Brücke über Wuhrtal wohl kein Thema mehr

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Wasserburg - Zur seit zig Jahren diskutierten Umfahrung Wasserburg/Eiselfing liegt jetzt ein Zwischenergebnis des in Auftrag gegebenen Umweltverträglichkeitsgutachtens vor.

Demnach gibt es zwei Korridore für eine Straße, aber keine Brücke über das Wuhrtal .

In der jüngsten Sitzung des Stadtrats informierte Bürgermeister Michael Kölbl über das Zwischenergebnis des Büros Dr.Schober. Das Thema, ein Aufreger vor allem in Wahlkampfzeiten, löste im Stadtrat am Donnerstag noch keine größere Debatte aus, denn klar ist noch gar nichts bezüglich der technischen Machbarkeit, der Grundstückfragen oder der Kostenfrage.

Klar ist aber wohl, dass eine Brücke über die Wuhrtal kein Thema mehr ist. Für die erweiterte Untersuchung hatte das Büro Schober das Untersuchungsgebiet über den Bereich Wuhrtal/Schreinerei Huber ausgedehnt bis hin zum nördlichen Ortsrand von Bachmehring. Ein Ergebnis der Studie ist, dass neben den Wohngebäuden und deren unmittelbaren Umfeld auch das Wuhrtal aufgrund der sehr hochwertigen Wald- und Quellbiotope besonders schützenswert ist. Als relativ konfliktarme Korridore für Straßentrassen nennt das Büro den Raum zwischen der Hammermühle am Südende des Wuhrtals und dem Betrieb Huber sowie zwischen dem Betrieb Huber und dem nördlichen Ortsrand von Bachmehring.

"Jetzt ist klar, dass es keine Brücke über das Wuhrtal gibt", kommentierte Werner Gartner den Zwischenbericht. Für die SPD sei es eine wichtige Sache zu wissen, welche Trassen im Wahlkampf schlichtweg keine rechtliche Grundlage haben. Nun müsse man gemeinsam mit Eiselfing ein Lösung suchen.

Adil Oyan (Grüne) wollte beim jetztigen Stand der Dinge auf ein ausführliches Statement verzichten, zeigte sich aber froh, "dass es bei der nächsten Kommunalwahl andere Themen gibt".

Hans Köck (CSU) wollte Weiterführendes wissen etwa zum weiteren Straßenverlauf. "Alles noch nicht geklärt, alle diese Fragen kann man heute noch nicht beantworten", machte der Bürgermeister nochmals deutlich.

Das Landratsamt Rosenheim prüft nun aufgrund dieser Untersuchungen die technische Machbarkeit, Wirtschaftlichkeit und den verkehrlichen Nutzen für die beiden Trassenkorridore. Die Ergebnisse sollen im Oktober im Kreisausschuss vorgestellt werden.

vo/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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