Wasserburger Pläne für Edel-Hotel immer konkreter

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Wasserburg - Ein hochwertiges Hotel soll an der Unteren Innstraße entstehen. Der Stadtrat machte nun den Weg durch eine Bebauungsplanänderung frei.

Bereits im Frühjahr hatten Dr. Jürgen Rauch und Helmut Wölfle ihr Vorhaben, an der Unteren Innstraße ein mindestens Vier-Sterne-Hotel zu bauen, im Bauausschuss vorgestellt (wir berichteten). "Bei den Planern herrscht offensichtlich Optimismus, dass der Plan auch umgesetzt wird, denn sie bleiben hartnäckig dran", stellte Bürgermeister Michael Kölbl in der letzten Stadtratssitzung des Jahres fest.

Da stand die Zustimmung zur Änderung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes auf der Tagesordnung. Markus Pöhmerer von der Ausschussgemeinschaft erinnerte daran, dass es vor gut einem halben Jahr im Bauausschuss hieß, die Bebauungsplanänderung komme erst, wenn die Sache konkret sei. Dabei bleibe es auch, so Kölbl, denn das Änderungsverfahren könne jederzeit gestoppt werden.

Dr.Rauch stellte dem Stadtrat das Projekt vor. Mindestens vier, eher fünf Sterne soll das Hotel haben, damit den bestehenden Hotels nicht das Wasser abgraben. 80 bis 90 Zimmer, Tagungs- und Konferenzräume sowie ein großer Wellnessbereich sind vorgesehen, die beiden Gebäude an der Ecke Untere Innstraße/Heisererplatz werden in den Hotelkomplex mit eingezogen. Man habe sich beim Entwurf des Hotels von der Architektur der Altstadt leiten lassen, so Rausch, allerdings die Fassade nicht historisierend gestaltet, sondern vielmehr die Höhen der Altstadthäuser und ihre Proportionen übernommen. Und auch die Innenhöfe aufgegriffen, das Hotel soll gleich zwei davon haben.

Eine eingeschossige Tiefgarage ist vorgesehen, eine zweigeschossige sei kurz angedacht gewesen, man wolle aber nicht zu sehr in den Wasserhaushalt eingreifen. Um das Hotel herum bleibe es grün, so Rausch, die Schrebergärten bleiben erhalten und die Realschule der größte Baukörper in diesem Teil der Altstadt.

Kölbl stellte fest, dass die Planer sich offensichtlich detailliert mit der Baustruktur Wasserburgs auseinandergesetzt hätten und dass sich dieses Vorhaben mit dem Masterplan des Landkreises in Sachen Hotelbedarf decke.

Hans Köck (CSU) wollte wissen, ob es schon einen Zeitplan gebe, denn gebaut würde doch wohl erst, wenn der Investor feststehe. Das bestätigte Wölfle, der deswegen auch keine genauen Zeitangaben machen wollte. Er gehe aber davon aus, dass mit dem Abflauen der Wirtschafts- und Finanzkrise zu den vorhandenen ernsthaften Interessenten im Frühjahr noch einige hinzu kämen.

Oliver Winter (CSU) wollte gleich im Bebauungsplanverfahren die Zufahrtsmöglichkeit für Busse geklärt wissen, denn wegen der bis dato fehlenden Wendemöglichkeiten könne das knifflig werden. "Ansonsten: Reschpekt, das schaut ansprechend aus."

Dr. Hermann Budenhofer (Ausschussgemeinschaft) hatte leichte Bedenken, dass einem Hotel in dieser Preisklasse - er ging von Zimmerpreisen zwischen 150 und 250 Euro aus - die Gäste fehlen könnten und fand darin Unterstützung von Marlene Hof-Hippke (SPD), die feststellte, dass Wasserburg diese Gäste nicht habe. "Im Moment nicht. Die kommen aber bei entsprechender Vermarktung", war Wölfle überzeugt. Zumal, wie Stadtbaumeister Manfred Förtsch-Menzel einwarf, der Chiemgau "nicht gerade übersät ist mit hochklassigen Hotels".

Lorenz Huber (Ausschussgemeinschaft) erinnerte seine Stadtratskollegen daran, dass solch ein Hotel auch qualifizierte Arbeitsplätze biete.

Letztendlich billigte der Stadtrat den Vorhaben- und Erschließungsplan sowie die Änderung des Bebauungsplanes "Realschule" einstimmig. syl

Quelle: rosenheim24.de

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