Das plant die Stadt Wasserburg auf Höhe Realschule/Kindergarten

Parkplatz-Engpass in der Oberen Innstraße wegen neuem verkehrsberuhigten Bereich?

Obere Innstraße in der Wasserburger Altstadt in Richtung Realschule/Kindergarten
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Die Obere Innstraße in der Wasserburger Altstadt in Richtung Realschule/Kindergarten. Hier plant die Stadt einen verkehrsberuhigten Bereich, für den Stellplätze reduziert werden.

Wasserburg - Parkplatzsuche in der Altstadt: Eine regelmäßige Zerreißprobe. Nachdem Parkplätze für die Allgemeinheit ohnehin knapp sind, sollen nun im Rahmen der geplanten Verkehrsberuhigung an der Realschule weitere Stellflächen wegfallen.

„Es ist jetzt schon klar, dass es eine Reduzierung der Stellplatzanzahl geben wird“, bestätigt Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann auf Nachfrage von wasserburg24.de und stellt im Voraus klar: „Es gibt keine ausgewiesenen Anwohnerparkplätze in diesem Bereich oder in anderen Bereichen der Stadt. Die vorhanden Stellplätze stehen nicht nur den Anwohnern, sondern allen Verkehrsteilnehmern zur Verfügung. Ein Anspruch auf Entschädigung existiert nicht.“ Es sei beabsichtigt weiterhin auch Parkmöglichkeiten zu schaffen. Wie viele dies sein werden, ergebe sich dann aus der Detailplanung, die zum gegenwärtigen Zeitpunkt allerdings noch nicht vorhanden sei.


Autos sollen mit dieser Planung aber nicht explizit aus der Altstadt verbannt werden, unterstreicht Herrmann: „Der verkehrsberuhigte Bereich an der oberen Innstraße soll die Sicherheit der Schüler erhöhen und ist nicht als Schikane für die Anwohner gedacht. Das Thema Anwohnerparken wird schon längere Zeit im Zusammenhang mit dem Verkehrskonzept von Bürgern immer wieder an die Stadt herangetragen und wird in nächster Zeit im Stadtrat behandelt.“

Die Parkmöglichkeiten an der Realschule und dem Kindergarten in der Wasserburger Altstadt. Hier soll künftig ein verkehrsberuhigter Bereich entstehen.

Die Idee hinter dem verkehrsberuhigten Bereich in der Oberen Innstraße:

Verkehrsberuhigung im Bereich der Realschule und dem Kindergarten. Der Vorschlag stammt ursprünglich von Grünen-Stadtrat Christian Stadler. „Wenn ich hier keine verkehrsberuhigte Zone errichte, dann weiß ich nicht wo sonst. Rein vom Fußgängerverkehr in dem Bereich ist eine verkehrsberuhigte Zone angebracht“, unterstrich Stadler damals im Dezember 2019 in einem der Ausschüsse der Stadt.

In der Verkehrsklausur des Stadtrats am 10. Oktober habe man sich dann, so ließ es Bürgermeister Michael Kölbl verlauten, darauf geeinigt, dieser Überlegung nachzukommen und künftig einen verkehrsberuhigten Bereich an dieser Stelle der Oberen Innstraße auszuweisen. Dafür stehen jetzt bauliche Veränderungen im Bereich der Realschule und des Kindergartens an.

Grundsätzlich müsse der Bereich so gestaltet werden, dass für Verkehrsteilnehmer wie Autofahrer ausreichend erkennbar sei, dass es sich um einen verkehrsberuhigten Bereich handele, betont die Stadtbaumeisterin. „Es gibt in diesen Bereichen üblicherweise keine Trennung zwischen Gehweg und Fahrbahn, ganz ähnlich wie es sich in der Salzsenderzeile oder Hofstatt darstellt.“ Eine Verbreiterung der Straße sei nicht geplant. Der gesamte Bereich soll einheitlich gestaltet werden, sodass sofort ersichtlich werde, dass in diesen Bereichen Fußgänger Vorrang hätten.  

mb

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