"Liacht is stärker, gestern und heut"

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Wieder dabei waren die jungen Musikerinnen von den "Saitenpfeifern" aus Wasserburg und Umgebung.

Wasserburg - Das Wasserburger Adventssingen ist seiner ursprünglichen Absicht seit nunmehr 47 Jahren treu geblieben:

Mit einem besinnlichen, von guter Volksmusik getragenen Abend die Geheimnisse der Geburt Jesu den Menschen unserer Zeit nahezubringen.

Eine Sprechszene mit Quirin von der Familienmusik Schatz zum Thema Stern.

Das Wasserburger Adventssingen 2012 hat sich dennoch gewandelt. Unter der Regie von Organisator Helmut Faßl verzichtete man heuer auf das jahrelang geübte Auftreten eines großen Chors auf der Bühne. Auch die "verbindenden Worte" eines Sprechers verschwanden, und es gab keine Perchten- oder Hirtenszene wie in den Vorjahren. Dafür erlebte das Publikum die Weihnachtsgeschichte aus der Perspektive des heiligen Josef, gesprochen und dezent szenisch dargestellt von den Mitwirkenden der Musikgruppen, die gelegentlich die von Helmut Faßl verfassten Sprechtexte instrumental untermalten.

Nach wie vor aber ist die Musik das eigentliche Element des Adventssingens, sehr zur Freude der Besucher der beiden fast ausverkauften Veranstaltungen im Wasserburger Rathaussaal. Ziemlich neu beim Wasserburger Adventssingen ist das Doppelquartett Wasserburger Land, dessen Männerquartett das Adventssingen mit dem Lied "Geh Briade, wisst's es" von Tobi Reiser eröffnete. Auch so bekannte Weisen wie "Is' finster draußd" oder "Es ist ein Ros' entsprungen" brachten sie unter anderem zu Gehör.

Das Blechbläserquintett Esprit setzte glanzvolle Klänge dazu wie den Oberlauser Festmarsch oder den "Zauber der Nacht" von Hubert Meixner, und vereinigte sich gelegentlich mit den weiteren Musikgruppen zu klangvollen Stücken. Die wunderschönen Darbietungen der außerordentlich musikalisch aufgestellten Familienmusik Schatz mit "familieneigenen" Kompositionen und Bearbeitungen, die seit vielen Jahren mitwirkende Herzog Flötenmusik, die schönen Lieder der Rettenbacher Sängerinnen, man kam richtig ins Schwärmen über die Gesänge und Stückln in höchster musikalischer Qualität.

Langjährige Adventssingen-Besucher freuten sich besonders über die vier jungen Dirndl von den "Saitenpfeifern" aus Wasserburg und der Umgebung, weil man die fortschreitende künstlerische Entwicklung der zwischen zwölf und sechzehn Jahre jungen Musikerinnen jedes Jahr beobachten und genießen kann. Diesmal spielten sie sich unter anderem mit dem "Menuett aus Weißenbach" und dem Mozart Pastorell aus der Sammlung Horak in die Herzen ihrer Freunde.

Das in sich schlüssige nachdenklich-frohe Wasserburger Adventssingen klang wie seit vielen Jahren aus mit dem von allen Aktiven und den Zuhörern gemeinsam musizierten Andachtsjodler und führte hinaus ins abendliche Dunkel, mit dem Bewusstsein, dass schon im Prolog gesagt wurde: "Aber 's Liacht is stärker, 's Liacht bleibt bestehn, gestern und heut'."

ags/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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