Fahrradhelme können Leben retten!

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Umgekippt und nichts passiert. Besonders für Kinder ist ein Fahrradhelm wichtig, weil sie oft noch etwas unsicher auf zwei Rädern unterwegs sind.

Wasserburg - Pünktlich zum Beginn der Radl-Saison geben die Johanniter Tipps zu Kauf und Pflege eines entsprechenden Helms.

Strahlender Sonnenschein in Bayern. Damit steht der ersten großen Fahrradtour am Wochenende nichts im Weg. Doch Vorsicht: Jährlich verunglücken in Deutschland bis zu 80.000 Radfahrer, rund 400 davon tödlich. Stürzt ein Radfahrer vornüber auf die Straße, trägt er oft schwere Kopfverletzungen davon. Ein Fahrradhelm reduziert dieses Risiko um bis zu 88 Prozent.

Besonders wichtig ist ein Helm für Kinder. "Die Kleinen sind oft noch etwas unsicher auf zwei Rädern unterwegs. Außerdem können sie Gefahren im Straßenverkehr schlechter einschätzen und werden von Autofahrern leichter übersehen", warnt Rettungssanitäter Alexander Erbe, der in Wasserburg die Fahrradstaffel der Johanniter leitet. "Ein Fahrradhelm hat schon vielen Kindern das Leben gerettet." Damit er auch getragen wird, sollte das Kind sich selbst ein Modell aussuchen dürfen. Helle, leuchtende Farben sorgen dafür, dass die Kleinen besser gesehen werden.

Damit der Helm seine Aufgabe erfüllen kann, muss er perfekt sitzen. "Nicht jeder Helm passt zu jeder Kopfform. Beim Kauf sollten Sie daher vor allem darauf achten, dass der Helm nicht wackelt oder verrutscht", rät Erbe. "Der Helm sollte zudem ein anerkanntes Prüfzeichen wie GS, CE, DIN oder EN tragen." Stirn, Schläfen und Hinterkopf müssen sicher abdeckt sein.

Enorm wichtig ist der richtige Sitz des Kinnriemens, damit der Helm während der Fahrt nicht plötzlich rutscht und die Sicht nimmt. Gleichzeitig darf der Riemen aber auch nicht drücken - insbesondere nicht auf Halsschlagader oder Ohren.

Der Verschluss muss sicher und einfach einrasten und seitlich sitzen, damit sich der Helm bei einem Sturz nicht vom Kopf lösen kann. Außerdem sollte ein guter Fahrradhelm über Lüftungsschlitze und Netz verfügen. Letztere schützen vor Insekten, die während der Fahrt unter die Helmschale gelangen können.

Nach einem Sturz muss der Fahrradhelm ausgetauscht werden; auch dann, wenn weder Kratzer noch Beulen zu erkennen sind. Denn schon ein kleiner Aufprall kann zu einer nicht sichtbaren Verformung der Helmstruktur führen. Auch ohne Sturz sollte der Helm nach fünf Jahren ersetzt werden, denn auf Dauer verliert der Kunststoff an Festigkeit. Solange hält er jedoch nur, wenn er richtig gepflegt wird: Eine verschmutzte Helmschale sollte nie mit aggressiven Reinigungsmitteln gereinigt werden. Diese Mittel können die Stabilität beeinträchtigen.

Presseinformation Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Quelle: rosenheim24.de

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