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B304/Bahn: Bewegung nur auf Papier

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Stau am Bahnübergang in Reitmehring, das Bild wird es noch einige Jahre geben. Denn wann Brücke und Kurztunnel gebaut werden können, ist derzeit noch völlig offen.

Wasserburg - Es bewegt sich was bei B304 und Bahn. Derzeit allerdings noch im Planungsstadium, den Stau in Reitmehring wird es wohl noch ein paar Jahre geben.

Den größten Schreck in Sachen B304 hat die Stadt schon hinter sich: Der Bundesrechnungshof spreizte sich ein, fand Brücke und Kurztunnel zu teuer und meinte, eine Ampel reiche doch. Das konnte glücklicherweise abgebogen werden, das Bundesverkehrsministerium genehmigte Brücke und Tunnel. "Minister Ramsauer steht hier Gott sei Dank auch oft im Stau", kommentierte Bürgermeister Michael Kölbl das grinsend bei der Bürgerversammung in Reitmehring.

Nun liegen die Unterlagen wieder in München, die Regierung hat noch einige Hausaufgaben zu erledigen. So müssen die Zahlen der letzten Verkehrszählung 2010 eingearbeitet werden, eine Grunduntersuchung ist noch nötig und es fehlen noch einige Angaben zur Lärmentwicklung. Ist das alles eingearbeitet, kann das Planfeststellungsverfahren anlaufen. Und das kann dann genauso gut ein wie fünf Jahre dauern - je nachdem, wie viele Klagen es gibt und wie hartnäckig diese durchgezogen werden. Dann muss das Ganze noch finanziert werden. Baubeginn? Kann zur Zeit niemand sagen. Eines ist sicher: Unter der Brücke werden deutlich mehr Züge drunter durch fahren, als jetzt quer über die Bundesstraße rollen. Und das unabhängig von der Altstadtbahn. Denn auf der Strecke Rosenheim-Mühldorf fährt die Süostbayenbahn (SOB) nun doch schon ab dem Fahrplanwechsel im Dezember montags bis freitags im Stundentakt, der Stundentakt von Wasserburg nach München mit mehr durchgehenden Zügen kommt wohl im Dezember 2013. Bis dahin will die SOB die dafür nötige Begegnungsstelle in Steinhöring fertig haben. Womit die Anbindung Wasserburgs eindeutig besser wird. Die Staus in Reitmehring aber zumindest für einige Jahre mehr. "Das Problem wäre wesentlich kleiner, wenn Bahnschranken so gut wären, wie es Ampeln schon längst sind", so Kölbl.

Auch bei den Bahn-Tarifen könnte sich einiges ändern, Wasserburg könnte Teil des MVV-Gebietes werden. Die Überlegungen sind laut Kölbl schon relativ weit gediehen. Der Landkreis Rosenheim müsste pro Jahr etwa 135- bis 150000 Euro zuschießen. Wermutstropfen: Dafür soll das Wasserburg-München-Ticket geopfert werden.

"25 Jahre hat sich keiner gemeldet, jetzt kommen sie", meinte Kölbl amüsiert zu den Bewerbern, die auf der Altstadtstrecke Züge fahren lassen wollen. Nach dem Beschluss des Stadtrates, die Strecke offiziell stillegen und entwidmen zu wollen, musste die Stadt sie zunächst öffentlich anderen Betreibern anbieten. Die Bewerbungsfrist endet am Freitag, 30.November. Bisher haben sich zwei Bewerber gemeldet, mit denen die Stadt dann in Verhandlungen treten wird.

Sylvia Hampfel (Wasserburger Zeitung)

Quelle: rosenheim24.de

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