Milder Winter half beim Sparen

+
Die Salzhallen sind nach wie vor proppe gefüllt
  • schließen

Wasserburg/Altlandkreis – Der Winter ruhte sich in dieser Saison aus. Im Altlandkreis stellen alle auf Frühlings-Modus um. Die Städte und Gemeinden gelten als Gewinner des nicht vorhandenen Winters.

Als Sieger könnte man sie bezeichnen, die Bauhofmitarbeiter des Altlandkreises. Einsätze gab es, doch bei weitem nicht so intensiv und früh morgens, wie in den vergangenen Jahren.

Die Salzlager sind nach wie vor gut gefüllt, große Ausfahrten des Streuguts erwarten die Mitarbeiter der Bauhöfe nicht mehr. Alle Bauhöfe des Altlandkreises stellen sich auf Frühling ein. Auch in der Stadt Wasserburg selbst werden derzeit viele Bäume und Sträucher zugeschnitten, so manche Grünstreifen neu bepflanzt und altes Gehölze aus Gemeinschaftsflächen, aktuell in der Mozartstraße, entfernt.

Bauhofleiter Guido Zwingler arbeitet mit seinen Mitarbeitern viele gesammelte Aufgaben ab, die sich in den letzten Monaten auflisten ließen. Man könne wegen des fehlenden Wintereinsatzes jetzt bereits an Arbeiten herangehen, die sonst noch warten müssten, so Zwingler.

Im letzten Jahr gab es viele Wintereinsätze, heuer stehen andere Aufgaben an

Auch bei den Erledigungen zugunsten der Barrierefreiheit in der Altstadt könne mitgearbeitet werden. Die Rampe unter den Arkaden nahe dem Marienplatz werde in Kürze fertiggestellt, heißt es von der Stadt.

Der Winter in Zahlen

Der Vergleich bringt Klarheit: Während in der Wintersaison 2012/2013 (gemessen von November bis März) Kosten ohne Salz in Höhe von 136.000 Euro  entstanden sind, belaufen sich diese in der aktuellen Saison (gemessen von November 2013 bis März 2014) auf gerade einmal 40.000 Euro  (im Betrag enthalten sind auch die Kosten für die Rufbereitschaft).

Wenig Salz im Gebrauch 

Von den 500 Tonnen Streusalz in der Halle des Wasserburger Bauhofs wurden lediglich 50 Tonnen gebraucht. In einem durchschnittlichen Winter haben die Mitarbeiter der Stadt Wasserburg ca. 35 bis 40 Einsätze rund um Räum- und Streudienst auf dem Plan. Heuer waren es im Bereich der Altstadt nur 5, im weiteren Umfeld mit größeren Lastwagen 7.

Vier Externe Firmen werden jedes Jahr im Winter hinzugezogen, welche die 11 Bauhofinternen Beschäftigten im Winterdienst unterstützen. Im Winter 2012/2013 hatte die Stadt Wasserburg Ausgaben für den externen Winterdienst von insgesamt 100.000 Euro.

Jeder Einsatztag, der durch externe Firmen im Winterdienst von Statten geht, kostet ca. 2600 Euro. In diesem Jahr konnte man sich die Einsatzverlagerung sparen.

Eigentlich sind die Leute, die den Räum- und Streudienst erledigen, in unterschiedlichen Ausführungen unterwegs: Während viele mit kleinen Wägen aktiv sind, erledigen andere die Arbeit mit großen Lastwagen. Zudem gibt es drei sogenannte Handtrupps, die in Querstraßen oder weiteren Standorten, in denen es eng ist, mit reiner Muskelkraft dem Schnee zu Leibe rücken.

Spuren des Winters sind bald weg

Auch die Abgrenzungsstäbe an den Straßenseiten haben ausgedient  und werden eingesammelt. Der Winter hat sie nicht in große Einsatzleistung gebracht. Jetzt stehen diese Stangen da, wie bestellt und nicht abgeholt. In wenigen Tagen werden die Gemeindemitarbeiter durch die Gegend fahren um letzte Erinnerungen an den Winter zu entfernen. Startschuss ist verbreitet am offiziellen Frühlingsanfang, dem 20. März.

Im Einsatz bleiben hingegen die Mitarbeiter, die Kontrollfahrten durchführen. Ab drei Uhr morgens sind sie täglich unterwegs und schauen, ob Straßen und Wege glatt und ein Winterdienst erforderlich ist. Die Nächte bleiben noch recht frisch. Deshalb müsse auch immer noch kontrolliert werden, ob ein Streudienst erforderlich sei, heißt es vom Bauhofleiter in Wasserburg abschließend. Doch wirklich dran glauben, dass nochmal ein Einsatz anstehe, tut niemand in Bauhof-Kreisen.

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Wasserburg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser