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Schankkellner Norbert über die Vorzüge des Wasserburger Frühlingsfests

Leidenschaft am Zapfhahn: „Es hat schon in den Fingern gekribbelt“

Erster Schankkellner Norbert auf dem Wasserburger Frühlingsfest
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Bier zapfen auf dem Wasserburger Frühlingsfest: Erster Schankkellner Norbert in seinem Element.

Die Radler rechts, das Bier links - Norbert Schrank hat den Laden im Griff. Der 59-Jährige aus Kolbermoor steht seit über zehn Jahren im Bierzelt auf dem Frühlingsfest am Tresen. Wieso ihm ausgerechnet die fünfte Jahreszeit in Wasserburg so gut gefällt, verrät er uns bei einem Pfiff.

Wasserburg - Nach coronabedingtem Ausfall fing es für Norbert in Aschau im Chiemgau wieder an: „Ich war erst bei der Gebirgsjägerbataillon und da hat es schon in den Fingern gekribbelt. Es ist so schön, wieder die Massen in der Hand zu haben, bevor sie über den Tresen raus gehen.“

„Eine große Familie“ im Bierzelt

Jetzt, hinter dem Tresen im Bierzelt auf dem Frühlingsfest in Wasserburg, ist Norbert wieder voll und ganz in seinem Element: „Die Stimmung, die Musik - das hat gefehlt während der Pandemie. Umso mehr freue ich mich, dass es nun weitergeht und auch ich bin wieder voll da. Ich bin ein Gesellschaftsmensch, ich mag den Trubel und die Gespräche. Die Schankkellner bilden mit den Bedienungen und dem Festwirt eine große Familie.“

Seit 2008 steht er zur Volksfestzeit in Wasserburg hinter dem Tresen - und das schon ab 10 Uhr morgens. „Mittags schmeckt mir dann ein Schluckerl Bier - quasi ein Frühschoppen“, verrät Norbert verschmitzt mit einem breitem Grinsen. Recht viel mehr als ein Pfiff aber wird es nicht, denn schließlich steht der tägliche Heimweg nach Kolbermoor an die Polizei kontrolliert zum Frühlingsfest vermehrt.

Die Schank auch auf dem Münchner Oktoberfest im Griff

Die Leidenschaft für die Arbeit im Bierzelt hat sich bei Norbert schon im zarten Alter von zehn Jahren entwickelt - als er in Bierzelten in Rosenheim, Kolbermoor und Bruckmühl zusammengekehrt hat als kleiner Bub. Er steigerte sich zum Krüge-Wascher und plötzlich mit Mitte 20 stand er als Schankkellner im Flötzinger Zelt auf dem Rosenheimer Herbstfest.

Zwischendurch war er auf dem Oktoberfest in der Fischer-Vroni tätig, ganze 13 Jahre lang hat er auf dem größten Volksfest der Welt Hirschen angezapft. Ein Hirsch, erklärt er im selben Atemzug, ist ein 200-Liter-Fassl.

Dass heuer aufgrund der coronabedingten zu kurzen Vorlaufzeit und Planungsunsicherheit bis Ende März im Festzelt nur ein Helles von der Brauerei Gut Forsting ausgeschenkt wird, tut der Stimmung an den Biertischen keinen Abbruch. „Das kreierte Bier für das Frühlingsfest hat Braumeister Christian Straßer gemeinsam mit dem Festwirt Schorsch Lettl richtig in die Höhe gebracht. Und den Leuten schmeckt es - auch, wenn man natürlich merkt, dass es kein Märzen ist“, betont Norbert.

An einem Freitagabend können schon mal 1000 Massen in der Stunde über den Tresen gehen. „Das geht Hand in Hand, da ziehen alle an einem Strang - sonst geht nichts raus“, mahnt Norbert.

Um während den Stoßzeiten ab 17 Uhr nicht den Überblick zu verlieren, hat alles seinen Platz am Tresen: Die Radlermassen schon gefüllt mit Limo stehen rechts vom Tresen aus, das Bier links und die alkoholfreie Mass bekommt einen Bedienungs-Zettel angepappt, denn die Zeiten der bunten Strohhalme sind in Anbetracht des immer wichtiger werdenden Umweltschutzes vorbei, weiß Norbert.

Bedienung Babsi holt sich die ersten Massen, die Norbert am Tresen im Bierzelt bereit stellt.

Wirklich hektisch aber werde es ohnehin nicht, das haben uns bereits Bedienung Babsi Hintermeier und Schankkellner Seppi Schrank auf dem Frühlingsfest in Wasserburg vor drei Jahren versichert. 12 Massen werden standardgemäß von einer Bedienung gestemmt, ausschlaggebend ist bereits die Technik beim Zusammenstellen.

Auch wenn Sohn Seppi bereits den Zapfhahn beherrscht und in die Fußstapfen des Vaters tritt - aufhören, das kommt Norbert so schnell nicht in den Sinn, wie er lachend abschließt: „Ich mache das mit Leidenschaft und solange ich gesundheitlich und körperlich in der Lage bin, findet man mich hinterm Tresen.

mb

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