Neues Pfarrhaus: Ein Zentrum für alle

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Architekt Richard Kröff, Kirchenpfleger Markus Pöhmerer, Vetrauensfau im Kirchenvorstand Katrin Meindl, Pfarrerin Cordula Hellfelder und Dekanin Hanna Wirth bei der Einweihung am Sonntag.

Wasserburg - Energetisch auf dem neuesten Stand ist das neue evangelische Pfarrhaus. Jetzt wurde es offiziell eingeweiht. 

Es soll ein familiäres Zentrum sein und der Tag der Einweihung war auch gleich ein richtiges Familienfest.

"Lachen und Tränen können hier möglich sein, die Menschen sollen sich nicht nur versorgt und verwaltet fühlen", wünschte Dekanin Hanna Wirth dem neuen Pfarrhaus der evangelischen Gemeinde an der Surauerstraße für die Zukunft. Bei dessen Einweihung, zugleich das Gemeindefest, konnte das neue Bauwerk seine gemeinschaftsfördernde Wirkung gleich erproben.

Neben der Wohnung für die Familie der Pfarrerin Cordula Zellfelder entstanden neue funktionale Büro- und Amtsräume sowie eine besonderen Anbindung an das Gemeindehaus, alles behindertengerecht, versteht sich. Ein gelungenes Werk, das war am Ende die einhellige Meinung.

Kirchenpfleger Markus Pöhmerer, dessen unermüdlicher Einsatz erst einen solchen Bau ermöglicht habe, so Katrin Meindl Vertrauensfrau im Kirchenvorstand, hatte jedenfalls allen Grund sich zu freuen, fand sein Wirken zum Wohle der Gemeinde doch rundherum uneingeschränkte Anerkennung.

Den Quellstein eroberten die Kinder.

In seinem Rückblick auf sechseinhalb Jahre Planung und Bau verwies er besonders auf die Notwendigkeit dieses Neubaus, der auf die Zukunft hin ausgelegt sei. Da er "für seine Sesshaftigkeit auf dem Geldsäckel" bekannt sei, war ihm auch vor allem die Finanzierbarkeit ein Anliegen. 735.000 Euro lautete die letzte Kostenschätzung, die auch wegen des Einsturzes einer Giebelwand während der Abrissarbeiten der alten Büroräume oder der fehlenden Tragkraft der alten Kellerdecke den alten Rahmen überstiegen hätten, mussten erst zusammengebracht sein. Dass dann noch ein feststeckender Bagger die Bauarbeiten unerwartet verzögerte, sei noch dazugekommen. Allerdings waren, so Pöhmerer, keine größeren Verletzungen zu beklagen "und schließlich wurde doch alles irgendwie fertig".

Als Niedrigenergiehaus auf dem nur noch die Fotovoltaik-Anlage zum Beheizen der Kirche im Winter fehle, sei energetisch auf dem neuesten Stand geplant worden. Vor allem der überdachte Vorplatz zwischen Gemeindehaus und Kirche solle sich nun zum neuen Kommunikationszentrum der Kirchengemeinde entwickeln. Einziger Luxus sei der Quellstein als Brunnen in der Mitte der Freifläche, gespeist mit Wasser aus einer Zisterne.

Dank sagte Pöhmerer all denen, die am Gelingen des Werkes beteiligt waren. Hier hätten Planer und Handwerker ihr Bestes gegeben, Sponsoren und Ehrenamtliche mit ihrer Hilfe viel Geld eingespart.

Harmonie im Ablauf bestätigte Architekt Richard Kröff im Grußwort den Verantwortlichen und er hob hervor, dass hier ein gutes, multifunktionales Ergebnis und ein Ort besonderer Kraft entstanden sei, den sein Mitarbeiter Helge Huber mit viel Herzblut geplant habe. Symbolisch überreichte er statt eines Schlüssels eine große Schale mit Blumen.

Bürgermeister Michael Kölbl, der die Geschwindigkeit der Arbeiten in der letzten Woche nachträglich bestaunte, hob in seinem Grußwort lobend hervor, dass vor Ort ein familiäres Zentrum entstanden sei, das jedem die Möglichkeit gebe sich zuhause zu fühlen. Es sei viel mehr als nur ein Pfarrhaus entstanden.

Dekanin Hanna Wirth stellte vor der offiziellen Einweihung fest, dass das neue Gebäude fest in weiblicher Hand sei, die "Pfarrhausfrauen" in Form von Pfarrerin und Sekretärin an erster Stelle aber auch im Verbund mit den anderen weiblichen Mitarbeitern könnten nun uneingeschränkt wirken und damit Segen vom neuen Haus ausgehen. "Die Zeit der Einschränkungen und stark eingeschränkten Arbeitsbedingungen ist nun vorbei, es ist ein Ort entstanden wo es sich gut sein und leben lässt. Auf alle Fälle helfe Gottes Segen".

kr/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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