Sicherheitsgespräch der Polizei Wasserburg

Weniger Einbrüche - dafür mehr Sexualdelikte

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Gute und leider auch einige schlechte Nachrichten hatten die Polizeibeamte beim Sicherheitsgespräch in Wasserburg im Gepäck.

Wasserburg - Die Kriminalitätsrate ist im vergangen Jahr gesunken. 

Zum jährlichen Sicherheitsgespräch trafen sich am Freitag bei der PI Wasserburg die Bürgermeister des Dienstbereiches. Von der PI Wasserburg waren der Dienststellenleiter, EPHK Steinmaßl, sein Vertreter, PHK* Gottwald, sowie PHM’in Eichner und PHM’in Burger als Verkehrsexperten, anwesend. 

Es wurde ein Rückblick auf die Kriminalitätslage und Unfallentwicklung des Jahres 2017 gehalten und die Bürgermeister bedankten sich mit einem Geschenk für die von der PI Wasserburg geleistete Tätigkeit und sehr gute Zusammenarbeit. 

Weniger Straftaten in 2017

Für 2017 meldet die PI Wasserburg folgende Kriminalitätslage: 1461 Straftaten mussten 2017 bearbeitet werden. Diese bedeutete eine Abnahme von 53 Fälle beziehungsweise 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Aufklärungsquote stieg um 6,2 Prozent und damit auf noch nie erreichte 71,6 Prozent.

Gegenüber dem Vorjahr ist die Anzahl der Diebstähle um 4,2% gesunken. Ladendiebstähle nahmen jedoch um mehr als das Doppelte zu (+112,5 Prozent). Sonstige einfache Diebstähle reduzierten sich um 5,6 Prozent. Schwere Diebstähle insgesamt verringerten sich um 43,7 Prozent. Schwere Diebstähle in/aus Diensträumen/Büros/Werkstätten nahmen deutlich um 73,0% ab (von 37 auf 10 Delikte). 

Es waren auch deutlich weniger Wohnungseinbrüche (18 Straftaten) zu bearbeiten (-43,8 Prozent). Tageswohnungseinbrüche nahmen sogar um 66,7 Prozent auf nur noch 5 Fälle ab. Fahrraddiebstähle wurden mit 34 zu 30 Delikte, 13,3 Prozent mehr, zur Anzeige gebracht.

Zunahme bei Gewaltdelikten

Die Gewaltkriminalität hat 2017 deutlich um 34,0 Prozent zugenommen. 216 einfache vorsätzliche Körperverletzungsdelikte und 52 gefährliche und schwere Körperverletzungsdelikte (+4,0 Prozent) kamen bei der PI Wasserburg zur Anzeige. Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung nahmen von 23 auf 48 Anzeigen (+108,7 Prozent) erneut deutlich zu. 95,8 Prozent aller Sexualstraftaten konnten geklärt werden. 

Rückgang bei Fahrzeugbeschädigungen

2017 verringerten sich die Fälle von Sachbeschädigungen an Fahrzeugen von 93 auf 68 Straftaten (-26,9 Prozent). Andere vorsätzliche Sachbeschädigungen nahmen um 41 Straftaten von 237 auf 196 ab. Die Vermögens- und Fälschungsdelikte erhöhten sich von 175 auf 216 Fälle.

Rauschgiftdelikte wurden in 93 Fällen, etwas weniger als im Vorjahr (109), zur Anzeige gebracht. Der Gesamtschaden aller Delikte belief sich im Jahr 2017 auf 3.842.847 Euro. Im Vorjahr betrug die Schadenssumme 4.044.052 Euro.

Die Jugendkriminalität hatte einen Anteil von 20,8 Prozent. Von den 745 ermittelten Tatverdächtigen waren 155 jünger als 21 Jahre. 586 der Täter waren männlich, 159 weiblich. Der Anteil der ausländischen Tatverdächtigen betrug mit 196 ermittelten Tätern 26,3 Prozent.

Pressemeldung der Polizeiinspektion Wasserburg

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