Wer wird das bezahlen?

Mehrbedarf an Jugendarbeit

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Die offene Jugendarbeit in Wasserburg soll weiter attraktiv bleiben
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Wasserburg - Die offene Jugendarbeit braucht dringend mehr Personal. Der Bedarf ergibt sich aus dem Alltag der beiden Jugendzentren in der Altstadt und der Burgau.

Ralph Hölting ist zufrieden. Die Jugendlichen, die regelmäßig das Jugendzentrum "Innsekt" in der Wasserburger Altstadt besuchen, haben geholfen, die Atmosphäre noch etwas zu verbessern. Die Wände haben frische Farben bekommen und es wurden einige Räume neu aufgeteilt. "Es ist schön zu merken, dass gemeinsam sogar die Arbeit für die Jugendlichen richtig Spaß gemacht hat. Viele haben geholfen, etwas mehr Flair in die Räume zu bringen. Jetzt fühlen wir uns alle wieder richtig wohl".

Jugendarbeit in Wasserburg

Gemeinsam etwas schaffen, gilt wohl als eines der Hintergedanken in Bezug auf die Jugendarbeit im Stadtgebiet Wasserburg. Mit dem Innsekt in der Innenstadt und dem weiteren Jugendraum in der Burgau, eingegliedert in die Nachbarschaft des MGH's, steht Jugendlichen eine Anlaufstelle zur Verfügung, die ansprechende Öffnungszeiten aufweist. Mit Workshops und einem Internetcafé, zudem noch einem Eventraum und vielen Projekten wie etwa dem Bandcontest, wird den Jugendlichen aus dem Stadtgebiet einiges geboten.

Mehr Personal muss her

Wie Ralph Hölting im Gespräch mit Wasserburg24 erklärt, möchte sich die offene Jugendarbeit in Wasserburg nun neu aufstellen. Es sei notwendig, dass weiteres Personal für die Jugendarbeit zur Verfügung stehe, um beide Standorte (Altstadt und Burgau) gut betreuen zu können.  

Mit Kreistagsbeschluss von 1994 ist es im Landkreis Rosenheim seither üblich, dass die Mitarbeiter in der offenen Jugendarbeit zu einem Drittel durch den Landkreis bezuschusst werden. Ob weiteres Personal vom Landrat und den Kreistagsmitgliedern anerkannt werde, wüsste man bislang noch nicht, hieß es von Hölting weiter.

Die Jugendarbeit an sich steht also nicht infrage, wohl aber der Mehrbedarf an Personal. "Für die Aufgaben, die wir momentan haben, stehen uns zu wenig Leute zur Verfügung. Doch es ist wichtig, Jugendarbeit vernünftig realisieren zu können", bestätigt Hölting.

Die Stadt Wasserburg hat eine zusätzlichen Unterstützung für die Jugendarbeit bereits zugesichert, doch auch der Kreis müsse dementsprechend mitziehen.

Mehrere Stadträte aus Wasserburg, die auch im Kreistag sitzen, haben signalisiert, Landrat Wolfgang Berthaler auf die Dringlichkeit der finanziellen Aufstockung hinzuweisen. "In diesem Prozess befinden wir uns gerade. Doch wir sind guter Dinge, dass wir es schaffen können, unser Anliegen realisieren zu dürfen", klingt es von den Verantwortlichen aus dem Innsekt.

Fakten zur Jugendarbeit

Regelmäßig kommen im Durchschnitt zwischen 50 und 100 Jugendliche, aufgeteilt in die beiden Stadtteil-Jugendzentren und verteilt auf unterschiedliche Wochentage.

Was hat es auf sich mit zwei verschiedenen Räumlichkeiten in zwei unterschiedlichen Stadtteilen? Klare Antwort von Ralph Hölting: "Es soll eine Brücke gebaut werden zwischen den Stadtteilen und ein reger Austausch untereinander stattfinden. Das klappt mittlerweile sehr gut". 

Gedacht ist die Jugendarbeit für Jugendliche ab 12 Jahren. Die meisten nehmen das Angebot des Jugendzentrums bis zum Ausbildungsbeginn an. Wenn einmal der Schuh drückt, sind die Jugendarbeiter aus den Zentren bereit, Hilfestellung beispielsweise bei Bewerbungsschreiben und dergleichen zu geben. Äußerst wichtig sei, mentale Unterstützung zu leisten, die eine gewisse Bindung zu den Jugendlichen voraussetzt, weitet Hölting seine Ausführungen aus.

Pro Jahr entstehen Kosten für die offene Jugendarbeit in Wasserburg in Höhe von 120.000 Euro, im Schnitt also 12.000 Euro pro Monat.Das meiste davon sind Personalkosten, die eben zu einem Drittel auch über den Landkreis bezuschusst werden.

Ob nun die Planungen für zusätzliches Personal Zustimmung und weitere finanzielle Spritze durch den Kreis erwarten darf, stellt sich demnächst heraus.

Quelle: rosenheim24.de

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