Die Umsetzungsjahre beginnen

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Wasserburg - Dem Planungsjahr 2012 folgt nun das "Umsetzungsjahr" 2013. Das erste von mehreren, in denen Wasserburg die Ideen Realität werden lässt.

Drei bis vier Jahre in Folge sind allein für die Mittelschule mindestens fünf Millionen Euro verplant. Es bleibt dennoch Luft für Investitionen - den zuverlässigen Gewerbe- und Einkommensteuerzahlern sei's gedankt.

Seit Jahren wird darüber geredet, zum Teil gestritten und heuer geht es nun los mit der Sanierung der Mittelschule inklusive Turnhallenneubau. Knackige 6,75 Millionen Euro hat Stadtkämmerer Konrad Doser im Haushalt 2013 für den Abriss der alten Turnhalle, den Bau der neuen Zweifachturnhalle und den Aufbau der Containerschule vorgesehen. Etwa je fünf Millionen werden es nach dem vorliegenden Entwurf für Haushalts- und Finanzplan 2014 und 2015 sein. "Das ist die größte Investition der Stadt seit dem Bau der Kläranlage vor gut 25 Jahren", so Bürgermeister Michael Kölbl.

Dass dem sparsamen Bürgermeister und seinem noch sparsameren Stadtkämmerer angesichts dieses Riesenprojektes nicht mulmig wird, liegt vor allem daran, dass die Einnahmen "ordentlich" sind, wie es Kölbl formuliert. Der Einkommenssteueranteil der Stadt steigt stetig, heuer sind es etwa 5,4 Millionen Euro. Die Gewerbesteuer, die Doser traditionell vorsichtig taxiert, ist mit 9,2 Millionen Euro veranschlagt. Zumeist wurde es in der Vergangenheit etwa eine Million mehr.

Günstige Zinsen: Fünf-Millionen-Kredit

Und so hat sich der Vermögenshaushalt, der Auskunft über die geplanten Investitionen gibt, von 2012 auf 2013 nahezu verdoppelt, beträgt knapp elf Millionen Euro. Wegen der extrem günstigen Zinslage haben sich Kämmerer, Bürgermeister und Stadträte in den nicht öffentlichen Haushaltsvorberatungen dazu entschlossen, einen Kredit über fünf Millionen aufzunehmen und nicht massiv auf die Rücklagen der Stadt zurückzugreifen. Zumal die im Zweifelsfalle mehr Zinsen bringen, als derzeit für Kredite anfallen. Noch dazu gibt es etliche Programme für zinsverbilligte Darlehen für energetische Sanierungen, barrierefreies Bauen und dergleichen mehr. "Trifft alles auf die Mittelschule zu - also sollten wir diese Möglichkeiten auch nutzen", findet nicht nur der Bürgermeister.

"Deutlich mehr Rücklagen als Schulden" hatte die Stadt laut Kölbl zum Jahreswechsel. Sechs Millionen Euro Rücklagen standen 3,5 Millionen Schulden gegenüber. Am 31.Januar 2013 werden es voraussichtlich acht Millionen Euro Schulden bei 5,5 Millionen Rücklage sein.

Vier Millionen Euro bleiben laut Haushaltsentwurf heuer noch für Investitionen übrig, zieht man das Großprojekt Mittelschule mit Turnhalle ab. 1,25 Millionen fließen "in eine Selbstverständlichkeit, die einen Haufen Geld kostet", so Kölbl, nämlich in die Sanierung des Kanalnetzes in Reitmehring. Bis diese komplett ist, sind es mindestens drei Millionen Euro.

Zum Haushaltsplan - der heute Abend vom Stadtrat verabschiedet werden soll - gehört auch der Finanzplan, aus dem ersichtlich ist, was in den kommenden drei Haushaltsjahren jetzt schon vorgesehen ist. Dort finden sich natürlich die Mittelschulsanierung und der Reitmehringer Kanal. Aber auch die Sanierung des Feuerwehrhauses in der Altstadt für rund eine Million Euro. Und der Bau eines Zentraldepots für das Städtische Museum, Kostenpunkt geschätzte zwei Millionen Euro. "Das Depot wird gebraucht, das muss gebaut werden", so Kölbl, "und die Luft dafür haben wir in den nächsten Jahren."

syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Region Wasserburg

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser