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Beliebter Brauch

Nach sieben Jahren kommt der Hungerbaum

Hungerbaumfest überstanden
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Die Tradition des Hungerbaum-Aufstellen wird wieder modern

Rechtmehring - Verena und Tobias sind seit sieben Jahren ein Paar. Wie vielen aus dem Wasserburger Land ist den beiden jetzt ein Hungerbaum aufgestellt worden. Ein alter Brauch wird wieder modern.

Vielerorts steht so ein Hungerbaum. Denn wer nach sieben Jahren gemeinsamer Beziehung noch nicht verheiratet ist, bekommt den Hungerbaum in den Garten gesetzt. Grundsätzlich gilt: In den nächsten zwölf Monaten sollten die beiden nun also ihre Hochzeit planen. So sieht es meist das „Hungerbaum-Gesetz“ vor.

Verena und Tobias werden der Aufforderung zum Heiraten jedoch nicht ganz so eilig nachgehen. „In einigen Jahren vielleicht. Aber in den nächsten Monaten haben wir noch anderes vor“ grinsen die beiden.

Die gemeinsamen Freunde, darunter Mitglieder vom Motorradclub Pfaffing und der Stadtgarde Wasserburg, haben sich um das Errichten und Aufstellen des Baumes gekümmert. 60 gstandene Männer und fesche Madl haben ihn geschmückt und wie einen Maibaum in den Garten von Verenas Zuhause gekarrt.

Hungerbaumfest überstanden

Hungerbaumfest Verena und Tobias
Die Gäste werden mit einem Begrüßungsschnaps empfangen © Bauer
Hungerbaumfest Verena und Tobias
Der Baum rollt an © Bauer
Hungerbaumfest Verena und Tobias
Hungerbaumfest von Verena und Tobias © Bauer
Hungerbaumfest Verena und Tobias
Jetzt muss der richtige Platz gefunden werden © Bauer
Hungerbaumfest Verena und Tobias
Auch die Ankunft war schon lustig © Bauer
Hungerbaumfest Verena und Tobias
Hungerbaumfest von Verena und Tobias © Bauer
Hungerbaumfest Verena und Tobias
Es geht voran © Bauer
Hungerbaumfest Verena und Tobias
Verena und Tobias haben alles fest im Blick © Bauer
Hungerbaumfest Verena und Tobias
Alle packen mit an © Bauer
Hungerbaumfest Verena und Tobias
Wird's denn klappen? © Bauer
Hungerbaumfest Verena und Tobias
Hungerbaumfest von Verena und Tobias © Bauer
Hungerbaumfest Verena und Tobias
Es ist geschafft © Bauer
Hungerbaumfest Verena und Tobias
Hoch hinauf © Bauer
Hungerbaumfest Verena und Tobias
Viel Muskelschmalz ist gefragt © Bauer
Hungerbaumfest Verena und Tobias
Die letzten Arbeiten am aufgestellten Baum © Bauer
Hungerbaumfest Verena und Tobias
Voller Freude über die Aktion der Freude © Bauer
Hungerbaumfest Verena und Tobias
Die beiden sind überglücklich © Bauer
Hungerbaumfest Verena und Tobias
Die Tafel mit all den Unterschriften der Helfer © Bauer
Hungerbaumfest Verena und Tobias
Ohne Musik geht gar nix © Bauer
Hungerbaumfest Verena und Tobias
Bei der Ankunft wird schon mal bisserl gratscht © Bauer
Hungerbaumfest Verena und Tobias
Alle haben ihren Spaß © Bauer
Hungerbaumfest Verena und Tobias
Eine zünftige Runde hat sich versammelt © Bauer
Hungerbaumfest Verena und Tobias
Gar nicht so leicht © Bauer
Hungerbaumfest Verena und Tobias
Alle helfen mit © Bauer
Hungerbaumfest Verena und Tobias
Hungerbaum von Verena und Tobias © Bauer
Hungerbaumfest Verena und Tobias
Er steht, mal schauen wie viele Jahre © Bauer
Hungerbaumfest Verena und Tobias
Die beiden blicken auf die Regelliste, die nicht ganz ohne ist © Bauer
Hungerbaumfest Verena und Tobias
Hungerbaumfest von Verena und Tobias © Bauer
Hungerbaumfest Verena und Tobias
Soooo hoch! © Bauer
Hungerbaumfest Verena und Tobias
Alle Beteiligten beim Abschlussfoto © Bauer

Aufgezäumt ist der Hungerbaum nicht schlecht. Alle möglichen Utensilien kamen zum Einsatz: Darunter ein Helm, Altmetall, Verbände, Handschuhe und Spritzen, viele Motorradrahmen, alte Reifen, ein Kinderfahrrad, Lautsprecher und auch Kabel. Böse Zungen könnten es als Sperrmüll-Stange bezeichnen. Aber der Hungerbaum kommt bei den jungen Leuten wieder sehr in Mode. Es scheint, als würden alte Traditionen wieder aufleben.

Musik, eine Brotzeit und viel Stimmung

Bei Verena und Tobias war es ein großes Fest, das die beiden mit den Freunden gefeiert haben. Viel Muskelschmalz kam dann beim Eigentlichen Aufstellen noch zum Einsatz. Denn wie auch Hochzeits- oder Maibäume werden sie mit nur manuellen Hilfsmitteln gestemmt.

Gekonnt haben es die jungen Männer geschafft, der Hungerbaum steht nun im Garten von Verena in Rechtmehring. Und hier wird er seine Dienste tun. Denn einige Regeln gilt es nun einzuhalten.

Verena erzählt, dass nach 1 Jahr ein Fest veranstaltet wird, mit allen, die beim Aufstellen dabei waren. „Außerdem gibt es noch vieles zu befolgen“, erklären Verena und Tobias. „Wir müssen den Baum in Ehren halten, Unkräuter dürfen im Umkreis von 50 cm nicht um den Baum wachsen, auch eventuellen Krankheitsbefall vom Baum müssen wir verhindern“. Und es geht noch weiter. Tobias führt aus, dass die beiden um den Baum je nach Jahreszeit entsprechende Blumen pflanzen sollen sowie unangemeldete Kontrollbesuche der Aufsteller akzeptieren müssten. „Es muss auch immer für die Kontrolleure eine Brotzeit bereit stehen“ haben sich die beiden hinter die Ohren geschrieben.

Auch zu besonderen Festtagen, wie etwa Neujahr, Fasching, Ostern, 1. Mai, Pfingsten, Fronleichnam, Maria Himmelfahrt, Allerheiligen und Weihnachten, sieht es das „Hungerbaumgesetz“ vor, dass der Baum geschmückt werden müsse.

Außerdem muss für die Aufsteller bei der Hochzeit ein Ehrentanz gesichert sein. Die gesamten Punkte werden erst bei der kirchlichen Trauung der beiden nichtig, berichten die Zwei weiter. Es gibt also viel zu tun.

Und wenn die Hochzeit doch nicht kommt?

Der Hungerbaum bringt also viele Pflichten mit sich. Jahr für Jahr gibt es ein Hungerbaumfest, bis zum vierten Jahr nach dem Aufstellen. „Wenn wir danach noch immer nicht verheiratet sind, müssen wir mit der ganzen Gesellschaft das Fest am 1. Mai bei einem Wirt veranstalten“ erzählen Verena und Tobias weiter. Warum am 1. Mai? „Wir haben uns am 1. Mai zwar nicht kennen gelernt, aber an diesem Tag haben wir uns verliebt“ erinnert sich Verena noch sehr genau. „Es war beim Maibaumaufstellen in Rechtmehring, genau vor sieben Jahren.

Gekannt haben wir uns zwar schon länger, aber da kamen erst die Gefühle ins Spiel“. Seither gehen sie ihren Weg gemeinsam, mit vielen Hobbys, die den Alltag nochmal so schön machen: Motorradfahren, in die Therme gehen und gemeinsam kochen. Von wilder Fahrt bis gemeinsam relaxen, alles dabei. So kann die Zukunft weiter gehen.

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