Frühlingsfest-Pflicht!

Feuerwerk: Wer steckt hinter dem Farben-Spektakel?

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Auch 2014 soll es wieder ein spektakuläres Musikfeuerwerk beim Frühlingsfest in Wasserburg geben.
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Wasserburg - Fritz Sauer ist ein alter Bekannter beim Frühlingsfest. Woher Sie Fritz Sauer kennen sollten? Er ist der Pyrotechniker, der am Sonntag wieder bunte Sterne über den Nachthimmel zaubern wird.

In den Beruf des Pyrotechnikers sei er hineingeboren, erzählt der Feuerwerks-Experte aus Gersthofen. Schon seit vier Generationen übe seine Familie diesen Beruf aus, und auch er hatte stets großes Interesse an der Pyrotechnik.

Nun ist Sauer und sein Team bereits seit mehreren Jahrzehnten für das Feuerwerk zum Abschluss des Wasserburger Frühlingsfest verantwortlich. Der WFV überträgt ihm diese Aufgabe mit großer Überzeugung, das Arrangement habe immer gefallen, hieß es vom Ausschuss.

Im Gespräch mit Wasserburg24 erklärt Fritz Sauer, dass es auch 2014 wieder ein Musik-Feuerwerk geben wird. „Wir sind ein Betrieb, der viele Feuerwerkskörper noch selbst herstellt“, so Sauer. "Nur wenige Raketen kaufen wir hinzu. Die Entstehung allein ist schon sehr spannend“.

Ebenso macht die Auswahl der Musik große Freude. „Auch heuer haben wir uns wieder ein abwechslungsreiches Musikarrangement zusammengestellt, das wir mit den einzelnen Farben und Muster abgestimmt haben“.

Von Fanfare über Filmmusik bis hin zu Queen, die Stilrichtungen seien unterschiedlich und genau so unterschiedlich gebe sich dann auch die Präsentation des Feuerwerks. Fritz Sauer weiß ganz genau, welcher Effekt zu welcher Musik passt, ist ein geübter Arrangeur auf diesem Gebiet. „Wenn die Musik ruhiger ist, muss sich auch das Feuerwerk so am Himmel spiegeln. Hingegen bei Musik mit viel Power braucht es auch ganz besondere Stimmungen in Form und Farbe“.

Das fast zehnminütige Spektakel am Himmel verspricht eine große Vielfalt: Chrysanthemen, Wasserfallbomben, Silberwirbel, Goldregen. 450 Feuerwerksbomben werden in etwa eingesetzt, so der erfahrene Pyrotechniker aus Gersthofen.

Bei den ersten Gedanken zur Planung der Raketen, die zum Einsatz kommen, liegt er meist deutlich über dem Budget, gibt Sauer zu. Dann lacht er fröhlich und erläutert: „Wenn ich mir die Musik anhöre und dazu den Einsatz der Elemente notiere, dann beflügelt mich das weit über die Budgetgrenze hinaus. Das passiert mir oft, da gehöre ich dann eingebremst“. Es wird ihm auch heuer wieder gelingen, während der Aktion des Musikfeuerwerks die Besucher des Frühlingsfestes sowie alle Anwohner des Bereichs zum Staunen zu bringen. „Für uns ist es wichtig, dass sich das Arrangement über die Jahre hin weder bei den Effekten, noch bei der Musik wiederholt. Es gehört immer etwas Neues gemacht, und sich was zu überlegen, macht großen Spaß“. Selbst wenn sich nach den vielen Jahren Berufserfahrung schon Routine eingestellt hat, die Elemente und Effekte zu verändern und farbliche Choreographien entstehen zu lassen, sei nach wie vor eine spannende Aufgabe.

In Wasserburg wird das Feuerwerk von Fritz Sauer und zwei Kollegen abgefeuert, ein eingespieltes Team ist am Werk. Die Vorarbeiten sind abgeschlossen, das Material wurde mit Elektrozündern versehen und gebündelt. Alle Abschussrohre stehen bereit.

Der Aufbau vor Ort dauert in etwa drei Stunden, bei Regen etwas länger.

2014 entscheidende Neuerung

Neu am Feuerwerk rund ums Frühlingsfest: Es wurde ein anderer Platz zum Abfeuern ausgesucht. War bis vergangenes Jahr noch ein tiefer liegender und eher weit entfernter Feuerwerksplatz nahe dem Sportplatz als geeignet angesehen worden, bestand auch Festausschuss-Leiter Moritz Hasselt darauf, im Jahr 2014 einen anderen Standort zu finden.

Der neue Platz wirkt idealer, auch von den optischen Möglichkeiten, ist Sauer überzeugt. „Seitlich vom Sportplatz befindet sich ein Verkehrserziehungsplatz, den wir am Sonntag als Plattform ansteuern“, so der Pyrotechniker. „Wir sind ein Stück näher am Besucher dran und glauben fest daran, dass das Feuerwerk darum noch viel besser zur Geltung kommen wird“. Die Wirkung eines Feuerwerks hänge schließlich auch von der optimalen Entfernung zwischen Zuschauer und Effekten zusammen, heißt es vom Experten weiter.

Der Wichtige Punkt der Sicherheit

Eindrucksvoll soll es werden, doch natürlich ist auch die Sicherheit wichtig. „Das Feuerwerk, das wir in Wasserburg ausführen, hat einen Sicherheitsradius von 100 Metern. Die Feuerwehr wird kontrollieren, dass nichts passiert.

Was könnte jetzt noch dazwischen kommen?

 

Welch große Verantwortung hinter einem Feuerwerk steckt, ist außer Frage. Das Wetter stellt immer gewisse Herausforderungen dar. „Weil es momentan sehr trocken ist, müssen wir auch auf die Waldbrandgefahr achten“, so Sauer.

Mit dem Amt für Landwirtschaft und Forsten habe er Kontakt aufgenommen, am Sonntag müsse geklärt werden, welche Waldbrandstufe aktuell bestehe, weil sich nahe des Abschuss-Standorts ein Wald befinde. Aktuell liegt diese bei 4, ein kurzer Regen vor den Aufbauarbeiten könnte sich als wichtig erweisen, weil sonst Waldbrandgefahr bestehe. Eventuell müsste kurzfristig doch ein anderer Platz zum Abschießen gefunden werden, so Fritz Sauer.

Doch die Zuschauer werden von dem Drumherum nichts mitbekommen, können sich auf ein effektvolles Feuerwerk freuen.

Das Team der Pyrotechniker muss viel beachten, die Feuerwehr ist zudem wichtiger Kooperationspartner für die Sicherheit. Natürlich appellieren die Verantwortlichen an die Vernunft der Anwohner, sich nicht im Gefahrenbereich aufzuhalten.

So kommt es voll zur Geltung

 

Mit einem Feuerwerk sei man stark witterungsabhängig, ertönt es vom Feuerwerkler Sauer.

Neben eventueller Brandgefahr durch zu große Trockenheit sei durchwegs nasses Wetter ebenso wenig ideal für die Effekte. Regen, Gewitter und Hagel seien ebenfalls die Feinde der Feuerwerks-Aktionen. Besonders negativ könne sich Wind auf die Planungen auswirken. „Bei zu starkem Wind dürfen wir nicht mehr schießen, weil brennende Teile und Funken sonst womöglich zu weit weggetrieben werden“, erklärt Fritz Sauer. Das letztendliche OK müsse kurzfristig die Stadt im Einvernehmen mit der zuständigen Feuerwehr erteilen. Es werde aber gehofft, dass das Wetter sich einfach mal ideal zeigen wird, und die Frühlingsfest-Veranstalter und Organisatoren den Besuchern ein ansprechendes Musik-Feuerwerk bieten können.

Das Musikfeuerwerk auf dem Wasserburger Frühlingsfest 2014 soll am Sonntag, 15. Juni nach Einbruch der Dunkelheit beginnen.

Fritz Sauer und sein Team stehen schon mal in den Startlöchern!

Hat der Pyrotechnik-Chef denn eigentlich eine persönliche Lieblingsfarbe? „Eigentlich gefallen mir alle Farben sehr gut, am wenigsten mag ich die Farbe grün“, lacht Sauer. Doch er könne uns beruhigen, grün werde dennoch in seinem eindrucksvollen Arrangement vorkommen.

Quelle: rosenheim24.de

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Auf dem Festplatz vom 2. bis zum 12. Juni 2017:

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Impressionen von der Bierprobe in Forsting

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