Stahlfenster und -tür der Schranne erneut Thema im Hauptausschuss

Die "Fressluke" wird ausgebaut

+

Wasserburg - "Die Emotionen flachen langsam ab" meinte Bürgermeister Michael Kölbl, als es im Hauptausschuss um das Fenster der Schranne im Rathaus ging.

Der Tonfall der Wortmeldungen ließ auch einen anderen Schluss zu.

In seiner April-Sitzung hatte der Hauptausschuss beschlossen, dass überprüft werden soll, ob die Stahlrahmen zu streichen sind. Das sind sie, so Stadtbaumeisterin Mechthild Herrmann. Der mit dem Pinsel aufgetragene Anstrich habe einen handwerklicheren Charakter, den sie für passender zur Rathausfassade halte. Kosten werde das Ganze vermutlich einen "mittleren dreistelligen Betrag", schätzte Mechthild Hermann.

So soll es werden: Mit dieser Fotomontage wurde die neue Fensteransicht verdeutlicht. Mit einem etwas matteren Anstrich sei das wohl vertretbar, so der Ausschuss.

Andreas Roder (Wasserburger Block) erinnerte an den Rückbau der "Fressluke", des zu öffnenden Fensterteiles, "und zwar vor dem Anstrich, sonst befinden wir uns schon wieder im Ortsbereich Schilda". Roder sah zudem nicht ein, dass die Firma, die das Fenster eingebaut hatte, nun auch den Anstrich machen soll, das seien schließlich ganz schlichte Malerarbeiten. Oliver Winter (CSU) zog daraufhin seine Wortmeldung zurück, "ich schließe mich dem Kollegen Roder voll inhaltlich an."

Auch Werner Gartner (SPD) bestand auf dem Ausbau der "Fressluke", die sei immer verstellt, nie geöffnet und damit "überflüssig wie ein Kropf". Er verstehe gar nicht, wer "überhaupt auf die Schnapsidee gekommen" sei, die Luke einzubauen. Das habe sich beim Ortstermin so ergeben, warf Kölbl ein. Gartner wollte auch die neue Tür an der Seite der Schranne, die nicht auf der Tagesordnung stand, gestrichen haben, bekam da Rückendeckung von den Ausschusskollegen.

Lesen Sie auch:

Die Stadtbaumeisterin wies darauf hin, dass mit dem Ausbau des Mittelfensters die Kosten steigen. Auf Nachfrage von Elisabeth Fischer, die Herrmanns nicht vorbelastete Meinung hören wollte, erklärte diese, dass ihr die schlichte Lösung ohne Klappfenster am besten gefalle, die passe für ihre Begriffe am besten zum Rathaus.

Der Hauptausschuss beschloss einstimmig, dass erst das Mittelfenster im Schrannenfenster ausgebaut wird, dann der Stahlrahmen gestrichen und dass die Verwaltung nach einer Prüfung, ob auch an der Seitentür der Anstrich möglich ist, diesen ebenfalls veranlasst.

syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Region Wasserburg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser