„Kleinen Läden, Cafés und Kultur gehören zu Wasserburg wie die Innfassade“

65.000 Euro schweres Corona-Hilfspaket: So will die Stadt Wasserburg helfen

Ledererzeile in der Wasserburger Altstadt
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Die Ledererzeile in der Wasserburger Altstadt vor dem zweiten Lockdown im Dezember.
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  • Autoren Andrea Klemm
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Wasserburg - Die Corona-Krise setzt der Gastronomie, dem Einzelhandel und der Kultur stark zu. Die Innstadt greift den Corona-Gebeutelten finanziell unter die Arme. Profitieren sollen Kunst, Kultur, Gastronomie und Einzelhandel.

„Die kleinen Läden, Cafés und die Kultur gehören zu Wasserburg wie die Innfassade“, sagte Werner Gartner, Zweiter Bürgermeister, in der Stadtratssitzung am 17. Dezember. Corona mache ihnen allen das Leben schwer, darum beteilige sich die Stadt mit einem Zuschuss von 65.000 Euro an Corona-Hilfsaktionen, wie einstimmig am Donnerstagabend beschlossen wurde. Die Idee dazu stammte von Wirtschaftsreferent Christoph Klobeck (CSU), der den Wirtschaftsförderungsverband (WFV) und weitere Akteure ins Boot geholt hat.


Stadt und Stadtrat wollen im Kleinen zu helfen

Gartner (SPD), der bis Ende des Jahres den krankheitsbedingt ausfallenden Ersten Bürgermeister Michael Kölbl vertrat, sprach im Rahmen der Diskussion um den Zuschuss zur Förderung von Einzelhandel und Dienstleistungsgewerbe sowie Gastronomie und der Kultur auch den zweiten Lockdown an. Die Light-Version habe nicht den gewünschten Erfolg gebracht, darum sei nun ein strikter Lockdown notwendig gewesen.


Zwar habe auch er kein Rezept gegen die Krise, jedoch wollen Stadt und Stadtrat versuchen, im Kleinen zu helfen, und etwa Geschäftsleute, Dienstleister, Gastronomen und Kulturschaffende unterstützen – in Form eines finanziellen Beitrages. Hintergrund der Fördermaßnahme sind die erheblichen Umsatzeinbußen durch die Corona-Beschränkungen. Die Kundenströme verschieben sich hin zu Internetangeboten, was einen Abfluss der Kaufkraft aus der Region führe. Dieser Trend drohe, sich zu verstetigen und das habe negative Auswirkungen auf die Innenstädte.

Auch das Innkaufhaus in de Ledererzeile äußerte zuletzt im Interview mit wasserburg24.de bereits Bedenken, dass die regionalen Einzelhändler nun noch mehr vom Online-Handel abgehängt werden könnten. Besondere Marketingmaßnahmen und Aktionen sollen daher - wenn es nach der Stadt geht - ein Gegengewicht bilden.

Angedacht sei, so der Wirtschaftsreferent, begleitet von einer entsprechenden Werbekampagne zu beginn des nächsten Jahres eine Sonderedition des „Wasserburg-Gutscheins“ aufzulegen, der innerhalb eines bestimmten Zeitraums mit einem Bonus eingelöst werden kann. Im Haupt- und Finanzausschuss war das Thema bereits wohlwollend vorberaten worden. Der Zuschuss ist an drei Bedingungen geknüpft:

• Alle Aktionen und marketingmaßnahmen erfolgen in enger Abstimmung mit der Stadt.

• Die Aktionen dürfen sich nicht nur auf WFV-Mitglieder beschränken.

• Teilnehmer an Aktionen leisten eine angemessene Eigenbeteiligung.

Die Arkaden auf Höhe des Marienplatzes in Wasserburg. Hier flanieren sowohl Touristen als auch Einheimische gerne.

Klobeck freute sich, dass seine Idee bereits im nichtöffentlichen Teil des Hauptausschusses breite Zustimmung fand. „Die Hilfe ist im zweiten Lockdown dringender denn je. Wir Initiatoren der Aktion werden derzeit leider auch ausgebremst, weil ja keiner weiß, wie und wann es wieder losgehen kann. Wir können ja schlecht sagen, im Februar sind die Gutscheine gültig, wenn da vielleicht noch die Geschäfte, Lokale und Theater zuhaben“, so Klobeck. Im Endeffekt sei die Zuschuss-Aktion ein Zuckerl für die Bürger, da sie von den Maßnahmen profitieren. Somit könnten die Bürger einen Gutschein erwerben, der mehr wert sei.

Positive Resonanz kommt vom WFV-Vorsitzenden Moritz Hasselt: „Ich freu mich, dass der Stadtrat einstimmig hinter der Sache steht.“ Die Idee stamme von Christoph Klobeck. Er danke für dessen Engagement. „Klobeck nimmt es in die Hand und bringt die Aktion voran“, betont Hasselt. Er hoffe, dass die Gutscheine gut angenommen werden. „Der Start der Aktion hängt vom Ende der Corona-Maßnahmen ab.“

mb

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