Rückblick auf sehr erfolgreiches Jahr

Wasserburg - Der Wirtschaftsförderungsverband Wasserburg blickte bei der Jahresversammlung auf ein erfolgreiches Jahr zurück.

Ein extrem erfolgreiches Frühlingsfest. Ein Christkindlmarkt, der knapp zwei Monate vor der Eröffnung nur noch den Feinschliff braucht. Gut angenommene kulturelle Veranstaltungen. Wasserburg-Gutscheine für 62.000 Euro verkauft.

Der WFV-Vorsitzende Thomas Schmeling fasste sich bei seinem Rückblick auf das Jubiläumsjahr kurz, überließ die Details den jeweils Verantwortlichen. Das Wort "erfolgreich" aber kam in seiner Kurzbilanz sehr häufig vor. Und nicht nur in seiner.

Der stellvertretende Vorsitzende Christoph Klobeck begrüßte 17 neue Mitglieder, verwies auf die zwei neuen Altinger-Spots die gedreht wurden, auf die Kinowerbung in 15 Sälen der Region und auf die für Herbst und Winter geplante Anzeigenkampagne, unter anderem für den Christkindlmarkt. Außerdem gab er bekannt, dass der WFV bereits auf der Suche nach einem neuen Messeorganisator ist, der im Idealfall auch bereit wäre, die Wasserburger Messe in der Altstadt zu verlegen.

Vor knapp einem Jahr startete der WFV die Wasserburg-Gutscheine mit Motiven von Alexander Heck mit Werten von zehn bis 50 Euro. Bis jetzt wurden Gutscheine im Wert von rund 62000 Euro verkauft, "und ich bin sicher, dass wir heuer die 100000 Euro knacken", so Klobeck. Ein Mitglied regte an, doch eventuelle Weihnachtsgratifikationen in Form von Wasserburg-Gutscheinen auszugeben

Für Gelächter sorgte Moritz Hasselt, als er bei seinem Frühlingsfest-Bericht zugab, dass "wir uns nicht wirklich viel mehr Gäste im Zelt wünschen", denn das war dieses Jahr permanent voll. Auf dem Festplatz allerdings, da hätte Hasselt gerne noch einige Gäste mehr. Dennoch: Das Frühlingsfest 2009 sei das erfolgreichste überhaupt gewesen. Im Frühlingsfestausschuss sind neben Hasselt und Schmeling künftig Stefan Pfuhl sowie der Wirtschaftsreferent des Stadtrates und alljährliche "Zelturlauber" Oliver Winter.

Zur Weihnachtsbeleuchtung sagte Hasselt, dass diese heuer nicht erweitert werde, der WFV werde vielmehr die alten Lichterkette auf LED-Leuchten umrüsten - soweit die Finanzen reichten.

Von der Weihnachtsbeleuchtung war es zum Christkindlmarkt nicht weit. Der, so Peter Fichter, sei eigentlich schon fertig, es fehle nur nach der Feinschliff. Im vergangenen Jahr gab es größere Diskussionen wegen der vielen Marktbesucher, die vor allem Freitag und Sonntag Abend auf der Herrengasse standen. Heuer wird der Feuerzangenbowlenstand um 90 Grad gedreht, zeigt zum Platz hinter der Frauenkirche "und damit sollte das Problem erledigt sein." Fichter hatte ein gewisses Verständnis für diejenigen, die das unbeleuchtete Basarzelt während der Woche alles andere als attraktiv finden. Er verwies aber auch darauf, dass sich die Besucherzahl des Christkindlmarktes etwa vervierfacht habe, seit es das Zelt gebe.

Silvesterparty am Marienplatz

Und die hübschen Hütten des Christkindlmarktes werden heuer noch ein zweites Mal genutzt: Am 31.Dezember abends gibt es dort Prosecco und Schmankerl, kann man "Walzer tanzen auf dem Marienplatz", wie Fichter die Silvesterparty umschrieb.

Stefan Pfuhl musste das Ende der "Kinderstube" vermelden. Es sei eine sehr gute Idee gewesen, sei aber leider nicht so angenommen worden, wie der WFV das erhofft hatte. Die Belegung habe letztendlich die Kosten nicht gerechtfertigt, deswegen werden zum Jahresende auslaufende Vertrag für die Räume im Pfarrzentrum in der Färbergasse nicht verlängert.

Christine Deliano berichtete von den musikalischen Samstagen, bei denen sie sich um Werbung und Budget kümmert, die Auswahl der Gruppen habe dankenswerterweise Stadtrat und Hobby-Musiker Helmut Schedel übernommen.

Bei der Oper, die der WFV am 16.Oktober als Benefizveranstaltung für das Bündnis für Familie organisiert, sei man bereits aus den roten Zahlen, so Christine Deliano. Eine weitere Benefizveranstaltung, ein Altstadtlauf für das Mehrgenerationenhaus, ist für April 2010 in Planung.

Jörg Herwegh blickte kurz zurück auf die Jubiläumsveranstaltung vergangene Woche mitten in der Stadt und regte nachdrücklich an, dass der WFV seine Interessen besser verkaufen müsse - gegenüber der Öffentlichkeit, dem Stadtrat , aber auch Mitgliedern, die nicht in der Altstadt ansässig und deswegen von den Vorgängen dort nur indirekt betroffen seien.

Schatzmeister Michael Buschek legte dann die Zahlen der letzten zwölf Monate vor. Größter Einnahmen- aber auch Ausgabeposten ist das Frühlingsfest, mit dem der WFV heuer rund 50000 Euro Gewinn machte. Etwa diese Summe wurde für Werbung in allen Medien ausgegeben, der Christkindlmarkt ist traditionell ein Zuschussgeschäft, machte im vergangenen Jahr - auch wegen einer sehr breit gestreuten Werbekampagne - ein Minus von etwa 35000 Euro. Insgesamt gab der WFV in den letzten zwölf Monaten rund 40000 Euro mehr aus, als er einnahm, was wegen eines gesunden Polsters aus den Vorjahren aber schlimmer klinge, als es sei.

Kassenprüfer Christoph Rosenzweig bescheinigte Buschek gute Arbeit und leitete anschließend die Wahl. Dort gab es nur bei den Beisitzern eine Veränderung. Fichter stellte sich nicht mehr zur Wahl, seinen Platz übernahm Heinz Forstmaier. Vorsitzender bleibt Thomas Schmeling, sein Stellvertreter Christoph Klobeck, Schatzmeister Michael Buschek, Beisitzer Christine Deliano, Jutta Mauritz, Moritz Hasselt, Jörg Herwegh und Stefan Pfuhl. Kassenprüfer sind Christoph Rosenzweig und Erich Schneider, Stellvertreter Andreas Niedermaier.

syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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