"Ausstellung ist am Puls der Zeit"

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"Das schlägt dem Fass den Boden aus?" Nein, ganz im Gegenteil: "Alles in Butter", da waren sich die Ausstellungsbesucher genauso wie Aryd und Larsia am Eröffnungsabend einig. Foto rothmaier

Wasserburg - "Den Nagel auf den Kopf getroffen", das hat wortwörtlich das Team des Städtischen Museums mit der aktuellen Ausstellung "Sprichwörter & Redensarten".

Am Eröffnungsabend staunten die zahlreichen Besucher über das Ausstellungsangebot, die Sinnhaltigkeit und Herkunft der tagtäglich verwendeten Wortwendungen "am laufenden Band".

"Ein Buch mit sieben Siegeln": Das dürfte es für die künftigen Ausstellungsbesucher in puncto Sprichwörter und Redensarten bald nicht mehr geben. Und sie wähnen sich dann ja vielleicht auch im "Siebten Himmel", wenn sie sich anhand von zig Schauwänden, Vitrinen und Exponaten gewieft arrangiert über die Herkunft und die Historie von gut über 100 Begriffen aus der bildlichen Sprache informieren können.

"Ein Sprichwort ist ein kurzer Satz, der sich auf lange Erfahrung gründet", mit dieser Weisheit von Miguel de Cervantes stimmte die Leiterin des Städtischen Museums, Sonja Fehler, auf den genauso informativ wie stimmungsvollen Abend ein.

In der sprichwörtlichen Redensart spielten die Wörter zusammen, spiegelten regelmäßig eine Alltagserfahrung wider, wie die Museumsleiterin wusste. Und sie brachte auch die inhaltliche Konzeption der Ausstellung "auf den Punkt": Bildhafte Alltagssprache aus dem Mittelalter und der Rechtsprechung, aus der Literatur und dem religiösen Sprachgebrauch, aus der Zunftsprache und "boarische Weisheiten" können sowohl visuell wie auch interaktiv und mit den Sinnen erfahren werden, man kann wortwörtlich "Lunte riechen" oder durch einen Turnierhelm die Exponate "ins Visier nehmen".

Zusätzlich gibt es zu der am Dienstag Abend eröffneten Sonderausstellung ein Begleitheft mit der Zusammenfassung und Erklärung der Ausstellungsinhalte, letzteres ist im Museum für 3,50 Euro erhältlich.

"Wo liegt der Hund begraben?", diese und andere Fragen der Besucher zur bildhaften Sprache wird das Museumsteam während der Ausstellungsdauer bis 6. Januar regelmäßig beantworten in Zusammenarbeit mit der "Wasserburger Zeitung".

Einen Dank sprach Sonja Fehler ihrer Kollegin Maike Gildenast aus, die "den Stein ins Rollen gebracht", die die Idee für die Ausstellung hatte und sich nachhaltig bei der Konzeption engagierte.

Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl bezeichnete die Thematik als eine Herausforderung, welche das Museumsteam aber perfekt inhaltlich umgesetzt habe, nicht zuletzt aufgrund der Unterstützung von einschlägigen Privatpersonen. Als pfiffige Idee wertete er den Malwettbewerb für Schulklassen rund um die Ausstellung, bei dem die Gewinner neben anderen interessanten Preisen eine Übernachtung alleine im Museum gewinnen können.

Im Namen des Wasserburger Kunstvereins AK68 sowie des Theater Belacqua sprach Dr. Markus Brezina im Rahmen der Eröffnungsfeier Museumsleiterin Sonja Fehler den Dank aller Kulturschaffenden der Stadt für ihr kulturelles Engagement aus.

"Die Ausstellung ist am Puls der Zeit, Sprichwörter sind wieder in aller Munde", auch diese Redensarten waren an diesem Eröffnungsabend zu hören, der auf großen Zuspruch stieß bei den geladenen Gästen. Insbesondere auch deshalb, weil man das neu hinzugewonnene Wissen bei einer Sprichwörterführung durch die Stadt am Samstag, 13. Oktober und bei drei weiteren Sonderveranstaltungen im Museum erweitern kann.

Für Schulklassen wird ein museumspädagogisches Programm zur Sonderausstellung angeboten.

Die Öffnungszeiten sind von Dienstag bis Sonntag von 13 bis 16 Uhr, in der Advents- und Weihnachtszeit gibt es erweiterte Öffnungszeiten, die Ausstellung selbst dauert bis 6. Januar 2013. Weitere Informationen unter www.museum.wasserburg.de.

tro/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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