Mit Lehrerversorgung zufrieden

Wasserburg - Auch für die vielen Schüler an den sechs Schulen im Raum Wasserburg beginnt ab morgen wieder der Ernst des Lebens.

Für 58 Kinder beginnt morgen die Schulzeit in der Grundschule am Gries, für 34 Kinder in der Grundschule in Reitmehring. Mit 1274 Schülern startet die Realschule das neue Schuljahr, das Gymnasium mit 1024, die Mittelschule mit 415 und die FOS mit 187 neuen Schülern.

Vor zehn Jahren hatte die Grundschule am Gries noch um die 400 Kinder, Klassen mussten ausgelagert werden, heuer sind es noch 252 Kinder. Schulleiterin Christa Fiedler spürt deutlich: "Die Zahl geht zurück, wir hoffen auf Neubaugebiete". Sieben Kinder weniger als im vergangenen Jahr werden morgen mit ihren Schultüten den ersten Schultag erleben. 21 Kinder besuchen die Ganztagsklasse. Die Mittagsbetreuung ist im neuen Schuljahr erweitert, es gibt eine Betreuung nach dem Mittagessen bis 15.30 Uhr und zwei längere bis 16 Uhr. Eingestellt hat der Förderverein, der die Mittagsbetreuung stellt, heuer erstmals eine Sozialpädagogin. Bei all den vielen Angeboten "ist die Schule voll bis unters Dach".

Die acht Klassen in der Reitmehringer Schule sind alle doppelzügig, "der Einbruch der Schülerzahlen war bei uns vor ein, zwei Jahren und kommt, wenn die Zahlen der Statistik stimmen, wohl auch nochmals im nächsten oder übernächsten Jahr", sagt Schulleiter Franz Stadler. Ungefähr 50 Kinder, das ist mehr als ein Drittel aller Schüler in Reitmehring, sind in der Mittags- und Hausaufgabenbetreuung, heuer allerdings habe sich die bisher steigende Nachfrage für eine Mittagsbetreuung auf dem Vorjahresniveau eingependelt.

Ein Viertel aller Schüler der Wasserburger Mittelschule besuchen die sechs Ganztagesklassen. Mit 56 neuen Schülern sind das ein paar weniger als im Vorjahr, "was Frau Fiedler jetzt spürt, diesen Rückgang werden wir in drei oder vier Jahren spüren", sagt Rektor Franz Stein.

Die Schülerzahlen an der Realschule bleiben im Vergleich zum Vorjahr unverändert, "in den nächsten Jahren werden es weniger werden", sagt Schulleiter Markus Hösl-Liebig. Die 192 neuen Realschüler werden in sieben Klassen unterrichtet. Zur Lehrerversorgung meint der Schulleiter "ich bin ganz zufrieden, ich kann mich nicht beschweren". Richtig zufrieden ist er, dass das Projekt "Mittlere Führungsebene" endlich durch sei und die acht Mitglieder in der erweiterten Schulleitung nun auch weisungsbefugt sind. Jeder von ihnen hat ein Team von bis zu zwölf Lehrkräften, die sich mit verschiedenen Themen von Schulorganisation über den Bereich Berufsfindung oder Wertearbeit bis zur Krisenintervention beschäftigen. "Eine gute Sache, das weite Feld der Schule ist in allen Bereichen professionell abgedeckt, Aufgaben können genau verteilt werden und alle sind miteingebunden", so Hösl-Liebig.

Etwas kleiner geworden ist die Schülerzahl am Wasserburger Gymnasium. Statt der fünf bis sechs Eingangsklassen in den vergangenen Jahren sind es heuer vier mit 120 neuen Gymnasiasten, Unterricht im Container findet im neuen Schuljahr nicht mehr statt, "eine angenehme Sache", sagt Studienrat Valentin Fiedler. Der gesamte Pflichtunterricht sei abgedeckt, die eigene Suche nach Aushilfen bei der Lehrerschaft sei erfolgreich gewesen. Neu am Luitpold-Gymnasium ist die Einführung einer offenen Ganztagsschule, die das Fischer Netzwerk übernimmt. Ab 13 Uhr nach dem gemeinsamen Mittagessen übernimmt der auswärtige Schulpartner drei Stunden die Betreuung mit verschiedenen Angeboten. 44 Schüler machen mit, für die Eltern ist das Angebot kostenfrei.

187 junge Leute beginnen morgen an der FOS. War dort die Richtung Technik im vergangenen Jahr die schwächste, holt diese heuer wieder auf. In vier Klassen werden bei der BOS 85 Schüler unterrichtet. Mit der Lehrersituation ist Schulleiter Johann Schaller nicht unzufrieden, die Raumsituation allerdings sei angespannt. So habe man für die neue Technikerschule für Kunstofftechnik und Faserverbundtechnologie der BOS einen Raum im früheren Landwirtschaftsamt abgegeben. Erfreulich sei, so Schaller, dass die Wasserburger FOS bayernweit als eine von acht im Schulversuch CAS (Computer-Allgebra-System) dabei ist. Ein mathematisches Computerprogramm unterstützt rechenschwächere Schüler und schult in Medienkompetenz.

vo/Wasserburger-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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