Inndammfest: Sommer pur zum Jubiläum

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Sommertag am Inn. Am Nachmittag war die Feierlaune groß ...

Wasserburg - Hochsommerliche Temperaturen, das altbewährte bunte Rahmenprogramm und ein ungewöhnliches Feuerwerk gab's zum 25. Inndammfest.

Immer gefragt, der Schminkstand der Wasserwacht.

Beim 25. Inndammfest am Samstag war für jeden Besucher etwas geboten und so feierte man bei bester Stimmung fröhlich und ausgelassen bis nach Mitternacht.

Bereits in den Nachmittagsstunden nutzen zahlreiche Familien die Ruhe vor dem großen Besucheransturm zu einem Ausflug auf die Promenade des Inndammes. Temperaturen nahe der 30-Grad-Marke ließen Jung und Alt die angenehme Nähe des Wassers suchen, welches Abkühlung bot. Die ganz Mutigen unter den Kindern erklommen mit Hilfe der Bergwacht die Kletterwand an der Realschule und brachten ihre Eltern ein ums andere Mal zum Schwitzen.

Deutlich entspannter aber mindestens genauso lustig ging es hingegen beim Schminkstand der Wasserwacht zu, der erfahrungsgemäß von vielen neugierigen Mädchen umlagert wurde.

Vollen Einsatz in kompletter Montur zeigten die Mitglieder des Wasserburger Trachtenvereins "Almrausch" bei Tanzvorführungen an der Grundschule.

Schier endlose Warteschlangen bildeten sich bis zum späten Abend vor der Anlegestelle für die Rettungsbote. Zu spektakulär waren die Fahrmanöver im Wasser, als dass man darauf hätte verzichten können.

... und sie dauerte bis weit in die laue Sommernacht.

Mit einem Pegelstand von knapp über zwei Metern zeigte sich der Inn von seiner gewohnt kräftigen, aber für die Altstadt ungefährlichen Seite. So verwunderte es nicht, dass gerade vielen jüngeren Besuchern der eigentliche Ursprung des Inndammfestes gar nicht bewusst war. "Heutzutage weiß ja eigentlich niemand mehr genau, wie der Damm vor dem Ausbau einst ausgesehen hat", zeigte sich 49-jährige Guido Zwingler überzeugt. Der oberste "Inndammbiber" erinnerte sich zurück an seine Kindheit, als man hinter dem Damm stehend einfach auf das Wasser dahinter habe blicken können. "Unser Fest ist jetzt schon seit einem Vierteljahrhundert beliebt wegen seiner Ruhe und Beschaulichkeit. Und noch dazu können wir damit meist einen der letzten schönen Sommerabende im August feiern."

Die Verantwortlichen hatten sich in diesem Jahr mit ihrer eigens kreierten "Jubiläumsbreze" eine Überraschung einfallen lassen. Fast zu schade zum Verspeisen war die dargestellte Innschleife mit der großen 25 in der Mitte, so dass sie oftmals als wertvolle Trophäe einen der zahllosen Tische entlang des mit bunten Lichterketten illuminierten Dammes zierte. Livemusik aus unterschiedlichsten Sparten rundete das stimmige Gesamtbild zusätzlich ab.

Auch was das kulinarische Angebot betraf, setzte man beim Jubiläumsfest auf Altbewährtes und jeder Gaumen erhielt Befriedigung. Egal, ob herzhaftes Grillschmankerl, Steckerfisch, Kuchenspezialitäten oder Essigknödl, so mancher Besucher benötigte eine Extrarunde am Wasser, um sich entscheiden zu können. Und auf die Leckermäuler warteten schließlich noch gebrannte Mandeln und Popcorn von Lorenz Taubmann. Ein Schokoladen-Fondue mit Früchten erhielt man bei Josef Obermeier und seiner Familie aus Lengmoos, die bereits seit sieben Jahren fester Bestandteil des Festes sind. "Hier treffen sich die Leute beim Flanieren und der Inn mit seiner Kehre liefert das notwendige Traumambiente. Ich mag dieses besondere Fest wirklich sehr gerne",so der 52-Jährige.

Innschleife und die 25, die Jubiläumsbreze.

Plötzlich einsetzende laute Donnerschläge kündigten schließlich den großen Höhepunkt des Abends ein. Nach Einbruch der Dunkelheit machte sich Gottfried Held mit seinem Schiff auf den Weg, um auf dem Inn ein buntes Feuerwerk zu zünden und dabei entlang des Dammes zu schippern. Die Besucher würdigten das gelungene Schauspiel mit lauten "Ahhs" und "Ohhs" und stießen genau dort auf einen schönen Sommerabend an, wo am 21. August 1988 zum ersten Mal die Hochwasserfreilegung der Stadt Wasserburg gefeiert worden war. "Es ist ja alleine schon etwas Besonderes, dass man auf einem solchen Damm spazieren gehen kann. Und dann auch noch so ein schönes Fest drum herum. Wir sind wirklich beeindruckt", schwärmte eine Besuchergruppe aus dem Ruhrpott.

Gemeinsam mit Freunden und Bekannten an einer der zahlreichen Sitzgelegenheiten, bei einem abschließenden Streifzug über den Damm oder einfach nur zu zweit ganz romantisch am Innufer - die Menschen hatten alle ihre eigene Art, das 25. Inndammfest ausklingen zu lassen und feierten auch nach Mitternacht fröhlich und ausgelassen weiter.

Im kommenden Jahr ist übrigens ein besonders aufmerksamer Blick in den Terminkalender erforderlich: Aus Rücksichtnahme auf den Theaterverein und seine "Wallenstein-Festspiele" findet das Inndammfest 2013 schon am zweiten Augustwochenende statt.

re

Quelle: rosenheim24.de

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