Signale zum Kino-Neubau sind positiv

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Entwurf vom Architektenbüro Kammerl und Partner. So könnte das Kino unter der Rampe aussehen.

Wasserburg - Der Neubau eines Kinos unter der Rampe ist umsetzbar. Das bestätigt nun auch ein TÜV-Gutachten, das der Stadtrat in Auftrag gegeben hatte.

Baulich ist das möglich, so das Ergebnis des TÜV-Gutachtens zu einem Kino unter der Rampe, das die Stadt in Auftrag gegeben hatte. Mit "sehr gut" bewertet ein Standortgutachten ein Kino dort. "Das wäre eine super Sache", sagt Rainer Gottwald, Betreiber des Kino Utopia.

Vor 18 Jahren stieg Rainer Gottwald mit ein ins Kinogeschäft, seit ein paar Jahren ist er alleiniger Betreiber. Für sein Programmkino bekommt das Utopia in der Herrengasse jedes Jahr einen Preis, einmal vom Bund, einmal vom Land. Aber: "Das hier ist nicht mehr zeitgemäß, technisch veraltet, investieren lohnt sich definitiv nicht", sagt Gottwald. Die Säle seien zu klein, die Leinwände sollten einfach größer sein, die Zuschauer mehr Platz haben und von allen Sitzen gleich gute Sicht haben. In den letzten Jahren kamen zwischen 32000 bis 36000 Besucher im Jahr, "gar nicht so schlecht für ein Kino in dieser Größe, auch wenn es nicht mehr zeitgemäß ist, läuft es Gott sei Dank immer noch relativ gut", sagt der Kinobetreiber. Aber auch: "Die jungen Leute erreiche ich nicht", die stünden eben auf große Leinwände oder 3 D.

Ideen für ein neues Kino an einem anderen Standort gab es immer wieder. Am konkretesten waren die Pläne in die frühere Reisinger-Halle umzuziehen. Kurz sprach man über eine Möglichkeit in der Tegernau oder auch in einer früheren Gronbach-Werkstätte. Geworden ist aus verschiedenen Gründen nichts aus diesen Überlegungen. "Jetzt sieht es schon anders aus", meint Rainer Gottwald und zeigt ein Bild der Computeranimation des Architekten, wie der moderne Bau mit vier Kinosälen, zwei mit 120 Plätzen, zwei mit 60 Plätzen unter der Rampe aussehen könnte. Das betriebswirtschaftliche Standortgutachten, das in Deutschland zwei Firmen für die Kinos machen, geht davon aus, dass die Besucherzahl im Vergleich zur jetzigen mehr als verdoppelt werden könnte. Programmkino soll das Utopia bleiben, aber man könnte auch die ganz großen Filme besser zeigen, "wir hätten ein größeres Angebot, eine ganz andere Auslastung, ich bin überzeugt, dass das läuft", so Rainer Gottwald, der auch in Sachen Finanzierung optimistisch ist.

Komplett mit der gesamten Einrichtung geht man von Kosten von rund 1,3 Millionen aus. 350 000 bis 400 000 Euro muss Gottwald aufbringen und hofft auf Investoren. Und auch das sieht er optimistisch, "einen habe ich bereits".

Positiv sind auch die Signale seitens der Stadt, der der Grund im Bereich der Rampe gehört. "Der Hauptausschuss konnte sich in nichtöffentlicher Sitzung gut vorstellen, den Grund auf Erbpacht zur Verfügung zu stellen", so Bürgermeister Michael Kölbl.

Rainer Gottwald hofft nun, noch Investoren zu finden. In das alte Kino muss er im neuen Jahr doch noch Geld hineinstecken für die Digitalisierung, um die 100000 Euro rechnet er. Die Technik könnte allerdings mit umziehen. Und auch für das Open-Air beim Stoa steht das Thema Digitalisierung an. Die Technik auszuleihen kostet für einen Monat um die 10000 Euro. "Aber das würde ich nie aufgeben, der Stoa ist ein echtes Highlight im Jahr", sagt Gottwald.

vo/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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