Beachvolleyball: Zwei offene Fragen

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Den Asphaltbelag erhält die Landwehrstraße heute, am morgigen Samstag soll alles fertig sein. Weniger rund läuft es mit der geplanten Beachvolleyballanlage am Ende der Straße.

Wasserburg - Ab heute wird vom Bauhof bis zur Realschule asphaltiert. Die offene Frage nach einer Beachvolleyballanlage aber wurde zunächst verschoben.

Einen neuen Asphaltbelag erhält die Landwehrstraße am heutigen Freitag im Bereich vom Bauhof bis zur Realschule. Zumindest bis nächtes Jahr verschoben ist die vom Landkreis beantragte Beachvolleyballanlage und die Sanierung von Hartplatz und Laufbahn.

Die Baustelle in der Landwehrstraße läuft wie geplant. Die Straßenentwässerung ist erneuert, die alten, schiefliegenden Steine am Gehwegrand sind weg, ein Zweizeiler mit neuen Granitsteinen verlegt und heute kommt der Aphalt auf die Straße, die deswegen für den Verkehr gesperrt ist. Am Samstag soll, so Kaspar Steindlmüller vom Bauamt, die rund 70.000 Euro teure Maßnahme fertig sein.

Etwas anders als geplant läuft die vom Landkreis Rosenheim beantragte Beachvolleyballanlage, die dort entstehen soll, Hartplatz und Laufbahnen sollen saniert werden. Kostenaufwand: Rund 300 000 Euro. Eigentlich war im Juni alles klar, als der Haupt- und Finanzausschuss den Antrag diskutierte. Die Stadt, der der Grund gehört und die seit den 80er- Jahren einen Vertrag mit dem Landkreis als Sachaufwandsträger der Realschule über Errichtung und Erhalt der Anlage hat, fand die Sache gut und freute sich, dass in der Stadt ein neues Sportangebot für die Allgemeinheit entsteht, was der Landkreis sich so wohl nicht vorstellt. Die Anlage soll für die Realschüler sein und nicht außerhalb der Unterrichtszeit genutzt werden.

Und es gibt ein zweites Problem, weil zwei von fünf Anlieger befürchten, es können zu laut werden, wenn Schüler Beachvolleyball spielen. Unter dem Aspekt des Emissionsschutzes, dass die Anlage nur drei Stunden benutzt werden könnte, müsse man das Gespräch nochmal suchen, sagt Oliver Winter, derzeit Vertreter des Pressesprechers. "Momentan liegt das Thema auf Eis, aber es zeichnet sich ab, dass mit drei Stunden Nutzung die Wirtschaftlichkeit nicht darstellbar ist".

Überrascht von diesen beiden offenen Punkten ist Realschulleiter Markus Hösl-Liebig. Klar sei auf alle Fälle, dass Laufbahn und Hartplatz saniert werden müssen, weil diese Anlagen auch von der Grundschule am Gries genutzt werde. Eine Beachvolleyballanlage sei mittlerweile Standard, "für eine Seminarsschule für Sport eine wichtige Sache", so der Schulleiter. Er verweist darauf, dass das Emissionsschutzgesetz gar nicht bei Spielern und Zuschauern greife, sondern beim Geräusch der Bälle, "schon ein Kabarettstück", schmunzelt er.

Der Gesprächsbedarf ist klar, am Montag, 19. September, werden sich alle Beteiligten an einen Tisch setzen.

vo/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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