Kirchenfassade konservieren

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Derzeit bearbeiten zwei Fachleute die Fassade der Kirche. Damit die Sache vorangeht, kommen bald zwei weitere hinzu.

Wasserburg - Eingerüstet noch bis in den Spätherbst ist die Fassade der Spitalkirche beim Brucktor. Die letzte Restaurierung war 1988.

"Vergleiche mit den Fotos von damals und jetzt zeigen, dass die jetzige Restaurierung dringend ist", sagt Restauratorin Doris Wolf-Reich.

Der viele Verkehr an der engen Stelle am Brucktor tut der Fassade nicht gut, Mikroerschütterungen wie auch die Abgase richten die meisten Schäden an. Und so sind die Malereireste an der Fassade der Spitalkirche aus der Renaissance und aus der Barockzeit, die bei der Restauration vor 22 Jahren gesichert wurden, wieder weniger geworden und so musste gehandelt werden.

Bei einem ersten Konzept war die Restaurierung der gesamten rund 110 Quadratmeter großen Fläche der Kirchenfassade vorgesehen. Bei genaueren Untersuchungen stellte sich heraus, dass der zeitliche und finanzielle Aufwand viel zu hoch wären und auch kaum möglich, weil die Putze hohl liegen.

Das neue Konzept sieht jetzt eine Konservierung der Fassade vor, mit einer Kalkacrylat-Mischung soll die Oberfläche gefestigt werden. Was die Arbeiten für die Stadt etwas günstiger macht. Mit rund 60 000 Euro rechnet man, hinzu kommen noch 15000 bis 20 000 Euro für die neue Schiefereindeckung am Dach und die Reparaturen am Kirchenstuhl.

Das Landesdenkmalamt befürworte die Lösung, sagt Stadtbaumeister Manfred Försch-Menzel, der auch die Ergänzungen der Malereien gar nicht gut fände. Das jetzige Konzept allerdings macht eine spätere Ergänzung der Malereien nicht unmöglich. Der Anstrich könnte später abgenommen werden.

Derzeit sind zwei Restauratoren an der Fassade beschäftigt, demnächst sollen es vier werden, denn schlechtes Wetter in den vergangenen Wochen hat die Arbeiten an manchen Tagen unmöglich gemacht. Am Ende soll die Fassade einen Anstrich in einem schönen Kalkton bekommen, damit sie lebendig wirkt.

Zugänglich ist die Spitalkirche, deren Raumschale vor etwa zehn Jahren hergerichtet wurde, über das Imaginäre Museum und damit nur zu Öffnungszeiten des Museums. Bei einem zukünftigen Kozept für die Nutzung dieser Räume soll die Kirche miteinbezogen werden und damit die Möglichkeit geschaffen werden, dass sie auch zu anderen Zeiten zugänglich ist. vo

Quelle: rosenheim24.de

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