Fazit: Frühlingsfest war "absolut super"

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Das waren die letzten Zuckungen des Frühlingsfestes 2011 am Montagabend: Die "Moosner" brachten die Massen noch einmal ins Bierzelt und auf die Bänke.

Wasserburg - "Dieses Frühlingsfest 2011 war super." Das sagen übereinstimmend alle Fest-Manager nach dem letzten Tag - auch wenn es für einen neuen Umsatzrekord wohl nicht gereicht hat. **Frühlingsfest-Special**

Wo um 23 Uhr noch die Fans der "Moosner" auf den Bänken standen, wurde gestern schon aufgeräumt. Festwirt Hans Obermaier hat auch nicht lange Zeit, Rückblick zu halten: Ab Freitag ist er Wirt bei den Almrausch-Trachtlern am Gries.

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Abgerechnet hat er noch lange nicht, und auch die anderen Verantwortlichen von der Brauerei bis zum WFV haben noch nicht alle Zahlen vorliegen, trotzdem sind sie sich einig: "Wir sind absolut zufrieden." Man sei beim Umsatz wohl nicht ganz an das Rekordjahr 2009 hingekommen, so Moritz Hasselt, beim Wirtschaftsförderungsverband für das Frühlingsfest zuständig. Trotzdem seien die Erwartungen übertroffen worden.

Denn: Diesmal gab es vor allem am zweiten Wochenende relativ viele Konkurrenzfeste. Außerdem war das Wetter doch eher durchwachsen. Und das Rauchverbot habe den Getränkeabsatz auch etwas gedämpft, schätzt Hasselt: "Die Leute gehen zum Rauchen immer wieder raus, das merkt man schon beim Bierabsatz."

Letzter Tag beim Frühlingsfest

Dass trotzdem - geschätzt - mehr Besucher kamen, "hat uns positiv überrascht", so Hasselt. Und Georg Lettl von der Privatbrauerei Forsting weist darauf hin, dass "das Potenzial ja nicht unbegrenzt ist." Nach dem "überwältigenden" ersten Wochenende war es für ihn nicht überraschend, dass die Kurve danach etwas nach unten zeigte. Trotzdem hat die Brauerei rund fünf Prozent mehr Bier verkauft als 2008, als sie das letzte Mal Frühlingsfest-Lieferant war - und rund doppelt soviel wie bei ihrem Frühlingsfest-Debüt 1996.

Nachtrundgang am Frühlingsfest

"Das Frühlingsfest hat einen enormen Aufschwung genommen", bilanziert denn auch Lettl mit Blick auf die letzten 15 Jahre. Das sei ein Verdienst des WFV und vor allem von Peter Schwertberger, der es damals aus der Talsohle geholt habe - aber auch Ausdruck eines allgemeinen "Fest-Trends", den der Brauerei-Geschäftsführer feststellt: "Entscheidend ist die Stimmung im Zelt und damit die Musik."

Bierzeltrundgang am Wasserburger Frühlingsfest

Die ist auch Dauerthema beim WFV und dem Festwirt. Hatte man vor einigen Jahren noch fast durchgehend auf Spitzenbands gesetzt, um das Zelt zu füllen, war dies heuer gar nicht mehr notwendig. "Wir haben inzwischen grundsätzlich deutlich mehr Besucher", so Moritz Hasselt. Wenn vor allem die Jungen nur mehr auf den Bänken stünden und die mittleren Jahrgänge weniger kämen, weil es ihnen bei den Showbands zu laut und zu aufgedreht sei, dann "würde was falsch laufen." Möglichst alle Altersgruppen und gerade auch die Familien will der WFV beim Frühlingsfest haben, dafür will man sich für nächstes Jahr auch noch mehr einfallen lassen.

Rundgang im Sternenzelt

So soll der Nachmittagsbetrieb auf dem Festplatz weiter belebt werden, kein einfaches Unterfangen nach der Erfahrung der Schausteller. Generell aber soll sich nicht viel ändern beim Frühlingsfest. Hans Obermaier wird Festwirt bleiben, das Bier voraussichtlich noch einmal aus Forsting kommen, bevor es im zweijährlichen Wechsel wieder der Bräu im Moos liefert. Sternenzelt und Wiesn-Party sind genauso gesetzt wie ein gut bestückter Festplatz, "die Visitenkarte des Frühlingsfestes", wie Hasselt hervorhebt.

Noch verbessert werden sollen das Rauchereck im Festzelt und der Biergarten. Und bei den Platzverboten für Rabauken will der WFV noch konsequenter werden, auch wenn es heuer "im Verhältnis sehr ruhig war."

Das bestätigt im Prinzip auch die Polizei. In deren Wiesn-Bilanz summieren sich zwar 25 Straftaten, darunter immerhin drei gefährliche Körperverletzungen. Das sei aber bei so einem großen Fest wohl normal, so Richard Gottwald, der stellvertretende Inspektionsleiter. Wenn es ein Problem gebe, dann sei dies, "dass in Wasserburg das Ganze nicht um 23 Uhr endet, wie woanders, sondern im Sternenzelt und der Disco weitergeht." So wurden die meisten Probleme auch erst nach Mitternacht registriert. Aber damit müsse man eben leben.

Positiv wird bei der Polizei vermerkt, dass keine einzige Trunkenheitsfahrt im Zusammenhang mit dem Frühlingsfest bekannt wurde - und auch keine Häufung von Unfällen.

Karl Königbauer (Wasserburger Zeitung)

Quelle: rosenheim24.de

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