Trotz Besserung die Verordnung angesetzt

Nach Stadtratsbeschluss: Sperrzeit zu Unzeit eingeführt?

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Feiern sollen die Gäste der Altstadtlokalitäten auch weiterhin, doch die Anwohner könnten durch die Sperrzeitverordnung nun früher Ruhe bekommen.
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Wasserburg - Da ist nichts mehr zu rütteln. Die von der Stadtverwaltung ausgearbeitete Sperrzeitverordnung tritt für das Altstadtgebiet in Kraft und soll die lärmenden Gäste in die Schranken weisen.

"Diese Sperrzeit kommt zur Unzeit", hieß es von Christian Stadler. Der Stadtrat der Grünen erinnert an die deutliche Besserung der Situation, die er als direkter Anwohner bemerken könne.  

Der Sitzungssaal des Wasserburger Rathauses war gut gefüllt. Zahlreiche Wirte der Altstadt haben sich versammelt, außerdem einige Anwohner sowie Fans des Nachtlebens in Wasserburg. Alle wollten dabei sein, wenn der Stadtrat nun endgültig die Sperrzeitverordnung an den Start bringt.

Wann ist nun Schluss mit der Feierei?

Die Sperrzeitverordnung sieht im eingekesselten Altstadtgebiet eine Regelung vor, die an den Wochentagen ein Feiern bis 1.30 Uhr in den Lokalitäten erlaube und am Wochenende bis 3 Uhr. Im Klartext heißt das, dass an einem Freitagabend die Gäste bis in den Samstagmorgen hinein feiern dürfen und um 3 Uhr Schluss sein müsse. "Dann werden alle Gäste geballt vor die Tür gesetzt, das bringt genau das Gegenteil, was gewünscht ist. Es wird bestimmt noch lauter in der Stadt", ist sich Sophia Jokisch von der Linken Liste Wasserburg sicher. 

Verteidigt hat die Sperrzeitverordnung der Sprecher der CSU-Fraktion, Oliver Winter. "Wir brauchen die Sperrzeitverordnung und wir können dann beobachten, wie sich das Ganze entwickelt". Winters Meinung teilten einige weitere Stadträte, der Beschluss wurde mit 18 zu 4 Stimmen gefasst.

Mediator doch unerwünscht?

Im November 2015 hat sich der Stadtrat darauf geeinigt, als begleitende Maßnahme einen Mediator an die Seite zu holen. Dies wurde nun wieder aufgehoben. Man habe sich nicht auf eine Person einigen können, zahlreiche Stadtratsmitglieder sehen mittlerweile den Bedarf nicht mehr gerechtfertigt. "Das verschwendet nur Steuergelder", heißt es beispielsweise von Peter Stenger. Einen Mediator für Wasserburg wird es nicht geben, 19 Stadträte stimmten gegen eine solche Unterstützung.

Eine begleitende Maßnahme werde es trotzdem geben. Ein Sicherheitsgespräch mit verantwortlichen der Stadt, dem Landratsamt sowie der Polizei, Wirten der Altstadt und Anwohnern könnte die Wogen glätten. Stadtrat Norbert Buortesch gab verständnishalber eine Erinnerung Preis: "Wir haben uns auf eine Sperrzeitverordnung geeinigt, weil die Sicherheitsgespräche und Warnungen, so etwas einzuführen, nichts gebracht haben. Aber nun wollen wir Sicherheitsgespräche einführen und haben die Sperrzeitverordnung. Das verstehe wer will", so Buortesch.

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