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Folge 7

Wasserburger Ferienrätsel: Vom Baumeister und der verlassenen Braut

Rund um die Sankt Jakobskirche in Wasserburg rankt sich eine Legende.
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Rund um die Sankt Jakobskirche in Wasserburg rankt sich eine Legende.

Eine fehlende Kirchturmspitze, eine zerrüttete Männerfreundschaft und eine verlassene Braut. Diese drei Dinge beschäftigen uns in der heutigen Folge unseres Wasserburger Ferienrätsels. Es geht, manche Wasserburger haben es sich vielleicht schon geahnt, um die Sankt Jakobs-Kirche.

Wasserburg – Max Einmayr erzählt uns in den „Inntaler Sagen“ von der Legende, die sich um das Bauwerk rankt. Angeblich soll die Kirche vor mehr als sechshundert Jahren zur gleichen Zeit mit dem Rathaus gebaut worden sein. Für die beiden Bauten wurden zwei Steinmetze herbeigerufen, Hans und Stephan. Stephan, der Jüngere, sollte das Rathaus errichten. Hans wurde mit dem Bau der Kirche beauftragt. „Beide waren wohl erfahren in ihrem Handwerk“, schreibt Einmayr. „Auch arbeiteten sie schon lange miteinander und hatten geschworen, ohne Eifersucht oder gar Hass wie gute Brüder zusammen zu helfen.“ Doch dann kam die Liebe ins Spiel.

Dem Schnelleren wurde die Tochter des Bürgermeisters versprochen

„Beide Steinmetzen hatten zu gleicher Zeit ihr Auge auf das liebenwerte Mägdlein geworfen“, schreibt Einmayr, die Rede ist von „des Bürgermeisters schönes Töchterchen.“ Und weil die beiden „rechtschaffene und kunstfertige Männer“ waren, konnte sich der Vater nicht entschieden, wer von ihnen seine Tochter zur Frau bekommen sollte. So wurde entschieden, dass derjenige, der sein Werk zuerst fertigstellen würde, die Tochter bekommen sollte.

Der Sieger verschwindet

„Der Zufall fügte es“, schreibt Einmayr, „dass Stephan zuerst sein Werk vollendet hatte.“ Stephan, für den sich auch die Braut selbst interessiere. „Das Rathaus stand vollendet da, dem Kirchturm aber fehlte noch die Spitze.“ Doch wenngleich Stephan die „hübsche und reiche Tochter als Braut heimführen“ konnte, war er nicht glücklich.

Denn obwohl Hans sein Schicksal „ohne Neid und Groll“ trug, habe Stephan es nicht ertragen können, dass sein Freund unglücklich sein musste. „Er ging traurig und missmutig umher und gedachte, wie er des Jammers loswerden könnte“, schreibt Einmayr. „Eines Tages war er verschwunden.“ Nur in seiner Stube blieb ein Zettel zurück, mit Gruß an Braut und Freund und einem Entschluss, in ein fernes Kloster zu ziehen.

Turm sollte tatsächlich höher werden

„Ob Hans die nun verlassne Braut dann heimgeführt hat, davon wird nichts berichtet“, schreibt Einmayr weiter. „Die Freude an seinem Werk jedoch scheint er verloren zu haben, denn die Spitze des Kirchturmes fehlt bis auf den heutigen Tag.“

Folge verpasst? Hier geht es zu Folge 6 des Ferienrätsels

Wie immer bei solchen Sagen, ist es schwierig herauszufinden, wie viel Wahres dran ist, doch ein Fünkchen könnte darin stecken, so hieß der Erbauer der Kirche tatsächlich Hans von Burghausen, wie Gerald Dobler im Historischen Lexikon Wasserburg schreibt. Am Turmbau war er aber wahrscheinlich nicht beteiligt. Dieser wurde erst etwa 30 Jahre später zwischen 1452 und 1460 durch Stephan Krumenauer und anschließend von Wolfgang Wiser errichtet. Grundsätzlich sei er zwar fertig. Doch: „Offensichtlich sollte der Turm jedoch noch höher werden, wie Trompen im obersten sechsten Trumgeschoss, dem Glockengeschoss, zeigen.“

Ganz in der Nähe der Jakobskirche befindet sich die „Freidhoferstiege“. Sie verbindet die Burg mit dem ehemaligen Friedhof der Kirche. Wissen Sie, wie viele Stufen die Stiege hat? Wenn es

a) 48 Stufen sind, dann tragen Sie jeweils den Buchstaben N in die Kästchen vier, 30 und 57 ein.

b) 51 Stufen sind, dann tragen L in die Kästchen ein.

c) 54 Stufen sind, dann tragen Sie ein M ein.

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