Die weniger schöne Seite der Stadt

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Die weniger schöne Seite der Stadt: zerschlagene Flaschen, Unmengen Scherben, usgehobene Gullideckel.

Wasserburg - Vandalismus und unglaubliche Müllmengen: Tag für Tag sind Bauhof-Mitarbeiter mit der weniger schönen Seite der Stadt beschäftigt!

Sachschäden an zwei Stromverteilerkästen in der Nähe Am Gries und an der Priener Straße, fünf demolierte Verkehrszeichen und mehrere ausgehobene Gullideckel waren das Werk von Vandalen in der Nacht zum gestrigen Dienstag. Vandalismus ist das eine, unglaubliche Müllmengen Tag für Tag, oft einfach fallengelassen, das andere, manchmal kommt beides zusammen.

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"Am problematischsten ist der Spielplatz am Gerblanger", sagt Guido Zwingler. REWE oder McDonald sind nicht weit, um zu trinken und zu essen, was dort abends gekauft wird, ist der Spielplatz ein gemütliches Plätzchen, "Vorglühplatz", beschreibt es der Leiter des Bauhofs. Disco, Supermärkte und in den vergangenen Tagen auch das Frühlingsfest locken die Leute dorthin.

Jeden Tag ab sieben Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen ab vier Uhr machen sich Mitarbeiter des Städtischen Bauhofs, die sich abwechseln, auf den Weg, um etwa vier Stunden den Müll vorwiegend in der Altstadt, am Inndamm oder in der Kellerstraße einzusammeln und die Abfallkörbe zu leeren. Während des Frühlingsfest sind es zwei, weil in dieser Zeit auch Alkorstraße oder Fröschl- und Gerblanger entmüllt werden. Im Schnitt kommen am Wochenende um die 15 halb- bis dreiviertel volle Müllsäcke täglich zusammen. Eingesammelt, was andere einfach wegwerfen, wird in Wasserburg an 365 Tagen, "anders ginge es nicht", sagt Zwingler.

Über zerschlagene Flaschen, umgeworfene Blumentröge, beschädigte Stühle, Unmengen Scherben zwischen Kopfsteinpflaster und Gehwegen, nächtliches Gegröle, Pöbeleien, auch Schlägerein ärgern sich Altstadtbewohner Sommer für Sommer, vor allem im Bereich Herrengasse und Marienplatz. Vor kurzem zerstörten Unbekannte die Wirtsgarteneingrünung der Pizzeria "Perla di Calabria" in der Schustergasse, am Haus gegenüber landeten die Pflanzen, Erde und Steine. "Die Fassade in diesem Bereich können wir neu streichen", sagt Thomas Rothmaier.

Es sei, so der Bauhofleiter, allerdings nicht so, dass nur junge Leute Verursacher seien. Zum Beispiel werde im Friedhof Grünzeug einfach in den Transporter geworfen, Kerzen, Grünzeug und sonstiger Abfall werde gemeinsam weggeworfen. Vor kurzem habe jemand einen Müllsack voll mit Windeln und anderen Hausabfällen im Friedhof abgestellt, ein anderer stand am Marienplatz vor der Schranne. "Den Leuten fehlt das Umweltbewusstsein", glaubt Zwingler. Wie das verbessert werden könnte, darüber denkt er immer wieder nach. Vielleicht wäre eine Gruppe gut, mit dem Wirtschaftsförderungsverband, den Stadtratsfraktionen und Vertretern, die für die Öffentlichkeit zuständig sind, die an Schulen informieren.

Immerhin, es gibt auch Bereiche, wo es ruhiger geworden ist, die Franz-Winkler-Straße bei St. Konrad nennt Zwingler als Beispiel dafür.

Städte, wo es besser als in Wasserburg ist, sieht er im Urlaub. Bozen zum Beispiel. "Ich glaube, bei uns denken die Leute einfach, das ist nicht mein Müll. Selten werden Scherben oder Dreck einfach mal weggekehrt".

vo/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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