Im Trend: Berufsschüler lassen sich typisieren

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Martin Kott erklärt den Berufsschülern die Arbeit von DKMS und die Wichtigkeit einer Typisierung
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Wasserburg - Mit vielen Informationen rund um die DKMS und der Erkenntnis, wie wichtig viele potentielle Stammzellspender sind, haben Berufsschüler aus dem Wasserburger Land einen besonderen Schultag erlebt.

Franz ist 18 Jahre und gerade wieder auf dem Weg zum Unterricht. "Ich muss jetzt wieder ins Klassenzimmer, aber es war mir wichtig, dass ich da jetzt noch kurz mitmache". So wie dem angehenden Mechatroniker erging es dieser Woche noch weiteren Schülern der Berufsschule Wasserburg. Sie haben sich Typisieren lassen und stehen ab sofort im Sammelsurium der DKMS-Stammzellspender.

Religionslehrerin Isolde Brandl war es ein besonders Anliegen, diese Aktion, die unter dem Namen "Leben spenden macht Schule" läuft, an die Berufsschule Wasserburg zu bringen.

"Im Lehrplan steht das Thema Organspende, doch meiner Meinung nach ist es in der heutigen Zeit auch besonders wichtig, dass man an die Stammzellspende denkt", so Brandl. Beispiele aus der Region, teilweise aus dem eigenen Bekanntenkreis hätten nachdenklich gemacht, heißt es von der Lehrkraft.

DKMS: Info und Typisierung an Berufsschule

Nach organisatorischer Vorarbeit durch Isolde Brandl und dem Lehrerkollegium der Berufsschule wurden drei Termine festgelegt, an denen Vertreter der DKMS die Wichtigkeit der Typisierung betonen und die Schüler darüber informieren, wie die Aufnahme in die Spenderdatei funktioniert. Fünf freiwillige Helfer, die Brandl gewinnen konnte, sind den Schülern beim Ablauf der Typisierungsaktion behilflich, erklären die einzelnen Schritte.

Ein Termin hat bereits stattgefunden, zwei weitere folgen am 25. März und am 20. April. Auch dann wird es wieder Vorträge durch die DKMS in den Klassen geben, interessierte Bürger sind herzlich dazu eingeladen.

Auch Florian, ein FOS-Schüler aus Rosenheim, wird dann über seine Erfahrungen als Stammzellspender berichten. "Ich kann Euch nur empfehlen, lasst Euch typisieren", heißt es von Florian aus Griesstätt, der im Januar 2015 einer Frau aus Kanada seine Stammzellen gespendet hat. Der 19-Jährige Griesstätter erzählt vor den Berufsschülern aus Wasserburg, wie es von der Typisierung an seiner Schule zur schnellen Übereinstimmung der Merkmale kam. Nach seinen Ausführungen und den Informationen, die Martin Kott von DKMS den Schülern näher brachte, haben sich etliche Schülerinnen und Schüler bereit erklärt, sich typisieren zu lassen. Auch eine Lehrerin war mit von der Partie und gab eine Probe ab um in die Spenderdatei zu gelangen. "Ich finde die Aktion wirklich toll" hieß es von Schülern und Lehrern gleichermaßen.

Isolde Brandl fühlte sich bestätigt, dass das Thema Stammzellspende im Schulalltag einer Berufsschule durchaus "Platz hat und Sinn macht". Das Interesse war bei den Schülern groß, die Bereitschaft zur Typisierung enorm.

Sieben Klassen waren am Infotag für diese Vorträge eingetragen, insgesamt 136 Schülerinnen und Schüler waren anwesend und haben sich die Informationen der DKMS zu Gemüte geführt. Isolde Brandl teilte nach dem ersten Aktionstag mit, dass sich 77 davon typisieren ließen, das sind stolze 57 Prozent der informierten Schüler gewesen. "Die Herren der DKMS, Martin Kott und Alexander Renz, die Helfer und auch unsere Schule sind sehr zufrieden, es ist ein tolles Ergebnis", heißt es von Brandl.

Quelle: rosenheim24.de

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