Sehr viele Einwendungen wegen Planung in Odelsham

DK1-Deponie: Bürgerinitiative übertrifft gestecktes Zwischenziel

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Einwendungen vieler Bürger, die die Deponie bedenklich finden. Diese Einwendungen muss nun die Regierung von Oberbayern prüfen.

Wasserburg - Das Ziel ist klar: Die Bedenken sollen ernst genommen und die weiteren Planungen möglicherweise sogar nicht fortgeführt werden. Das Großprojekt DK-1-Deponie ist noch im Planfeststellungsverfahren. Die Auslegung der Unterlagen ist nun zu Ende gegangen.

Bereits zwei Tage vor Ende der Einwendungsfrist hat die Bürgerinitiative Wasserburger Land ihr selbst gestecktes Ziel mehr als übertroffen und über 1.200 Unterschriften auf Sammel- und Einzeleinwendungen gegen die geplante DK1 Deponie in Odelsham bei Wasserburg zusammengetragen. Mitglieder der Bürgerinitiative zur Erhaltung von Umwelt und Lebensqualität im Wasserburger Land haben diese Einwendungen am Dienstag an Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl übergeben.

„Diese große Zahl an Einwendungen ist ein wichtiges Signal an die Regierung von Oberbayern und die antragstellende Firma Zosseder“, erklärt Roger Diller, Vorsitzender der Bürgerinitiative. „Die Bürgerinnen und Bürger lehnen die geplante Deponie ab, die Einwendungen sind ein klarer Auftrag auch an die Bürgermeister der Stadt Wasserburg und der Gemeinde Babensham, sich mit allen Mitteln gegen diese Deponie zu wehren“, so Diller weiter. Bei der Stadt Wasserburg seien zudem weitere Einwendungen per Post eingegangen.

Doch auch trotz dieses massiven Widerstandes aus der Bevölkerung ist die Deponie noch nicht vom Tisch.

Die Entscheidung liegt letztlich bei der Regierung von Oberbayern, die nun die Einwendungen an die Firma Zosseder weiter leitet, damit diese dazu Stellung nehmen kann. 

Für die Bürgerinitiative Wasserburger Land geht die Arbeit weiter. „Als nächstes muss die Rechtslage geklärt werden und auch, ob eine Fortführung des Verfahrens noch Sinn macht, nachdemüberplante Grundstücke der Gemeinde Babensham und der Stadt Wasserburg nicht zur Verfügung stehen“, so Roger Diller. „Die Zusammenarbeit mit dem BUND Naturschutz sowie der Stadt Wasserburg und der Gemeinde Babensham wollen wir in dieser wichtigen Phase weiter intensivieren.“ Außerdem seien noch einige Ungereimtheiten aus der Akteneinsicht zu hinterfragen.

Pressemitteilung BI Wasserburger Land / Günther Kleitsch

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