Mehr Kraft aus dem Wasser

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Große Investitionen hat der Verbund in den nächsten Jahren am Wasserburger Innkraftwerk vor.

Wasserburg - Viele Millionen will der Verbund, Eigentümer des Innkraftwerkes, in den kommenden Jahren in Effizienzsteigerung, Infrastruktur- und Umweltmaßnahmen investieren.

Erst die Stadt mit vielen kommunalen Partnern beim Kauf der Innkraftwerke ausgestochen, dann "Heuschreckenalarm" wegen beteiligungsinteressierter Fonds - der Einstand des Verbund als Inhaber des Kraftwerks oberhalb der Stadt hätte glatter gehen können. "Es war schon gut, dass wir uns den Wasserburgern gleich bei der Turbineneinweihung vorstellen konnten", sagt Dr.Karl Heinz Gruber, Geschäftsführer der Verbund Innkraftwerke GmbH und Verbund-Gesamtvorstandsmitglied.

Der Verbund ist Wasserkraft-Profi, seit Jahrzehnten auf diesem Sektor der Stromerzeugung aktiv und Besitzer beziehungsweise Betreiber von mittlerweile 123 Wasserkraftwerken in Österreich und Bayern. Das gesammelte Wissen soll in den nächsten Jahren auch dem Wasserburger Innkraftwerk zugute kommen. Zwischen zehn und zwölf Millionen Euro werden investiert. Unter anderem in die Effizienzsteigerung. Das betrifft dann vor allem die Technik, die Spaziergänger in den Innauen oder zur Kapuzinerinsel nicht sehen.

Aber es sind auch sichtbare Maßnahmen geplant, unter anderem wird an den charakteristischen Kränen gearbeitet. Zudem legt der Verbund laut Gruber Wert auf Infrastruktur- und Umweltmaßnahmen, die der jeweiligen Region zugute kommen. Ob nun eine Fischtreppe oder Radweg gebaut wird oder ein lokales Projekt wie die Wiederbelebung der Innaltwässer in der Attlerau unterstützt wird.

In diese Kategorie fällt auch der seit langem gewünschte Fußgängerübergang. "Eine schwierige und komplexe Angelegenheit" - unter anderem auch wegen der Haftungsfragen -, so Gruber, derer sich der Verbund aber durchaus bewusst sei. Der Übergang müsse in ein Gesamtpaket passen, das im Rahmen der Konzessionsverhandlungen geschnürt werde. Diese Verhandlungen laufen bereits, denn die Konzession für die Innkraftwerke Wasserburg, Teufelsbruck und Gars läuft 2013 aus. Bürgermeister Michael Kölbl hat den Wunsch nach dem Übergang offiziell in die Verhandlungen eingebracht.

Beim Verkauf der 13 bayerischen Innkraftwerke an den Verbund gab es die Absprache mit dem Freistaat Bayern, bis zu 30 Prozent der Anteile an Kommunen - die selbst am Kauf der Innkraftwerke interessiert waren - zu verkaufen. Gerade 3,5 Prozent sind bisher verkauft, unter anderem an die Stadtwerke Ismaning, Landkreis, Stadt und Stadtwerke Altötting und die Stadtwerke Wasserburg. Die Tür sei weiter offen, versicherte Gruber. Altöttings Landrat Erwin Schneider, der zentrale Ansprechpartner für kommunale Beteiligungen, vermelde immer wieder Anfragen, "aber die Finanzkrise hat sich da schon bemerkbar gemacht", erklärt Gruber die gedämpfte Nachfrage.

syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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