nicht nachvollziehbar", so Janjanin.

Es wäre sowohl vernünftig, die Erhöhung der Einzahlung in die Pensionskasse zu beschließen, als auch eine realistische Einigung in Bezug auf eine Lohnerhöhung erreichen zu können, so der Betriebsratsvorsitzende weiter.

Jahrelang seien die Beschäftigten an effektiven Lohnerhöhungen vorbei gegangen, nun sei es Zeit, in Bayern kräftig anzusetzen, zeigten sich Gewerkschaftsvertreter überzeugt.

"Beide Seiten sollen gut damit leben können, wenn wir am Donnerstag hoffentlich eine Einigung erzielen werden", betonte Janjanin gegenüber wasserburg24.de. 

Freddy Adjan zeigt klar die gelbe Karte, er wirkt unzufrieden mit der Gewichtung der Personalkosten im Vergleich zum extremen Umsatz der Unternehmen. "Diese Branche verdient extrem gutes Geld, die Personalkosten belaufen sich auf 6,4 Prozent, das ist Fliegenschiss im Vergleich zu anderen Branchen.  Es muss eine Lohnerhöhung her und dafür kämpfen wir", zeigt sich Adjan selbstbewusst. Am Donnerstag kommt es zu weiteren Gesprächen, dann wird auch ein Ergebnis herbeigesehnt.

Quelle: rosenheim24.de

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