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Neugestaltung beschlossen

Der Wasserburger Inndamm soll noch schöner werden

Früher war der Inndamm in Wasserburg ein typischer Spazierweg. Heute ist er mehr: ein Platz, an dem sich Passanten niederlassen, um Brotzeit zu machen, an dem Bürger sich in Corona-Zeiten unter freiem Himmel trafen, ein Areal zum Durchschnaufen. Diesem Wandel will die Stadt jetzt Rechnung tragen.

Wasserburg –Bänke, die etwas ungeordnet oder sogar falsch am Damm stehen, Mülleimer, die zu klein und unpraktisch sind, zu steile oder ausgeschwemmte Anbindungen: Diese Makel haben die Planer Günter Bodenburg und Harald Niederlöhner gemeinsam mit Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann bei Begehungen des Inndamms entdeckt. Ähnliches war auch bei der Aufstellung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) herausgekommen. Es stellte fest, dass diese kleinen Schönheitsfehler am Inndamm mit sogenannten Mikroprojekten behoben werden könnten. Trotzdem beschloss der Bauausschuss, die Expertise von Fachplanern hinzuzuziehen – damit die Mini-Vorhaben auch eine Maxiwirkung erzielen.

Bodenburg und Niederlöhner sind die Richtigen für diese Aufgaben, denn sie leben und arbeiten in Wasserburg. Und wussten deshalb auch aus eigener Erfahrung, wie sich die Funktion des Inndamms verändert hat – hin zu einem Erlebnisort, der auch die Areale an den Sandbänken umfasst.

Steine in Gruppen bündeln

Viele sitzen auch auf umgefallenen Baumstämmen oder auf Findlingen, berichteten die Planer. Sie schlugen vor, diese Steine in Gruppen zu bündeln – an Orten mit hoher Aufenthaltsqualität. Das ist vor allem dann gegeben, wenn der Platz im Sommer nicht in der prallen Sonne liegt und einen schönen Blick auf den Inn bietet, berichtete die Stadtbaumeisterin.

15 Findlinge neu zu situieren

Die Findlinge sollen vor ihrer Neusituierung auch etwas behandelt werden, sodass sie nicht mehr so scharfe Kanten aufweisen und sicher im Untergrund stehen. Eine Bearbeitung wartet auf etwa die Hälfte der 30 Findlinge.

Bänke mit Blick auf den Inn

Auch die bereits am Inndamm verteilten Bänke sollen daraufhin überprüft werden, ob sie richtig stehen. Das tun sie nicht immer. Es gibt sogar eine, die mit dem Rücken zum Inn aufgestellt ist.

Stück für Stück sollen die alten Bänke in unterschiedlichen Ausführungen durch neue mit einheitlichem Bild ersetzt werden. Der Ersatz, der im Gespräch ist, basiert auf Betonbeinen mit Sitzflächen aus unbehandeltem Holz. Hersteller ist eine Werkstatt der Lebenshilfe, mit dem Ankauf täte die Stadt also auch ein gutes Werk.

Durcheinander an Mülleimern

Viel Verbesserungsbedarf besteht bei der Müllentsorgung am Inn. Die Abfalleimer bieten ein Bild des Durcheinanders an Stilen. Eins eint fast alle Behälter: Sie haben keinen Deckel. Da sie während der Pandemie oft überquollen, flog der Müll herum, Vögel pickten Essenreste heraus. Die Situation hat sich laut Herrmann verbessert – weil die Gastronomie wieder geöffnet hat und viele, auch ehrenamtliche Müllsammler unterwegs sind.

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Außerdem gibt es Sanierungsbedarf bei einigen Wegen zum Inndamm: Flacher soll unter anderem die Verbindung von der Realschule aus werden.

Wolfgang Schmid (CSU) hatte noch einen Wunsch: ein kleines Stück Liegewiese oder Picknickrasen. Und er wies darauf hin, dass die Stadt bei den Planungen die Tatsache berücksichtigen soll, dass nicht das Areal des Inndammfestes zugestellt wird. Die Fraktionsvorsitzende von SPD und Linker Liste, Friederike Kayser-Büker, sprach von gelungenen Vorschlägen, wies jedoch darauf hin, dass ein Aufenthalt am Inn und Damm auch Gefahren bergen kann. Es gelte den Spagat zwischen Erholungsfunktion und Sicherheit zu bewältigen.

Flächen gehören dem Freistaat

Tatsache ist: Die Stadt ist, darauf wies Bürgermeister Michael Kölbl (SPD) mehrfach hin, nicht Eigentümerin der Flächen. Sie gehören dem Freistaat, vertreten durch das Wasserwirtschaftsamt. Alle Planungen müssen mit den Zuständigen abgesprochen werden.

Zweiter Bürgermeister Werner Gartner (SPD) kam abschließend ins Träumen: Er erinnerte an seine Kindheit, als der Inndamm für ihn und seine Altersgenossen eine Art Prärie mit Abenteuerpotenzial darstellte. Und als noch die Fähre über den Inn fuhr, damit die Wasserburger einen Ausflug ins Blaufeld machen konnten – samt Gaststätten- und Kegelbahnbesuch. Ende der 80er Jahre war damit Schluss. Die Wiederbelegung der Blaufeld-Fähre wäre ein Maxi-Vorhaben, vorerst geht es um Mini-Projekte mit Realisierungschance.

Rubriklistenbild: © Pixabay (Symbolbild)

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