Innenminister sieht schlimme Zustände

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Innenminister Herrmann beim Besuch der Polizeiinspektion Wasserburg. Im Hintergund Annemarie Biechl.

Wasserburg - Die Wasserburger Polizei braucht ein neues Dienstgebäude. Wie bitter das nötig ist, hat sich Innenminister Herrmann persönlich angesehen.

Der Boden quietscht, die Räume sind dunkel und die Sicherheitseinrichtungen mangelhaft – normalerweise denkt man da eher an ein dunkles Verließ, doch das ist leider die traurige Realität in der Wasserburger Polizeiinspektion. Der größte Wunsch der Wasserburger Polizisten: Eine neue Polizeiinspektion. Um auf ihre derzeitige Lage hinzuweisen luden die Polizeiinspektion Wasserburg in Zusammenarbeit mit Annemarie Biechl (CSU) und Parteikollege Otto Lederer den bayerischen Innenminister Joachim Herrmann nach Wasserburg ein.

Fast pünktlich traf der Staatsminister des Inneren Joachim Herrmann (auch CSU) an der Polizeiinspektion im Wasserburger Norden ein. Nach einer kurzen Begrüßung schilderte ihm der Wasserburger Polizeihauptkommissar Brandt die aktuelle missliche Lage der Polizeiinspektion. Vom Schimmel im Erdgeschoss, über quietschende Böden bis hin zur fehlenden Ausstattung für körperlich beeinträchtigte Personen. „Auch wenn unsere derzeitige Dienststelle recht zentral in der Altstadt liegt, gibt es viele Dinge, die geändert werden müssen“, sagte der Polizeihauptkommissar. „Eine Sanierung wäre hier wohl unmöglich“.

Das zum Teil schon sehr stark abgenutzte Inventar erinnert sehr an die 60er Jahre, der mit Teppich bezogene Holzboden an ein dunkles Relikt der Vergangenheit und das Geräusch beim Betreten der Besuchertreppe an die dezenten Hintergrundgeräusche eines Horrorfilmes. Wie soll es nur weiter gehen mit der Polizeiinspektion Wasserburg?

Innenminister Joachim Herrmann machte sich selbst ein Bild davon und zeigte sich über den Zustand sehr schockiert „Es erinnert mich hier vieles an die frühere Polizeiinspektion in Holzkirchen, die auch in solch einem katastrophalen Zustand war. Nur hier ist es schlimmer!“ Auch die Landtagsabgeordnete Annemarie Biechl und Ihr Kollege Otto Lederer schlossen sich dieser Aussage an.

Innenminister bei der Wasserburger Polizei

Doch es gibt einen Lichtblick für die Wasserburger Polizisten. Herrmann konnte zwar noch keine verbindliche Zusage für den Neubau erteilen, will sich aber persönlich und politisch für eine bessere Situation der Polizisten einsetzten. Erste Gespräche laufen schon. So wurde bereits ein Grundstück in der Nähe des Inn-Salzach-Klinikums, das derzeit im Besitz des Bezirks Oberbayerns ist, ins Auge gefasst.

Doch es wird noch ein bisschen dauern, bis auch Wasserburg eine moderne Polizeiinspektion hat. „Bis dahin bleibt es nur dabei, den Polizisten in Wasserburg für Ihren unermüdlichen Einsatz zu danken. Es ist viel Arbeit in einem Einzugsgebiet von circa 43.000 Menschen für Sicherheit zu sorgen. Vielen Dank dafür!“ Mit diesen Worten verabschiedete sich Joachim Herrmann von der Wasserburger Polizeiinspektion.

Evoy

Quelle: rosenheim24.de

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