Kriminalstatistik: Immer mehr Gewalttaten

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Wasserburg - Immer weniger Diebstähle, kein einziger Mord, aber viel Vandalismus: Beim Sicherheitsgespräch der Polizei wurde die Kiminalstatistik von 2012 vorgestellt.

Zum jährlichen Sicherheitsgespräch trafen sich bei der Polizeiinspektion Wasserburg die Bürgermeister des Dienstbereiches. Von der Polizeiinspektion Wasserburg waren der Dienststellenleiter, erster Polizeihauptkommisar Brandt, sein Vertreter Polizeihauptkommisar Gottwald sowie Polizeihauptkommisar Niessner als Verkehrsexperte anwesend. Es wurde ein Rückblick auf die Kriminalitätslage und Unfallentwicklung des Jahres 2012 gehalten.

Für 2012 meldet die Polizeiinspektion Wasserburg folgende Kriminalitätslage:

1347 Straftaten mussten 2012 bearbeitet werden. Dies bedeutete, im Trend des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd liegend, einen geringfügigen Anstieg von 24 Fälle beziehungsweise 1,8% gegenüber dem Vorjahr. Dies war die zweitniedrigste Anzahl seit 1998. Aufgeklärt wurden 865 Delikte. Die Aufklärungsquote betrug 64,2%.

Gegenüber dem Vorjahr ist die Anzahl aller Diebstähle um 7,7% gesunken. Ladendiebstähle und einfache Diebstähle gingen um 8,2% beziehungsweise 9,9% zurück. Bereits im Vorjahr waren die Ladendiebstähle um 19,7% gesunken. Schwere Diebstähle verringerten sich um 1,9%. Tageswohnungseinbrüche nahmen um glatte 40% ab. Auch bei Fahrraddiebstählen war ein Rückgang von immerhin 26,1% zu verzeichnen.

Die Gewaltkriminalität ist jedoch 2012 insgesamt um 17,4% gestiegen. 134 (Vorjahr 159) vorsätzliche Körperverletzungsdelikte (minus 15,7%) und 48 (Vorjahr 42) gefährliche und schwere Körperverletzungsdelikte (+ 14,4%) kamen bei der Polizeiinspektion Wasserburg zur Anzeige.

Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung blieben mit 13 Fällen (Vorjahr 12) nahezu konstant.

Erfreulich ist, dass es im vergangenen Jahr keine einzige Straftat gegen das Leben gab.

Ein teures Ärgernis bleibt der Vandalismus, der deutlich zunahm. Sachbeschädigungen an Kfz stiegen von 72 auf 106 Straftaten (+ 47,2%). Alle Sachbeschädigungen zusammen nahmen um 36 Fälle von 184 auf 220 zu.

Zudem verringerten sich die Vermögens- und Fälschungsdelikte um 72 Fälle (-30,6%) auf 163 Fälle.

Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz wurden in 88 Fällen (Vorjahr 68) zur Anzeige gebracht, eine Steigerung von immerhin 29,4%.

Der Gesamtschaden aller Delikte belief sich im Jahr 2012 auf 1.138.315  Euro. Im Vorjahr waren es 1.671.725  Euro.

Die Jugendkriminalität mit einem Anteil von 27,2% (Vorjahr 23,4%) wieder deutlich angestiegen. Von den 662 ermittelten Tatverdächtigen waren 180 jünger als 21 Jahre. 509 der Täter waren männlich, 153 weiblich.

Der Anteil der ausländischen Tatverdächtige betrug mit 99 ermittelten Tätern 15,0%.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Wasserburg am Inn

Quelle: rosenheim24.de

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