"Die Zukunft wartet schon"

+
Musikalisch erzählte die 10f, wie die sechs Jahre auf der Realschule waren. Jetzt haben sie die Mittlere Reife in der Tasche und singen aus voller Brust "byebye".

Wasserburg - 196 Schülerinnen und Schüler  feierten ihre bestandene Mittlere Reife. Das Motto der Abschlussfeier: "As time goes by".

"As time goes by" hatten sich die Absolventen der Realschule als Motto für ihre Abschlussfeier ausgesucht, Dalis verlaufene Uhr schmückte die Bühne der Turnhalle und die Schule, wo die 196 Schülerinnen und Schüler ihre bestandene Mittlere Reife nach dem offiziellen Teil feierten.

"Stand by me" spielte die Schülerband und sangen die vier super Sängerinnen zu Beginn und Schulleiter Markus Hösl-Liebig freute sich über den "fetzigen Einstieg in der vollen Halle" bei seiner Begrüßung. Der rockige Sound der Schulband, die mitunter witzigen Rückblicke der Schüler auf die sechs Jahre an der Realschule, die bei den meisten Schülern losgelöste Stimmung machten diese Feier aus.

Zum Zwischenabschluss gratulierte stellvertretender Landrat Josef Huber den Absolventen. Sie hätten die Mittlere Reife geschafft, "aber die gibt es eigentlich garnicht entweder reif oder nicht". Also sei dieser Abschluss der Ausgangspunkt zum Aufbruch in das wirkliche Leben. Und dazu wünschte er eine gute Portion Optimismus und Glück.

Auch der Bürgermeister gratulierte den Absolventen, Michael Kölbl nannte das Schaffen der Mittleren Reife "die erste schulische Laufbahn beendet". Damit hätten sie ein solides Wissen erworben. Die Mittlere Reife sei bei Arbeitgebern sehr beliebt und Fachpersonal sei Mangelware. Egal ob sie jetzt in die berufliche Ausbildung einstiegen oder eine weiterführende Schule besuchten, "die Chancen stehen gut".

Die Geschichten von "Alice im Wunderland" verglich Elternbeiratsvorsitzender Dieter Klee mit den verschiedenen Situationen in sechs Jahren Realschulzeit. In Anlehnung an das weitere Alice-Buch wünschte er den Absolventen, sie mögen wie Alice auch hinter den Spiegel schauen und sie mögen erfolgreich sein.

Zurück blickte dann nicht nur Schulsprecherin Elisabeth Schwarz. Die sechs Jahre seien doch eine ziemlich schöne Zeit gewesen, meinte sie und bedankte sich im Namen aller Schüler bei den Lehrern, die ihnen immer auch beigestanden seien.

Musikalisch betrachtete die Klasse 10f ihre Schullaufbahn, in der sie "viel zu viel" gelernt hätten. Nach dem ersten Schrecken in der neuen Schule hätten sie gemerkt, was ihn bevorstehe, und die Schülerband spielte "Highway to hell", bei der Entscheidung der Wahl der Zweige in der 7. Klasse, da spielte die Band "so a saublöder dog" und zum Schluss, nach bestandener Mittlerer Reifeprüfung sang die ganze Klasse "Goodbye" und winkte mit weißen Tüchern.

"The man in black" nannten die beiden Moderatorinnen des Abends, Linda Fischer und Lisa Judemann, ihren Schulleiter Markus Hösl-Liebig. Der trug auch am Donnerstagabend Schwarz. "Fürchtet euch nicht, ich bin es, the man in black" begann er seine Ansprache mit vielen Wortspielereien an die Absolventen "Ego te absolvo", das passe absolut zum heutigen Tag, "absolvo, ich spreche dich frei, befreie dich, absolut, also ganz und gar, völlig vollendet". Mit viel Humor, aber auch Verantwortungsbewusstsein hätten die Schüler die Feier gestaltet, meinte Markus Hösl-Liebig, dessen Ansprache ebenfalls von beidem zeugte. "Absolut" ist ein Wodka, eine dieser Wodkaflaschen tauchte nach den letzten Prüfungen in der Schule auf und diese Geschichte verpackte der Schulleiter in seine weiteren Wortspiele. "Die Absolventen sind freigesprochen, die Zukunft wartet schon."

196 Zeugnisse überreichten dann die Lehrer der acht Klassen den Absolventen. Die Ehrung der Schulbesten übernahm stellvertretender Landrat Huber. Es waren Eva Ganslmeier, die als Schulbeste von Christoph Rosenzweig von der VR Bank außerdem noch 100 Euro bekam, Verena Pöschl, Michael Maier, Margarita Böhm, Katharina Huber, Tobias Summerer, Lisa Geidobler, Manuela Brenner, Maria Diepfinger, Christin Gröger, Christina Weber, Lisa Lachmann, Simon Dirnecker, Anja Dörringer und Sabrina Künzner. Erstmals ehrte die Realschule auch Schüler, die während ihrer Realschulzeit sich besonders engagierten. Im musikalischen Bereich waren das Verena Kaiser, Katrin Böck, Theresa Eder, Anna Mayer, Simone Kupsa, geehrt wurde Schülersprecherin Elisabeth Schwarz, im Bereich Schultheater Julia Trautvetter, die in etlichen Hauptrollen zu sehen war. Stefanie Thaller und Barbara Seitz erhielten diese Ehrung für etwas ganz anderes: Stunden verbrachten sie in ihrer Schulzeit mit der Pflege des Aquariums und der Fische. Die Angst des Schulleiters, dass diese nach dem Weggang der beiden zu leiden haben könnten, war umsonst. Es gibt Nachfolger.

vo/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Region Wasserburg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser