Planungsunterlagen füllen sich

Altstadtgleis verzögert die Planungen nicht

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Reitmehring - Das Projekt am Bahnübergang der B304 bleibt in der Diskussion. Bürgermeister Kölbl stellt klar, dass die geplante Belebung des Altstadtgleises nichts mit der Verzögerung zu tun habe.

Die Bahntrasse, die im Eigentum der Stadt Wasserburg steht, beginne erst nach dem Bereich, der für die Brücke angedacht sei, erklärt das Stadtoberhaupt von Wasserburg.

Selbst wenn es zu einer Entwidmung des Altstadtgleises kommen würde, hätte dies mit den Planungen selbst gar nichts zu tun heißt es aus dem Rathaus. Der Platz für das vorgesehene Brückenprojekt liegt außerhalb des Eigentums der Stadt.

Die drei Gleise müssen also in jedem Fall in die Planung mit aufgenommen werden. Egal ob eine Entwidmung oder die zukünftige Nutzung des Altstadtgleises anstehe.

Die Änderungen für die jetzige Planung seien insbesondere deshalb hervorgerufen, weil das Bundesverkehrsministerium den Bau der B 304 mit Brücke und Tunnel nicht mehr als Neubau ansehe, sondern als wesentliche Änderungen der Bundesstraße, so Kölbl weiter. Das habe zur Folge, dass die Emissionsschutzwerte nicht mehr so streng  seien. Hier habe sich die Stadt umgehend eingeschalten. „Diesem Standpunkt haben wir uns als Stadt sofort verwehrt, weil wir den bestmöglichen Emissionsschutz für die Reitmehringer Bürger  haben wollen“, heißt es von Bürgermeister Michael Kölbl.

Ein weiterer ausschlaggebender Punkt für die Planungsänderung verdeutlicht sich in Folgendem:

Die Änderungen kommen zustande, weil es neue Straßenbaurichtlinien  für den Staatlichen Straßenbau gibt. Straßen sollten breiter sein und geringere Neigungen aufweisen als bisher, deshalb habe das Staatliche Bauamt noch Abstimmungsbedarf mit der Regierung von Oberbayern und der obersten Baubehörde.

Selbst wenn sich aktuell Änderungen ergeben, die Planungen bleiben dem Grundsatz treu: Brücke und anschließender Tunnel sind angedacht.

Wie sieht die momentane Idee des Bauprojekts in Reitmehring aus?

Der bestehende beschrankte Bahnübergang soll zukünftig durch ein ca. 50 m südlich zu errichtendes Brückenbauwerk ersetzt werden.

Die B 304 Richtung Wasserburg verläuft anschließend in einem Tunnel-Trog-Bauwerk (Gesamtlänge ca. 350 m, Tunnellänge ca. 130 m) zwischen der Megglestraße und der Bürgermeister-Schmid-Straße.

Am westlichen Tunnelportal wird nach derzeitigem Kenntnisstand oberirdisch ein Kreisverkehr geplant, der die westlichen Parallelrampen von / zur B 304, die Meggle Straße und den Zettlweg verknüpft.

Von hier aus soll nach Informationen des Straßenbauamts eine neue innerörtliche Verbindungstraße (z.T. auf der Tunneldecke) ans östliche Tunnelportal zum neuen Brückenbauwerk der Bürgermeister-Schmid- Straße und den östlichen Parallelrampen zur / von der B 304 führen.

Die Kosten der Baumaßnahme  belaufen sich auf ca. 21 Millionen  Euro.

Die Unterlagensammlung für das Planfeststellungsverfahren dauert voraussichtlich das gesamte Jahr 2014.

Quelle: rosenheim24.de

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