Johanniter wollen Farbe gegen Rechts bekennen

Wasserburg - Seit Anfang April engagieren sich die Johanniter gegen den Rechtsextremismus. Der rechten Szene soll so der Nährboden genommen werden.

Die Johanniter in Bayern sind seit Anfang April Mitglied im "Bayerischen Bündnis für Toleranz - Demokratie und Menschenwürde schützen e.V.". Mit der Mitgliedschaft wollen die Johanniter in Bayern Farbe bekennen und sich aktiv gegen Rechtsextremismus engagieren.

"Seit dem 12. Jahrhundert setzen sich die Johanniter für die Schwachen in unserer Gesellschaft ein. Dazu gehört es für uns heute auch, dass wir als Werk des evangelischen Johanniterordens Toleranz, Menschenwürde und Demokratie aktiv fördern, damit der rechten Szene der Nährboden für ihr Gedankengut genommen wird.", so Alexander Graf von Gneisenau, Mitglied im Landesvorstand der Johanniter in Bayern.

Die nächste öffentliche Veranstaltung des Vereins ist ein bayernweiter Aktionstag gegen Rechtsextremismus mit dem Bayerischen Fußball-Verband am kommenden Samstag. Der Aktionstag findet an verschiedenen Spielorten der Bayernliga Nord und Süd statt.

Die Johanniter werden durch Landesvorstand Graf Gneisenau beim Bayernligaspiel zwischen dem BCF Wolfratshausen und dem FC Unterföhring am Samstag, 27. April,l vertreten sein. Vor dem Spiel, das um 16 Uhr angepfiffen wird, informieren Vertreter des Vereins Presse und Fans über die Anliegen und Aktivitäten des Bündnisses. Oft nutzen Rechtsextremisten das Fußballstadion als Bühne und tragen Aggression und Gewalt auf die Plätze und Ränge, nicht selten auch in die Vereine.

Das Bündnis unter dem ehemaligen evangelischen Landesbischof Dr. Johannes Friedrich ist ein Zusammenschluss von staatlichen, kommunalen, religiösen und zivilgesellschaftlichen Gruppierungen. Derzeit engagieren sich neben den Johannitern in Bayern rund 50 weitere Organisationen für Demokratie und Toleranz und gegen Rechtsextremismus.

Pressemitteilung Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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