Dem "Fletzi" wird die Schlafstätte zubetoniert

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Wo "Fletzi" einst schlief, liegt jetzt viel Beton

Wasserburg - Die Ausgrabungen zugunsten archäologischer Funde an der Großbaustelle am Fletzinger-Areal sind beendet. Viele sind gespannt, welche neuen Details ans Tageslicht kommen.

An der Baustelle am Fletzinger-Areal deutet nichts mehr daraufhin, dass sich tief unten archäologisch interessantes Gut befand.

Womöglich "schlummern" gar noch weitere geschichtliche "Schätze" unter den jetzt aufgelegten Betonschichten. Die Grabungen der Archäologen gingen nur bis zur vom Bauträger anberaumten Tiefe, die auch für die "normalen" Bauarbeiten angedacht waren.

Die Arbeiten für die geplanten Vorhaben des Bauträgers laufen nach Abschluss der Sicherungsgrabungen jetzt auf Hochtouren.

Dort, wo vor einigen Monaten Fletzi in Gestalt noch friedlich gelegen hatte, werden aktuell Betonauffüllungen gemacht.

Betonarbeiten am Fletzinger-Areal Fotos

Der Arbeitsalltag schreitet zügig voran.

Fletzi würde seine letzte Ruhestätte nicht mehr wiedererkennen.

Die ersten Bauabschnitte sind größtenteils abgeschlossen, eine zügige Fertigstellung des Bauvorhabens ersichtlich.

Wo weilt das Skelett?

Die Bestandsaufnahme nach den archäologischen Sicherungsgrabungen gilt als abgeschlossen. Alle gesicherten Materialien werden in München untersucht.

Die Grabungsmitarbeiter vor Ort sind abgezogen, Ausgrabungsleiterin Gwendolyn Schmidt arbeitet momentan am Grabungsbericht.

Weil es sich um eine vielfältige Grabung handelte, wird es noch einige Wochen dauern, bis alle Erkenntnisse gebündelt zu Papier gebracht werden können.

Das Skelett befindet sich nach Auskunft von Dr. Martin Pietsch vom Landesamt für Denkmalpflege, immer noch in der anthropologischen Staatssammlung in München. Hier wird „Fletzi“ weiter untersucht. Labor- und Spezialuntersuchungen werden vorgenommen. Deshalb seien solche Arbeiten an Knochenmaterial oftmals sehr langwierig, heißt es.

Der Öffentlichkeit werden eventuell neu erlangte Informationen sowohl zu dem gesicherten Gesteinsmaterial als auch zum Skelett im Laufe des Frühjahrs zugetragen, teilt das Landesamt für Denkmalpflege auf Anfrage mit.

Geplant sei, dass Grabungsleiterin Gwendolyn Schmidt in der „Säulenhalle der alten Münze“ beim Landesamt in München beim sogenannten „Archäologischen Montagsvortrag“ alle gebündelten Ergebnisse der Öffentlichkeit zutragen werde.

Im Anschluss daran könne auch eine Veranstaltung für die Bürger in Wasserburg angesetzt werden, so Gebietsreferent Dr. Martin Pietsch.

Erste Informationen zur Ausgrabung gab es im Herbst

Welche Präzisierungen zum bereits im Herbst abgehaltenen Zwischenbericht zur Grabung noch herauskommen, kann derzeit nicht abgeschätzt werden.

Quelle: rosenheim24.de

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