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Enge Zusammenarbeit in Wasserburg

So meistern Rettungsdienst und Security die Einsätze auf dem Frühlingsfest

Johanniter Jahn Security auf dem Wasserburger Frühlingsfest
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Die Mitarbeiter der Jahn Security und der Rettungsdienst der Johanniter/BRK arbeiten Hand in Hand auf dem Wasserburger Frühlingsfest: Michael Voglsamer, Erol Coskun, Eva-Maria Glas, Doreen Voglsamer, Katharina Hintermeier, Nicole Menzl und Josef Kerschl (von links).

Schnittverletzung, Biss in die Hand oder Pfefferspray-Attacke - Die Einsätze für die Security Jahn und den Rettungsdienst auf dem Wasserburger Frühlingsfest sind vielseitig. wasserburg24.de wollte wissen, wie arbeitsintensiv die Volksfesttage sind - und wie gut die Zusammenarbeit funktioniert.

Wasserburg - In der Innstadt begleitet die Jahn Security das Frühlingsfest schon seit einigen Jahren. „Es ist eines unserer Stamm-Volksfeste, auf dem wir je nach Bedarf und gerade an den Wochenenden ab 17 Uhr bis zum Ende mit bis zu 35 Mitarbeitern vertreten sind“, erklärt Einsatzleitung Doreen Voglsamer im Gespräch mit wasserburg24.de.

„Die Leute sind glücklich, dass es uns gibt“

Heuer verstärkt die Jahn Security auch die Kollegen an der angrenzenden Disko Universum, in der nach der Wiesn bis zum Morgengrauen weitergefeiert wird.

Unterstützt wird die Security von der Polizeiinspektion Wasserburg und einem Team aus Rosenheim. Die Rückmeldungen der Gäste auf dem Frühlingsfest seien positiv: „Eine Dame hat sich im Zelt bei uns tausendmal bedankt, dass wir hier Präsenz zeigen und im Notfall einschreiten. Es läuft und die Leute sind glücklich, dass es uns gibt.“

„Das gehört zu unserem Job, die Ruhe wieder herzustellen“

Natürlich gibt es auch Einsätze, bei denen die Security Streitigkeiten schlichten oder verhindern muss. „Das erfolgt in der Regel aber so diskret, dass die übrigen Besucher davon gar nichts mitkriegen. Wo viele Menschen auf einem Platz sind, gibt es auch mal Ärger. Das gehört zu unserem Job, die Ruhe wieder herzustellen. Da kommt es auch einmal vor, dass unsere eigenen Leute ins Kreuzfeuer geraten - ein Kollege wurde von einem Besucher am Vatertag gebissen.“

Was gerade nach zwei Jahren Abstinenz auffällt: Die Leute kommen wieder gerne auf den Festplatz, wollen Spaß haben. „Uns ist die Arbeit im Team auch abgegangen“, erzählt Voglsamer. Die Jahn Security ist mitunter auf Porsche-Oldtimer-Treffen in München, bei Fußballspielen in der Allianz-Arena oder im Olympiastadion vertreten.

„Es ist schön, dass nach Corona wieder so viel möglich ist“, betont die Einsatzleiterin - auch wenn ein Volksfest eine „andere Hausnummer“ darstelle, was den Arbeitsaufwand betreffe. Da sei das A und O, dass die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten und die komplette Maschinerie funktioniere.

Schnittverletzungen bis Pfefferspray-Attacke

Der Container der Jahn Security liegt heuer direkt neben dem des Rettungsdienstes. Da funktioniert die Zusammenarbeit auf kurzem Weg - und das darüber hinaus sehr gut, wie Voglsamer unterstreicht. Sowohl mit den Kollegen vom Rettungsdienst als auch mit der Polizei und den Festwirten, Schaustellern sowie Veranstaltern vom WFV klappt die Verständigung und Zusammenarbeit auf kurzen Wegen. „Der komplette Platz mit all seinen Mitarbeitern ist für uns wie eine große Familie. Es ist ein schönes Miteinander.“

Den Eindruck Voglsamers kann Bernd Koblechner, der stellvertretende Leiter des Sanitätsdienst der Wasserburger Johanniter, zurückgeben. Die Johanniter sind auf die gesamte Festzeit gesehen mit 59 Helfern vor Ort, der BRK mit zehn. An den Werktagen sind sie von 19 bis 23 Uhr im Einsatz, an den Wochenenden halten sie sich bis 3 Uhr morgens bereit.

Bislang war alles schon dabei an Versorgungen: Von erster Hilfe wegen Schnittverletzungen über Blasen an den Füßen der Damen aufgrund zu enger Schuhe oder einer Pfefferspray-Attacke bis hin zu Abtransporten zur weiteren Versorgung im Krankenhaus.

Johanniter immer auf der Suche nach helfenden Händen

„Gerade der erste Festsonntag, an dem die Meisterschaft im Fingerhakeln ausgetragen wurde, war arbeitsintensiv. Generell aber sind die Einsätze so, wie wir es erwartet haben - darunter natürlich auch chirurgische Behandlungen“, unterstreicht Koblechner und ergänzt, dass der Rettungsdienst ausrücken müsse auf einem Volksfest, das bliebe klassischerweise nicht aus, wenn so viele Menschen auf einem Fleck zusammenkämen und schließt damit den Kreis zu Voglsamers Einschätzung.

Daher seien die Johanniter auch immer auf der Suche nach helfenden Händen, betont Koblechner abschließend. Wer Interesse an einer Ausbildung habe, sei jederzeit in Wasserburg willkommen.

mb

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