Feiern mit dem Fliegerlied

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Sein Leben ist die Bühne: Tom Peter in Aktion.

Wasserburg - Zur Wiesn gehört auch ein zünftiger Partyabend. Doch die Stimmungsmache will gelernt sein. Die Profis der Band "Münchner G'schichten" kennen die Tricks.

18 Uhr, langsam füllt sich das Festzelt, in dem Familien, die hier eine Brotzeit einlegen, das Bild bestimmen. Noch haben die Techniker der "Münchner G'schichten" auf der Bühne das Sagen, während die Bandgründer Tom Peter und Andi Starek mit Festmanager Willi Atzenberger die letzten Details des Abends besprechen. Dass hier nur zweieinhalb Stunden später schunkelnde Massen junger Leute auf den Tischen stehen, ist eine Stunde vor Auftrittsbeginn kaum zu glauben.

Festzelt-Stimmung am Mittwoch:

Festzelt-Stimmung am 26.05.

Doch Peter bleibt gelassen: Die von ihm und Starek vor zehn Jahren gegründete bayerische Partyband, die vor vier Jahren den Sprung in die Professionalität gewagt hat, weiß, wie sie ein Festzelt zum Kochen bringt. Ein festes Standard-Programm spulen die "Münchner G'schichten" nicht ab: Bandleiter Peter nimmt stattdessen wie ein Seismograf die Stimmung im Publikum auf, entscheidet spontan auf der Bühne, ob eher AC/DC oder Udo Jürgens angesagt ist. Handzeichen und Codewörter des Frontsängers übermitteln den Musikern den gerade angesagten Sound.

Nachtrundgang Teil eins:

Nachtrundgang am Mittwoch Teil 1

Tal Ofarim, Sohn von Abi Ofarim, Schlagzeuger Richard Schuster, der zehn Jahre lang mit Wolfgang Petri auf Tour war, der Gitarrist Herbert Grünert, der einzige Norddeutsche im Team, der Rheinländer Keyboarder Kalle Kaspers, Peter und Starek spielen sogar spontan ihnen gänzich unbekannte Songs - "wenn uns das Publikum einmal vorsingt", erzählen sie.

Nachtrundgang Teil zwei:

Nachtrundgang am Mittwoch Teil 2

Ihre Entertainerqualitäten sind den Musikern in die Wiege gelegt worden: Sie kommen aus traditionellen Musikerfamilien. Das vererbte Talent bewährt sich auch am festabend: Um 20.30 Uhr sitzt niemand mehr an den Biertischen vor der Bühne. Zu "Marmor-Stein-und-Eisen-bricht..." schunkeln die Gäste im Stehen auf den Bänken - unter ihnen auch Franziska Berg, Hilde Bronweder, Rosie Fertl und Luise Neuwieder aus St. Wolfgang, Haag und Gars. Die Freundinnen treffen sich jedes Jahr auf der Wiesn zum Abfeiern - fast ohne Alkohol. Die Stimmung ist trotzdem ausgelassen: "Wir sind extra wegen der Band gekommen, die spielt einfach die richtige Mischung", finden die Frauen. Auch die Mädchenclique am Nachbartisch aus Unterreit und Kraiburg sowie der Burschenverein aus Babensham sind gut drauf.

After Wiesn-Party im Fit und Fun:

After-Wiesn-Party im Fit und Fun 26.05.

"Die Krüge hoch!" ruft ihnen Bandleiter Peter zu, dem mittlerweile das T-Shirt schweißnass am Oberkörper klebt, und hebt sein eigenes Glas. Es leert sich bei ihm an diesem Abend trotz wiederholtem Anstoßen kaum, "denn Alkohol auf der Bühne ist tabu für uns", berichtet er. Obwohl der Auftritt seiner Band locker rüberkommt, leistet sie konzentrierte Arbeit an den Instrumenten. Schließlich spielen die "Münchner G`schichten" ohne Hilfsmittel aus dem Computer. "Wir machen authentische Festzeltmusik - dazu gehört auch, dass wir AC/DC mit zwei Gitarren performen", betont Peter. Wenn mal eine Saite reißt, "stehen wir dazu." Viel schlimmer ist es für die Partyband, die auch schon auf dem Münchener Oktoberfest gespielt hat, wenn das Festzelt leer ist - "oder wenn die Leute betrunken die Bühne stürmen." So wie es ihr auch in Wasserburg gelingt, die Stimmung hochzukochen, greifen sie bei allzu großer Ausgelassenheit immer wieder zu Abdämpfern. "Schließlich will auch der Festwirt sein Bier verkaufen."

Bei "Sierra Madre" geht das vorher noch begeistert tanzende Publikum denn auch zum gemütlichen Schunkeln über. Beim "Fliegerlied", aktueller Festzelt-Hit, ahmen hunderte Arme die Bewegungen eines Flugzeuges nach. Und natürlich dürfen auch die Wiesnhits von DJ Ötzi nicht fehlen. Richtig auf drehen die "Münchner G`schichten", wenn ihnen die Fans Musikwünsche aus der Rockklassik überreichen: Mit "I can't get no Satisfaction", der Weltnummer der Rolling Stones, bereiten einmal die Gäste ihrer Band einen Gefallen. Nah ans Original kommt sie bei den Hits der Spider Murphy Gang.Mit ihnen geben sie ganz zum Schluss noch einmal ordentlich Gas im Festzelt, wo kurz vor Auftrittsende die Bierbänke wackeln - auch, weil die Musiker die Erlaubnis erhalten, die Lautstärke noch einmal zu erhöhen. 100 Auftritte pro Jahr: Lässt sich angesichts dieses Programms immer auf Knopfdruck die notwendige gute Laune anknipsen? "Natürlich sind auch wir mal schlecht drauf, doch so ein Abend im Festzelt baut uns wieder auf", sagen die Musiker einhellig.

duc/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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